Bett Eigenbau

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Gobbel, 10. März 2009.

  1. Gobbel

    Gobbel ww-pappel

    Beiträge:
    7
    Hallo!

    Ich schwärme schon seit einiger Zeit von einem gewissen Bett, aber der horrende Preis (knapp 1500 Euro) ist einfach zu viel, deshalb (und am Interesse der Handwerkskunst) habe ich vor, mich vielleicht selbst an einem Eigenbau zu versuchen. Werkzeug und ein gewisses Handwerkliches Geschick (hab den Vater meiner Freundin dabei, der leider nicht mehr selbst Hand anlegen kann wegen einer Verletzung, aber mit Tipps zur Seite steht).

    Ich habe mir mal eine Konstruktion ausgedacht, die sehr massiv ist (ich steh einfach drauf und es soll ziemlich Stabil sein) und ohne Leim auskommen soll, dabei aber nicht qietschen soll. Ich wollte jetzt hier fragen, ob das vom Prinzip her klappen kann.

    Ich habe mal ein Bild angehängt, hier meine Überlegungnen zur Konstruktion:

    Material ist Buche Leimholz, der Rahmen soll aus 120x120er Balken konstruiert werden, das Kopfteil besteht aus einer 40er Leimholzplatte.
    Konstruktiv wollte ich es so auslegen, dass die Rahmen eine Gehrung bekommen und auf die vier Bettpfosten aufgelegt werden. Damit das ganze nicht verrutscht, wird es von oben mittels 10er Schrauben (die oben einen runden Kopf haben, damit es passabel aussieht) fixiert. Damit es nicht qietscht, sind die Schrauben nicht einfach in die Pfosten geschraubt worden, sondern mittels Muttern befestigt. Auf dem Bild sieht man das nicht so gut, im Grunde ist es eine komplette 12er Borhung durch den Rahmen sowie durch den Pfosten. Durch 2 Seitenborhungen (weil 2 Rahmenteile) kann man auf die Schraube eine Mutter setzen (damit die Mutter nicht in einer Runden Bohrung aufsetzt, habe ich mir aus Metall so einen Halbkreis mit 12er Loch gebaut, sodass eine Seite (die Runde) am geborhten Kreis anliegt, die Flache Seite dient als Auflage für die Mutter..

    Im Grunde dienen diese Schrauben nur dafür, dass der Rahmen nicht von den Pfosten rutscht, das Gewicht wird einfach über die Auflagefläche des Rahmens gehalten. (Sollte bei 12x12 cm und 10cm dicken Holz doch reichen, oder)

    Das Kopfteil ist über einen 3cm dicken und 1 meter langen Zapfen mit dem Rahmen verbunden, da meine Freundin und ich uns gerne zum Lesen anlehnen (da kommen noch selbst gepolsterte Lederkissen dran), und nochmal verschraubt (wobei die verschraubung eigentlich überflüssig ist, da man das Kopfteil im Grunde nur nach oben herausziehen kann.

    Was haltet ihr davon, ist diese Konstruktion in Ordnung oder wird sie bei einem 180 breiten Bett nicht ausreichen? (Ich wollte keine Stütze, da ich später eventuell noch Bettkästen anfertigen wollte).

    Wenn die Konstruktion im Grunde haltbar ist, dann habe ich noch zwei weitere Fragen:

    Da in der Mitte des Bettes noch ein Brett angebracht werden müsste, damit man zwei einzelne Lattenroste einlegen kann (für zwei separate Matrazen), welche Stärke sollte dieses Brett haben? Und wie befestige ich es, ich selbst dachte daran, es an Kopf und Fussteil des Rahmen einzuzapfen, damit man von Aussen nichts sieht (der Rahmen soll ja sehr schnörkellos sein). Ist das ok? (Sollte ein Brett von der Stärke nicht ausreichen (bei 2 Meter Länge biegt sich das doch schon ganz schön), wäre es mir möglich, auch ein Metallprofil zu benutzen, das ich dann sozusagen ohne Leim "einzapfe".

    Die zweite Frage bezieht sich auf die Anbringung der Leisten, auf die letztendlich der Lattenrost gelegt wird. Also die beiden Leisten, die an die Seiten des Rahmens befestigt werden. Wie bringe ich die gescheit an, Verschrauben fällt doch flach, weil die ganze geschichte dann am Ende doch wieder quietscht, oder? Reicht es, die Leisten mit einer ordentlichen Anzahl Schrauben durch das Komplette Rahmenteil zu verschrauben? Dann müsste das gesamte Gewicht ja durch die Schrauben gehalten werden, die die ganze Zeit auf Scherung beansprucht werden. Von aussen würde man wieder die Schraubenköpfe sehen können, aber das wäre im Grunde nicht ganz so schlimm, das Design zieht sich ja übers ganze Bett)

    Wäre nett, wenn ein paar mit der Materie vertraute Leute dazu etwas schreiben könnten, konstruktive Kritik ist erwünscht! Ich hoffe es ist alles verständlich und eindeutig!

    Viele Grüße und Dank im Voraus!
    Rene

    So hier das Bild:
    [​IMG]
     
  2. Rei123

    Rei123 ww-robinie

    Beiträge:
    667
    Ort:
    Rhein-Main
    Hallo,

    1.) Die Konstruktion ist nicht optimal, würde aber so halten. Einfach deshalb, weil 12er Balken völlig überdimensioniert sind.
    Mal ein Gegenvorschlag: Beide Teile am Ende abplatten, so daß sie übereinander liegen, und mittig eine Schraube durch. Die geht dann erst durch die eine Hälfte, dann durch die Andere und anschließend in den Fuß.
    Das kann eine Holzschraube sein, oder eine Maschinenschraube. Dann kann man auch eine Rampa-Muffe im Fuß versenken, das erspart die Mutter.
    Wenn du keine Schraube magst, kann man auch einen Holzstab von oben einsetzen und verleimen. Das Bett geht dann aber nicht mehr auseinander.

    2.) Das Mittelbrett muss hochkant stehen, mit Leisten links und rechts dran. Dann hält es.
    Oder eben ein dicker Balken.

    3.) Die Leisten für die Auflage Lattenrost:
    Die kann man von innen Schrauben und zusätzlich leimen. Das hält und man sieht die Schraubköpfe nicht. Die Leisten vorbohren, damit sie nicht Splittern.

    Grüße

    Reiner
     
  3. Bremer

    Bremer ww-ahorn

    Beiträge:
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    Ort:
    Bremen
    Mir fällt mal auf, dass du Leimholz nehmen willst, aber selber keinen Leim verwenden. Warum das denn? Eine geleimte Verbindung kann nicht quietschen, aber alles was geschraubt ist, schon (weil da Bewegung zwischen den aufeinander gepressten Teilen auftreten kann). Die Leisten am besten anleimen und mit Spax-Schrauben in den Rahmen (dann sieht man von außen nix). Oder auch nur leimen (nicht mit Schraubzwingen sparen).

    Größtes Problem ist die mittlere Auflage für die Lattenroste. Angenommen du legst den Lattenrost auf halbe Höhe der 12cm hohen Balken. Dann bleiben dir 6cm Höhe für die Strebe. Da geht höchstens ein 60x40 Rechteckrohr aus Stahl, 2mm Wandstärke würd ich nehmen. Oder ein Doppel-T-Träger. Die höchste Biegelast ist in der Mitte, daher kannst du an den Seiten, wo er befestigt wird, die Höhe auf sagen wir die Hälfte reduzieren, um ihn in entsprechende Nuten in den Balken einzuhängen.
     
  4. Tami

    Tami ww-ahorn

    Beiträge:
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    Ort:
    Ostelbien
    Die Konschtruxxion eines Bettes ---

    --- ist für den Fortbestand der Menschheit äußerst wichtig.
    -
    Grundsätzlich muß ein Bett so stabil sein, daß darin zwei ( 2 ) liegen --- und
    EINER drin stehen kann . - Habe sogar im www schon ein gemauertes und mit
    Terracotta gefliestes Heiabettchen gesehen --- O.K. -, sicher kein " Möbelstück"--
    aber schtabil !!! - :emoji_grin:
    -
    Frohes " schaffen" wünscht Tami
     
  5. 500/1

    500/1 ww-esche

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    Ort:
    Nürnberg
    Hallo,
    ich würde Dir hier zu Bettbeschlägen raten.
    Beispiel:Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
    Die Pfosten würde ich mit Holz-Dübel an die Zargen leimen, und zwar z.b. an die Querteile, so kann das Bett auch einfach zerlegt werden.
    Die Kanthölzer 12/12 sind von der Breite her sicher überdimensioniert, aber von der Höhe her ists zu wenig.
    An meinem Bett sind die Zargen 190mm hoch sonst rutschen die Matratzen auf dem Lattenrost haltlos durch die Gegend.
    Der Lattenrost liegt auf 60/40mm Kanthölzern. In der Mitte entsprechend ein Kantholz 60/80, wer will kann noch einen Fuß drunter setzen.
    TIP:
    Ich habe elektrische Lattenroste verwendet, die es Bei E-Bay zum Schleuderpreis gibt. (für 2 nagelneue Lattenroste die je 1200€ gekostet haben, habe ich 30€ gezahlt)
     
  6. dummes zebra

    dummes zebra ww-pappel

    Beiträge:
    2
    Ort:
    Bayern
    Ein Bett geht abwärts

    Wir haben auch vor ca 9 Jahren ein Bett selbst gebaut,als unser 1. Kind geboren war und das Arbeitszimmer zum Kinderzimmer wurde.Was nun?Ein Hochbett mußte her-so hoch,daß der Schreibtisch noch gut darunter ging und mein 188cm großer Mann keine Platzangst bekam. Ach ja-groß sollte es auch sein (Liegefläche 180x200).Inzwischen ist das Bett 2x umgezogen und wurde auf 70 cm Höhe abgesenkt..sehr bequem.. und die überstehenden Pfosten zum Himmelbett(ohne Himmel) umgearbeitet.
    Unsere Pfostenstärke betragt 70mm. Die Versteifung haben wir gelöst indem wir auf die umlaufende Balkenkostruktion einen festen Bretterboden (Kiefer mit Nut und Feder)aufgeschraubt haben. Umlaufend wurden passgenau schöne Hobelbretter mit oben abgerundeten Kanten eingepasst .Sie verdecken die Stirnseiten der Bodenbretter und halten die Matratzen.Ich hatte erst Angst wegen der Matratzenbelüftung von unten-aber alles super! Mein Mann wiegt über 100 Kg aber bei uns knarzt nix -selbst wenn beide Kinder zu Kuscheln mit ins Bett kommen.
    Lg Daniela:emoji_wink:
     
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