Holzkopf32
ww-kastanie
- Registriert
- 20. Mai 2016
- Beiträge
- 25
Hallo
Eine kleine Vorstellung eines Bett Projekts, an dem ich die letzten Monate über Samstags in der Garage gewerkelt habe.
Die Idee war ein Bett aus Massivholz zu bauen und dabei möglichst nur traditionelle Holzverbindungen statt Schrauben und Eisenbeschlägen zu verwenden.
Beim Design habe ich bei den Betten von https://www.thuma.co/ abgeschaut, allerdings ein paar Dinge verändert. So wollte ich eine deutlich höhere Einstiegshöhe (man wird ja nicht jünger und außerdem passen dann ordentlich Kisten drunter) und eine deutliche Schräge bei der Rückenlehne.
Das Design wurde im Winter mit Autodesk Fusion erstellt. Ich hätte nicht gedacht, dass man so viele Variablen braucht um ein scheinbar so simples Bett zu definieren
Alle Maße basieren auf 26 mm dicken Eiche-Leimholz-Brettern. Die Füße vorne und Seitenteile hinten sind aus jeweils drei Lagen gemacht, die erste zurecht gesägt, dann aufeinander geleimt und zum Schluss noch mit der Oberfräse an den Kanten abgerundet wurden. Die langen Bretter haben auf der Außenseite oben noch eine kleine Zierleiste bekommen, und auf der Innenseite ein paar Leisten die, zusammen mit dem Mittelsteg, als Lattenrostauflage dienten.
Der Mittelsteg geht vorne und hinten durch die langen Bretter durch und ist mit einem Keil gesichert. Allerdings konnte ich den Keil wegen der Zierleiste nur von unten nach oben einschlagen, aber Hauptsache es sieht schick aus
Die langen Seitenbretter sind mit Castle-Joints ineinander gehakt.
Die Rückenlehne sah beim ersten Aufbau zu langweilig aus, daher haben wir uns da noch etwas ausgetobt. Ist vermutlich nicht jedermanns Sache aber uns gefällt es.
Aus dem selben Grund haben wir auch die Ecken vor dem Ölen mit Leinöl noch in Nussbaum-dunkel gebeizt. Das ist sehr ein schöner Kontrast.
Was leider nicht so geklappt hat, wie geplant, war die Präzision beim Sägen. Die Ausschnitte waren leiter immer ~0,5 mm zu eng oder weit weshalb dann am Ende 1 mm Luft war und das ganze nicht stramm saß sondern halt nur ineinander gesteckte Bretter waren. Belastung von oben war kein Problem aber Scherkräften hatte es nichts entgegen zu setzen. Letztendlich haben wir innen dann entnervt ein dutzend Eisenwinkel angebracht und mit fast 100 Schrauben festgezogen... half immerhin, nun wackelt da gar nichts mehr und von innen sieht auch nicht schlechter aus als ein Bett vom Möbelhaus.
Die Lattenroste bestehen aus einem simplen Rahmen mit Latten, die lose auf Dübeln stecken, so wie in den Anleitungen von Bett1 und Stiftung Warentest gezeigt. Das funktioniert ganz prima. Habe auf die Latten noch Filzreste geklebt um Quitschen zu reduzieren, keine Ahnung, ob das nötig war.
Ich lade die Autodesk Fusion Konstruktion mal hoch (ging nicht, war zu groß aber hier ist ein Link https://a360.co/4mzwP4Z). Der Bau war mit Hobbywerkzeug zu machen, d.h. Tischkreissäge, Handkreissäge mit zwei Führungsschienen, Stichsäge, Japansäge, Stecheisen, Oberfräse. Das schwierigste war noch eine Vorrichtung zu bauen um die vorderen Füße leicht anzuschrägen.
Viel Spaß und lernt aus meinen Fehlern
Eine kleine Vorstellung eines Bett Projekts, an dem ich die letzten Monate über Samstags in der Garage gewerkelt habe.
Die Idee war ein Bett aus Massivholz zu bauen und dabei möglichst nur traditionelle Holzverbindungen statt Schrauben und Eisenbeschlägen zu verwenden.
Beim Design habe ich bei den Betten von https://www.thuma.co/ abgeschaut, allerdings ein paar Dinge verändert. So wollte ich eine deutlich höhere Einstiegshöhe (man wird ja nicht jünger und außerdem passen dann ordentlich Kisten drunter) und eine deutliche Schräge bei der Rückenlehne.
Das Design wurde im Winter mit Autodesk Fusion erstellt. Ich hätte nicht gedacht, dass man so viele Variablen braucht um ein scheinbar so simples Bett zu definieren
Alle Maße basieren auf 26 mm dicken Eiche-Leimholz-Brettern. Die Füße vorne und Seitenteile hinten sind aus jeweils drei Lagen gemacht, die erste zurecht gesägt, dann aufeinander geleimt und zum Schluss noch mit der Oberfräse an den Kanten abgerundet wurden. Die langen Bretter haben auf der Außenseite oben noch eine kleine Zierleiste bekommen, und auf der Innenseite ein paar Leisten die, zusammen mit dem Mittelsteg, als Lattenrostauflage dienten.
Der Mittelsteg geht vorne und hinten durch die langen Bretter durch und ist mit einem Keil gesichert. Allerdings konnte ich den Keil wegen der Zierleiste nur von unten nach oben einschlagen, aber Hauptsache es sieht schick aus
Die Rückenlehne sah beim ersten Aufbau zu langweilig aus, daher haben wir uns da noch etwas ausgetobt. Ist vermutlich nicht jedermanns Sache aber uns gefällt es.
Aus dem selben Grund haben wir auch die Ecken vor dem Ölen mit Leinöl noch in Nussbaum-dunkel gebeizt. Das ist sehr ein schöner Kontrast.
Was leider nicht so geklappt hat, wie geplant, war die Präzision beim Sägen. Die Ausschnitte waren leiter immer ~0,5 mm zu eng oder weit weshalb dann am Ende 1 mm Luft war und das ganze nicht stramm saß sondern halt nur ineinander gesteckte Bretter waren. Belastung von oben war kein Problem aber Scherkräften hatte es nichts entgegen zu setzen. Letztendlich haben wir innen dann entnervt ein dutzend Eisenwinkel angebracht und mit fast 100 Schrauben festgezogen... half immerhin, nun wackelt da gar nichts mehr und von innen sieht auch nicht schlechter aus als ein Bett vom Möbelhaus.
Die Lattenroste bestehen aus einem simplen Rahmen mit Latten, die lose auf Dübeln stecken, so wie in den Anleitungen von Bett1 und Stiftung Warentest gezeigt. Das funktioniert ganz prima. Habe auf die Latten noch Filzreste geklebt um Quitschen zu reduzieren, keine Ahnung, ob das nötig war.
Ich lade die Autodesk Fusion Konstruktion mal hoch (ging nicht, war zu groß aber hier ist ein Link https://a360.co/4mzwP4Z). Der Bau war mit Hobbywerkzeug zu machen, d.h. Tischkreissäge, Handkreissäge mit zwei Führungsschienen, Stichsäge, Japansäge, Stecheisen, Oberfräse. Das schwierigste war noch eine Vorrichtung zu bauen um die vorderen Füße leicht anzuschrägen.
Viel Spaß und lernt aus meinen Fehlern
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