Bett aus Arbeitsplatten

grisumat

ww-ahorn
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Hallo zusammen,

Nach dem ich nach meiner Studentenzeit zum ersten mal in einer Wohnung wohne in der sich eine kleine Werkstatt einrichten lässt habe ich mich auch meinen ersten "größeren" Projekten zugewand. Da ich mich auf der Suche nach Anleitungen für ein neues Bett hier inspirieren lassen habe möchte ich nun auch mein Fertiges Bett hier Präsentieren.
Man möge mir den ein oder anderen Handwerklichen Fauxpas verzeihen. An der ein oder anderen Stelle musste ich mangels Proffessionellen Werkzeugs und/oder Erfahrung etwas improvisieren.
Gebaut habe ich das Bett aus Birken-Leimholz-Arbeitsplatten. Die gab es im Baumarkt in Akzeptabler Qualität für zusammen (2 Stück) 100 €. Der Rest unseres Schlafzimmers ist auch aus Birken (Furnier/Nachbildung) deshalb hatte ich dunkleres Holz wie Buche ausgeschlossen. Zusammen mit weiterem Holz, Beschlägen und lasur liagen die Materialkosten bei etwa 180 €.
Die Arbeitsplatten habe ich im Baumarkt gleich auf 20 cm breite Streifen zuschneiden lassen. Für die Füße habe ich zwei 40cm lange Stücke dieser Streifen zu einem Winkel verleimt. In die Winkel habe ich Rampa-Muffen zur Befestigung von Kopf- und Fußteil eingeschraubt. In das Kopf- und Fußteil habe ich die Bettbeschläge eingelassen. Mangels Oberfräse habe ich eine heihenbohrung mit einem 15er Forstnerbohrer gemacht und die Überstände mit dem Beitel ausgestemmt. Die Gegenstücke der Bettbeschläge habe ich an die Längsteile angeschraubt ebenso wie die Auflagen für die Lattenroste. Der Mittelbalken wird auch in einen Metallbeschlag eingehängt. Damit die Lattenroste seitlich kein Spiel haben habe ich im Mittelbalken diagonal dübellöcher gebohrt, in die Je nach Breite der lattenroste Dübel gesteckt werden können.
Die Lehne am Kopfende ist ebenfalls mit Rampamuffen Über 2 Holzträger verbunden.
 

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Dusi

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Ich finde, das sieht richtig gut aus. Generell hätte ich vielleicht zwei Dinge anders gemacht (läßt sich immer leicht sagen danach).

1) Das Kopfteil hätte ich ein wenig höher gemacht, das verschwindet fast hinter der Maratze
2) Wo man bei den Ecken auf die Stirnholzseite schaut, ist ein recht großer Spalt. Ich hätte das wohl verleimt und gut verpresst und geschliffen, damit das mehr wie aus "einem" Stück aussieht.

Aber wie schon gesagt, das soll die großartige Leistung nicht schmälern.
 

holz2006

ww-eiche
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Hallo,
schöne Arbeit, vor allem wie du die Verbindungen gemacht hast, das ist schon recht ordentlich.
Einen kleinen Tipp hab ich aber noch. Besorg Dir aus dem Baumarkt paar 19 er Buchenbretter
in entsprechender Länge und schraub die umlaufend, an den Ecken auf Gehrung geschnitten als Abschluss auf das Bettgestell. da siehst Du das Hirnholz der Ecken nicht mehr und es gibt einen sauberen Abschluss (auch fürs Auge). Wenn die Leisten 5 mm breiter sind wie Deine Eckverbindungen ist das ausreichend, auf die Schrauben machst du dann Abdeckkappen aus Kunststoff oder Holz
(Linsenkopf 12 mm).

Weiter so und bleib am Holz
Axel
 

grisumat

ww-ahorn
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Hallo,

Danke für die konstruktiven Kommentare. Das etwas niedrige Kopfteil Ist mir auch schon ins Auge gestochen. Ich hatte als Muster für die Höhe mein altes Bett vermessen. Die Matratzen und Lattenroste im neuen Bett sind auch neu und jeweils ca. 5 cm höher als die alten. Das sind die 10 cm, die das Kopfteil jetzt zu niedrig erscheint.
Das gute ist ja, dass das Kopfteil per M6 schrauben und Rampa-Muffen Montiert ist und leicht demontiert werden kann. Ich müsste also nur die beiden Streben, die das Kopfteil halte durch längere austauschen. Momentan stehen aber erst mal noch die passenden Nachttische auf dem Plan :emoji_wink:
 

hemmi1953

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Mir gefällt das Bett auch sehr gut.

Eine Anmerkung habe ich aber: Meiner Meinung nach sinkt die Matratze nicht tief genug in den Bettkasten ein. Einige wenige Zentimeter mehr würden mir besser gefallen. Die Auflageleisten für die Lattenroste können scheinbar noch niedriger angebracht werden. Vielleicht ist damit auch das Problem des zu wenig sichtbaren Kopfteils gelöst.

Gruß Christof
 

janralf

ww-nussbaum
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hi bin auch grade an der Planung für ein Bett und wollte fragen ob du mal einen Bauplan mit Stückliste zusammen stellen könntest.

Gruß Jan
 

HeldDerLiebe

ww-buche
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Hallo zusammen,

Nach dem ich nach meiner Studentenzeit zum ersten mal in einer Wohnung wohne in der sich eine kleine Werkstatt einrichten lässt habe ich mich auch meinen ersten "größeren" Projekten zugewand. Da ich mich auf der Suche nach Anleitungen für ein neues Bett hier inspirieren lassen habe möchte ich nun auch mein Fertiges Bett hier Präsentieren.
Man möge mir den ein oder anderen Handwerklichen Fauxpas verzeihen. An der ein oder anderen Stelle musste ich mangels Proffessionellen Werkzeugs und/oder Erfahrung etwas improvisieren.
Gebaut habe ich das Bett aus Birken-Leimholz-Arbeitsplatten. Die gab es im Baumarkt in Akzeptabler Qualität für zusammen (2 Stück) 100 €. Der Rest unseres Schlafzimmers ist auch aus Birken (Furnier/Nachbildung) deshalb hatte ich dunkleres Holz wie Buche ausgeschlossen. Zusammen mit weiterem Holz, Beschlägen und lasur liagen die Materialkosten bei etwa 180 €.
Die Arbeitsplatten habe ich im Baumarkt gleich auf 20 cm breite Streifen zuschneiden lassen. Für die Füße habe ich zwei 40cm lange Stücke dieser Streifen zu einem Winkel verleimt. In die Winkel habe ich Rampa-Muffen zur Befestigung von Kopf- und Fußteil eingeschraubt. In das Kopf- und Fußteil habe ich die Bettbeschläge eingelassen. Mangels Oberfräse habe ich eine heihenbohrung mit einem 15er Forstnerbohrer gemacht und die Überstände mit dem Beitel ausgestemmt. Die Gegenstücke der Bettbeschläge habe ich an die Längsteile angeschraubt ebenso wie die Auflagen für die Lattenroste. Der Mittelbalken wird auch in einen Metallbeschlag eingehängt. Damit die Lattenroste seitlich kein Spiel haben habe ich im Mittelbalken diagonal dübellöcher gebohrt, in die Je nach Breite der lattenroste Dübel gesteckt werden können.
Die Lehne am Kopfende ist ebenfalls mit Rampamuffen Über 2 Holzträger verbunden.
Gefällt mir verdammt gut!

Beachtliches Leistung mit der maschinellen Ausstattung, da können sich andere, ich schließe mich hier nicht aus, eine große Scheibe abschneiten.

Manche Forenmitglieder haben Werkzeug und Maschinen für mehr als 10000 Euro, und bauen damit ein Regal, das man in jedem Baumarkt für 20 Euro kaufen kann!
 

grisumat

ww-ahorn
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Inzwischen hab ich auch 2 kleine, passende nachttische fertiggestellt. Die sind wie das Bett selbst auch Birken Arbeitplatte. Für die Stirnseiteseite habe ich (im Gegensatz zum Bett) schmale streifen auch der platte gesägt und länge angeleimt, so dass man das Hirnholz nich sieht.
 

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Hans-Friedrich

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Das Bett ist wirklich gut geworden. Wie siehts denn mit den Langzeiterfahrungen aus?

Für die Stirnseiteseite habe ich (im Gegensatz zum Bett) schmale streifen auch der platte gesägt und länge angeleimt, so dass man das Hirnholz nich sieht.
Ob das auf Dauer funktioniert, wage ich mal zu bezweifeln. Aber das wird die Zeit zeigen.
 

beppob

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holz2006;238111Einen kleinen Tipp hab ich aber noch. Besorg Dir aus dem Baumarkt paar 19 er Buchenbretter in entsprechender Länge und schraub die umlaufend schrieb:
verstehe ich nicht, warum man das Hirnholz nicht sehen sollte :confused: da sieht man wenigstens, daß es massiv ist. allemal schöner als aufgeschraubte leisten :emoji_frowning2:


mit dem verbindungsbeschlag hast du eine Fleißarbeit gemacht. der beschlag wird normal nur in die ecke geschraubt, das stört weder beim Lattenrost, noch bei der Matratze. aber das ist ja kein fehler, wie gesagt, nur Fleißarbeit :emoji_wink:

auch die nachtkästchen sind schön geworden. der schubladendoppel ist etwas stark, aber vermutlich hast du keine Hobelmaschine. die leiste auf das Hirnholz geleimt ist ein grober fehler, erstens stört es optisch einen Fachmann sofort und im schlimmsten fall kann dir die platte reißen, weil du dem holz die Möglichkeit zum arbeiten nimmst. wird bei der größe jetzt nicht passieren, aber ist eben fachlich nicht korrekt.

aber alles in allem sehr schön.

gruß aus dem oberallgäu,
beppo
 

grisumat

ww-ahorn
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mit dem verbindungsbeschlag hast du eine Fleißarbeit gemacht. der beschlag wird normal nur in die ecke geschraubt, das stört weder beim Lattenrost, noch bei der Matratze. aber das ist ja kein fehler, wie gesagt, nur Fleißarbeit :emoji_wink:

beppo
Als Woodworker-Neuling geht es mir auch immer darum ein bisschen auszuloten, was ich handwerklich kann, wie weit ich mit meinen Möglichkeiten komme und einfach auch Erfahrung zu sammeln. Dafür bietet sich die ein oder andere Fleißarbeit ja gerade zu an :emoji_wink:
 
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