Bekommt man Multiplexplatten an 4 Seiten splitterfrei zugesägt?

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Unregistriert, 19. August 2009.

  1. Unregistriert

    Unregistriert Gäste

    Hallo,
    ich möchte gerne Küchenschranktüren aus Birke Multiplex, 15 bis 20 mm stark, zusägen. An den Seitenwänden der Schränke sind die gegen die Faserrichtung verlaufenden Kanten fast immer ausgefranst, was durch entsprechende Platzierung der Platten nicht weiter auffällt. Bei den Türen und Schubladenfronten lässt sich aber kein Edelpfusch mehr betreiben.

    Gibt es einen Trick, vier saubere Sägeschnitte zu erhalten? Hängt es von der Art der Säge ab? Würde ein Zusägen im Baumarkt zu besseren Ergebnissen führen?

    Zusatzfrage: Warum gibt es im Duden das Wort "zusägen" nicht? Es wird immer als falsch angestrichen, aber was soll man denn sonst schreiben?
     
  2. saw

    saw ww-buche

    Beiträge:
    298
    Versuch mal zuschneiden statt zusägen....
    Womit schneidest du die Platten denn?
     
  3. el_largo

    el_largo ww-birnbaum

    Beiträge:
    230
    Hallo!

    Zuschnitte im Baumarkt sind sicher besser als ausgefranste selbergemachte...
    Kostet ja auch nix und ist schnell passiert, wenn man mal einen Mitarbeiter für sich rekrutieren konnte... :emoji_open_mouth:

    Wieviele Schnitte musst Du denn machen bzw. um wieviele Türen gehts es? Kommt der Einsatze eine japanischen Säge in Frage?

    PS zuschneiden kommt von Zuschnitt :emoji_wink:
     
  4. Neumayr Robert

    Neumayr Robert ww-eiche

    Beiträge:
    347
    Das beste ist eine Plattensäge oder Tischkreissäge mit Vorritzsägeblatt.
    Du kannst bei einer normalen Tischkreissäge (ich gehe aus du hast eine?) den Ausriss vermindern, wenn du auf die Rückseite des Schnittes Klebeband klebst. Ein sehr gutes Ergebnis gelingt dir wenn du auf der Unterseite eine z.b. 3er MDF Platte mitschneidest.
     
  5. Raumteil

    Raumteil ww-birnbaum

    Beiträge:
    245
    Hallo,

    grundsätzlich ist natürlich eine gute Säge mit gutem Sägeblatt von Vorteil. Zusätzlich z.B. bei HKS so sägen, dass die Sichtseite unten ist, da dort weniger Ausrisse sind.

    Ausserdem kannst Du die Schnittstelle vorher mit Klebeband abkleben oder auch Zulagen - z.B. dünne Sperrholzplatten - drüberlegen/festklemmen.

    Grüße,
    Markus

    PS: Warum kommt Zulage nicht von drauflegen und heißt Drauflage? :rolleyes:
     
  6. 1981_Holzwurm

    1981_Holzwurm ww-kirsche

    Beiträge:
    155
    Hallo,
    am entscheidensten ist hierbei das Sägeblatt und auch die Säge selbst.
    Bei einer Tischkreissäge ist es auch schon hilfreich, das Sägeblatt etwas runterzudrehen um auch unten eine bessere Schnittgüte zu erhalten.
    Bei einer Handkreissäge ist dies halt nur auf den Kopf gestellt.

    Ich bin der Meinung, wenn du ein gutes Sägeblatt hast, kannst du dir das Klebeband und die Platten sparen, da die Kanten vermutlich ja auch mindestens gebrochen oder abgerundet werden.

    Wäre halt auch mal interessant, mit welcher Säge und mit welchem Sägeblatt du arbeitest.

    MfG
    1981_Holzwurm
     
  7. Unregistriert

    Unregistriert Gäste

    ergänzende Hinweise

    Hallo,
    vielen Dank schon einmal für eure tips.
    Hier noch einmal ein paar ergänzende Hinweise:

    Es sollen vier Türen und etwa 20 unterschiedliche Schubladenfronten gesägt werden.

    Geschnitten wird mit einer Tischkreissäge. Das Vidia- Blatt hat 60 Zähne und einen gepeilten Durchmesser von etwa 235 mm bei einem Bohrloch-Durchmesser von 23 mm.

    Ich wünsche euch einen sonnigen Donnerstag
     
  8. klotzkopf

    klotzkopf ww-ulme

    Beiträge:
    173
    probier mal mit unterschiedichen Blatthöhen
    Und das Blatt muss rattenscharf sein .

    vG
    Helmut
     
  9. raziausdud

    raziausdud ww-robinie

    Beiträge:
    1.727
    Hallo,
    Erst einmal die wichtigste Voraussetzung:
    Und dann versuchs zusätzlich mal mit Vorritzen. Dazu die Schnitthöhe auf 1-2mm einstellen und das Material entgegen der üblichen Vorschubrichtung über das Sägeblatt schieben. Ein Stück Papier zwischen Schnittgut und Längsanschlag sorgt zusätzlich dafür, dass der Ritzschnitt um Bruchteile eines Millimeters weiter "innen" liegt, so dass der folgende "normale" Trennschnitt dort nichts mehr ausreißen kann.

    Ob das Ritzen oder der Trennschnitt mit dem Papier ausgeführt wird, ist mir im Moment theoretisch selbst nicht klar. Die Idee mit dem Papier ist mir gerade erst eben beim Schreiben gekommen, als ich mich erinnerte, dass prof. Vorritzen um "eine Kleinigkeit" neben dem Hauptschnitt liegt. Ich hoffe, meine Idee ist praktikabel ...(?)

    Eventuell kannst Du es - wie oben wohl auch schon angeregt - mal mit Vorschneiden der gefährdeten Seite mit einem scharfen Messer probieren.

    Und immer gibt es natürlich folgende Lösung: zum Fachmann gehen ...

    ... schreibt Amateur Rainer. Viele Grüße.
     
  10. raftinthomas

    raftinthomas ww-robinie

    Beiträge:
    3.810
    also für mpx reicht ein scharfes wechselzahnblatt mit richtiger vorschubgeschwindigkeit, drehzahl und sauberer führung. da muss man sich nicht verrenken wie bei einer kunststoffbeschichteten platte, mit hohlzahn und vorritzer.
     
  11. derdad

    derdad Moderator

    Beiträge:
    3.529
    :emoji_wink:

    gerhard
     
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