Bauanleitung für Bandschleifmaschine

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Benjii, 4. Mai 2013.

  1. Benjii

    Benjii ww-kastanie

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    Grüße,
    bin derzeit im Begriff mir eine stationäre Bandschleifmaschine zu bauen, da eine gute gekaufte für mich finanziell nicht machbar ist.
    Auf der Suche nach einer brauchbaren Anleitung bin ich leider nur teilweise fündig geworden, sprich ich finde etliche "Belt Sander", bei denen das Schleifband jedoch vertikal angetrieben wird und die nutzbare Fläche des Anschlags nur sehr gering ist. Ich jedoch möchte eine horizontal laufende (wie sie in jeder guten Schreinerei vorhanden ist) bauen. Nun habe ich mich mal an Google Sketchup gewagt und mich an ein System rangetastet, das ich - wie ich glaube - mal irgendwann in der Vergangenheit schon gesehen habe. Als Grundkosntruktion kommt für so eine mittelwchwere Maschine eiegntlich nur Multiplex in Frage (bitte lasst euch von den Farben und Maßen, die ich in der Zeichnun verwendet habe, nicht irritieren. Es ist eben nur ein Gedankengang, den ich als CAD-Noob verbildlichen wollte).
    Die beiden Walzen sollen auch auch Multiplex gefertit werden. Diese werden jeweils auf 20er Wellen mittels Stellringen befestigt. Eine Keilriemenscheibe auf Motorwelle und eine auf Walzenwelle sorgen für den Antrieb. Auf der anderen Seite wird es dann spannend. Walze und Welle wie gehabt, nur diesmal mit Stehkugellagern an eine quer zum Auflagetisch befestigte Platte montiert. Nun kommt der interessante Teil: Der Mechanismus zum Spannen und Entspannen des Schleifbandes. Ich wollte eine möglichst dicke Gewindestange verwenden, die mit Hilfe von 3 Muttern, die Walze in Position hält.
    Also, was denkt ihr von dieser Variante. Wird das klappen? Wo seht ihr Probleme bzw. Verbesserungsvorschläge? Ich bin für jegliche Anregungen sehr dankbar!!
     

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  2. mcearth

    mcearth ww-kastanie

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    Hallo,

    im amerikanischen ShopNotes-Magazin, Ausgabe 72, gibt es eine Bauanleitung für einen Bandschleifer, der über eine Standbohrmaschine angetrieben wird.

    Für die Spannung des Schleifbandes wird ein Keil verwendet, der mittels einer Gewindestange in einer Führung nach unten auf die Grundplatte gedrückt wird. Hierdurch bewegt sich die nicht angetriebene Rolle nach außen und spannt somit das Schleifband.

    Unter Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar. kannst Du auf der linken Seite ein kleines Bild mit dem gesamten Aufbau erkennen. Die Sternmutter nahe dem Bohrfutter dient der Bandspannung, während die Sternmutter im Vordergrund für die senkrechte Ausrichtung der nicht angetriebenen Rolle zuständig ist.

    Viele Grüße

    Sascha
     
  3. Markus2000

    Markus2000 ww-esche

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    Meinst du wärst mit einer Gebrauchten Maschine nicht besser bedient, ich finde es ja toll wenn jemand sich die Arbeit machen will solch eine Maschine zu bauen, bedenke das Du dafür Motor, Schalter, Kabel, Multiplex, Riemenscheiben, Metallteile usw. brauchst.
    Zum Schluß soll ja ein gutes Ergebniss vorhanden sein.

    Ich meine ab 400 € bekommt man da schon was.
    zb.
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    wobei der Preis beim letzten Link bestimmt einen Tippfehler hat denke ehrer 490 €

    Für den Bau würde ich den Auflagetisch höhenverstellbar machen, des weitern ist noch auf die richtige Bandgeschwindigkeit zu achten, eine vernüftige Bandjustierung sowie ein kräftiger Motor ab 1,5 kw besser 400 V.

    gruß
     
  4. Benjii

    Benjii ww-kastanie

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    Der Eigenbau hat natürlich einen besonderen Reiz für mich, was auch der Hauptgrund der ganzen Angelegenheit ist. Desweiteren habe ich mal alle benötigten Teile grob zusamengerechnet:
    Multiplex größtenteils vorhanden, 2x20mm Welle (20€), Stellringe und Stehlager (15€), Riemenscheiben (20€), Motor gebraucht (ca. 20-40€), Schalter und Kabel sind auch noch vorhanden. Würde also definitiv unter 100€ fahren, was mir recht erschwinglich scheint.
    Die große Herausforderung wird es sein, die Vibrationen durch den Motor relativ gering zu halten und das Schleifband auf den Walzen zu halten, ohne dass es sich in vertikaler Richtung bewegen kann(das was Markus mit Bandjustieung meint). Ich denke, diese Problematik werde ich aber erst erkennen/lösen können, sobald die Konstruktion steht. Ich werde nächste Woche beginnen die Ringe für die Walze auszusägen und auf der Welle zu befestigen. Ich werde euch mit Fotos auf dem laufenden halten und bin weiterhin für jegliche Hilfestellung offen...
    Schönes WE noch :emoji_wink:
     
  5. Basic2004

    Basic2004 ww-robinie

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    Hallo Benjii,
    ich habe mir das Bild vom Bandschleifer angesehen, da ist auch eine Bandjustierung zu erkennen.
    Auf der linken Seite vor der Säule der Standbohrmaschine ist das Holz der Walzenaufnahme unterbrochen und senkrecht ein Stück Holz mit einer Flügelschraube befestigt. Du müsstest das untere Lager der Walze drehbar befestigen und das obere Lager verschiebbar so das Du mit der Flügelschraube den Winkel der Walze verändern kannst.
    Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt.
     
  6. Markus2000

    Markus2000 ww-esche

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    Na klar verstehe ich schon das Du es gerne selber bauen möchtest.
    Ist ja auch immer ein gewisser reiz dabei:emoji_slight_smile:

    - Also Bandgeschwindigkeit würde ich von 16 - 20 ms/ Sec. wählen.
    - Schleifbänder würde ich das Maß 1500 x 150 mm nehmen.
    - Vergesse nicht die Grafitunterlage für das Schleifband.
    - Motor würde ich einen mit 2840 u/min wählen.
    - Bei der Bandspannung würde ich mit zwei Druckfedern arbeiten.

    Gruß
     
  7. Gast aus Belgien

    Gast aus Belgien ww-robinie

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    Benjii, ich würde mich an das Vorbild von "echten" Kantenschleifmaschinen halten. Deine Spannvorrichtung wird so nicht funktionieren. Die Rolle wäre nie echt vertikal und das Schleifband würde immer von der Rolle ablaufen. Auch sollte das Schleifband nicht starr gespannt werden, die Spannvorrichtung sollte eigentlich federgelagert sein.

    Ich habe Dir hier mal die Ersatzteilzeichnung der Scheppach KSM2000 angehängt.
    Wenn Du dir die nicht angetriebene Rolle und deren Befestigung anschaust, wird Dir zu allererst auffallen dass die Spannvorrichtung mittig zur Rolle angebracht ist und federunterstützt ist. Dadurch werden Längenschwankungen des Schleifbandes aufgefangen, als auch Vibrationen.
    Wenn Du Dir diesen Ausschnitt vergrösserst, dann kannst Du erkennen dass die Teile 4 & 5 dazu dienen die Rolle vertikal auszurichten, eigentlich die Bandjustierung.
     

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  8. g0dil

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    Vielleicht ne doofe Idee aber wenn ich den Platz hätte würde ich wenn ich das machen wollte darüber nachdenken die Spannung über eine dritte Rolle zu machen. Das Band läuft dann sozusagen in einem flachen Dreieck. Ich würde es mir deutlich einfacher vorstellen das ganze sauber zu justieren wenn die beiden vorderen Rollen starr montiert sind.
     
  9. Basic2004

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    Bild einer Spannvorrichtung.
     

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  10. magmog

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    guude,

    ein bischen Lesestoff:

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  11. Benjii

    Benjii ww-kastanie

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    Tausend Dank für die vielen Tipps und Anregungen.
    Habe meine Zeichung eben mal ein bisschen abgeändert dahingehend, die Stehlager und Spannvorrichtung auf der Oberseite des Tisches zu realisieren, so wie es Harald und Basic2004 auch schon beschrieben hatten. Denkt ihr es wäre sinnvoll sogar 2 Stangen mit Druckfedern zu verwenden ?

    Markus, wofür ist die Graphitunterlage denn wichtig?

    Grüße Benji
     

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  12. Gast aus Belgien

    Gast aus Belgien ww-robinie

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    Benjii, ich würde es bei der mittigen Stange belassen, anders kann zum Beispiel die Justierung nicht mehr funktionieren und wenn eine der Federn mehr oder weniger Kraft bringt läuft die Rolle wieder schief.

    Die Graphitunterlage soll dienen um zu vorkommen dass sich Dein Schleifband an der Rückseite in die Platte schleift und auch dass sich das Schleifband nicht am Holz zerfleddert.

    Ich würde mir aber eher ein Blech nehmen, Graphit ist natürlich auch ein Schmiermittel, der Abtrag auf die Rückseite des Schleifbandes kann sich dann auch auf der Antriebsrolle absetzen und dann würde irgendwann nicht mehr genug Reibungskraft vorhanden sein um Dein Schleifband noch anzutreiben.
     
  13. Benjii

    Benjii ww-kastanie

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    Meinst du so etwas? Verstehe hierbei aber nicht ganz, wie das Blech an der Rolle befestigt ist; wofür die Schraube?
    Ein weiterer Gedanke hierbei wäre, dass man wegen der Fuge und der kleinen "Stufe" die Rolle an sich nicht als Schleifapparat verwenden kann (um zB Rundungen zu schleifen), da man jedesmal wenn die "Fuge" an das Werkstück kommt es zu einem Stoß (mehr oder wenig heftig wie ich mir vorstelle) führt. Sehe ich das richtig?
     
  14. JeanClaude

    JeanClaude ww-kastanie

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    Mein Tipp:

    überleg dir erstmal welche Grundfunktionen (immer Nomen+Verb) die Maschine erfüllen muss.
    zb:
    Band halten
    Band spannen
    Werkstück abstützen
    Band führen
    ....

    für jedes dieser Teilfunktionen suchst du dann nach mindestens drei Lösungen (1x das beste was du dir vostellen kannst, 1x made in china, 1x Standard). Dabei darst und solltest du spinnen und vollkommen lösungsneutral Denken. Alles ist erlaubt!

    Dann packst du all diese Ideen in eine Tabelle (auch morphologischer Kasten genannt) und bewertest jede (Preis, Umsetzbarkeit mit deinen Arbeitsmitteln usw.):

    [​IMG]

    Durch eine Kombination der Teillösungen kommst du dann zu einer Gesamtlösung. Die besten Teillösungen ergeben nicht immer die beste Gesamtlösung.

    ... und dann erst machst du die erste Zeichnung.
     
  15. Gast aus Belgien

    Gast aus Belgien ww-robinie

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    Benjii, Teil 4 & 5 sind eine Art Exzenter, damit kann die Rolle/Achse geneigt werden. Dieses Teil befindet sich nur an einer Seite der "Laufrolle". Der Halter hat an einer Seite ein Langloch für die Achse, mit der Justierung kann man die Achse in diesem Langloch verschieben und fixieren.
    Durch die Verschiebung ändert sich die Neigung der Laufrolle, nehmen wir perfekt vertikal als 0, eine Neigung nach Aussen als +1 und eine Neigung nach Innen als -1.
    Bei 0 isind die Abstände zwischen den Unterkanten und Oberkanten der beiden Rollen gleich lang, die Rollen stehen parallel.
    Bei +1 ist der Abstand der Oberkanten grösser als der Abstand der Unterkanten und bei -1 ist dieser Abstand an den Oberkanten kleiner.
    Durch diese Neigung zu veränderen stelltst Du den Punkt ein wo Dein Schleifband nicht auf den Rollen wandert.

    Einem Einsatz Deiner Rollen als Schleifrolle stehe ich auch skeptisch gegenüber.


    Das mit dem Blech anstatt dem Graphit bezieht sich nicht auf die Rollen sondern auf den Schleifbereich, die vertikale Platte über die das Schleifband läuft und dann durch Dein Werkstück gegen gedrückt wird.
    Du willst ja eine ebene Schleiffläche und würdest Du diese Platte nicht gegen die Rückseite des Schleifbandes schützen, dann würde sich das Schleifband recht schnelle in diese Platte einschleifen und es wäre unmöglich noch gerade Kanten schleifen zu können.

    Ich weiss, es mag ein bisschen konfus klingen und ich es Dir lieber an Hand einer Skizze erklären, aber ich mal wieder unterwegs :emoji_slight_smile:
     
  16. Basic2004

    Basic2004 ww-robinie

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    Hallo benjii,
    Das ist der Punkt Bandjustierung der glaub ich nicht so richtig erkannt wurde , es geht nicht um die Bandspannung.
    IRS Belgium hat es erkannt.
    Der Halter hat an einer Seite ein Langloch für die Achse, mit der Justierung kann man die Achse in diesem Langloch verschieben und fixieren.

    wie IRS Belgium beschrieben hat wird das Schleifband von der Walze wandern.

    Auf dem Bild oben die Rändelschraube mit der Feder
     

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