Astlöcher schwarz stopfen

Geru

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Hallo Zusammen

Ich bastle z.Z ein Esstisch aus europ. Nussbaum und möchte einige Astlöcher schwarz stopfen und zwar so, dass die Löcher zu sind aber man trotzdem erkennt, dass dort mal "echte" Astlöcher waren. :emoji_slight_smile:
Irgendwo habe ich mal so ein Tisch gesehen und in schwarz fand ich Oberfläche sehr schön. Leider finde ich die Seite nicht mehr! :
Einige Beispiele, die mit Zinn ausgegossen wurden, habe ich gefunden aber eben, ich möchte nicht Zinn verwenden sondern irgendwas in schwarz.

Was würdet Ihr nehmen?
Könnte Wachskitt funktionieren? Ist aber vermutlich eher für kleinere Reparaturen gedacht, würde ich mal behaupten!
Noch was: Soll ich vorher die Löcher behandeln und nachträglich ölen oder umgekehrt?

Danke und Gruss

Geru

P.S. wie ich es ursprünglich machen wollte:
1. Mit Holzkitt (Farbe egal) die Löcher fast bis am Rand zustopfen und anschliessend mit Wachskitt behandeln.
Bin mir aber nicht sicher ob es funktionieren kann.
 

benben

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Hallo Geru!

Da gibt es mehrere Möglichkeiten.

Zum einen gibt es Sikka-Flex, das st von der konsistenz ähnlich Acry/Silikon. Nachteil herbei ist das es weich bleibt, das verleitet zum "rumpulen".
Vorteil ist das man aufgrund des "weichbleibens" auch erlativ grosse Spalten füllen kann.

Das von dir angesprochene Hartwachs(muss man erhitzen) ist halt sehr aufwändig zu verarbeiten, gerade auch bei grösseren Stellen. Teuer wird es auch bei entsprechendem Verbrauch:emoji_wink:.

Noch eine Variante sind schwarze 2K-Spachtel, z.B. Rex-Lith von König, da gibt es aber verscheden Anbieter. Wirklich Unterschiede konnte ich nicht feststellen.

Für alle 3 gilt: Ränder etwas entschärfen, da irgendwann zwangsläufig leichte Versätze entstehen. Alles ordentlich säubern! Bei grossen Stellen am besten Holzkeile einleimen, damit man möglichst wenig Masse einfüllt. Alternativ kann man auch von unten mit der Oberfräse oder Forstnerbohrern die Platte aushölen und wieder ein Stück einleimen.

Noch eine Variante wäre Epoxy einzufärben, der Versuch hat aber seit über einem Jahr noch ncht stattgefunden, Material ist zwar schon da.....
Also wenn du noch 2-3Jahre wartest kann ch dir zum Epoxy auch noch was sagen! Aber vielleicht findet sich da ja jmd. anders.

Vielleicht hast du den Tisch ja bei uns auf der Seite gefunden:emoji_wink:.

Wenn noch fragen sind meld dich ruhig...

Gruss
Ben
 

Geru

ww-buche
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Hallo Geru!

Da gibt es mehrere Möglichkeiten.

Zum einen gibt es Sikka-Flex, das st von der konsistenz ähnlich Acry/Silikon. Nachteil herbei ist das es weich bleibt, das verleitet zum "rumpulen".
Vorteil ist das man aufgrund des "weichbleibens" auch erlativ grosse Spalten füllen kann.

Das von dir angesprochene Hartwachs(muss man erhitzen) ist halt sehr aufwändig zu verarbeiten, gerade auch bei grösseren Stellen. Teuer wird es auch bei entsprechendem Verbrauch:emoji_wink:.

Noch eine Variante sind schwarze 2K-Spachtel, z.B. Rex-Lith von König, da gibt es aber verscheden Anbieter. Wirklich Unterschiede konnte ich nicht feststellen.

Für alle 3 gilt: Ränder etwas entschärfen, da irgendwann zwangsläufig leichte Versätze entstehen. Alles ordentlich säubern! Bei grossen Stellen am besten Holzkeile einleimen, damit man möglichst wenig Masse einfüllt. Alternativ kann man auch von unten mit der Oberfräse oder Forstnerbohrern die Platte aushölen und wieder ein Stück einleimen.

Noch eine Variante wäre Epoxy einzufärben, der Versuch hat aber seit über einem Jahr noch ncht stattgefunden, Material ist zwar schon da.....
Also wenn du noch 2-3Jahre wartest kann ch dir zum Epoxy auch noch was sagen! Aber vielleicht findet sich da ja jmd. anders.

Vielleicht hast du den Tisch ja bei uns auf der Seite gefunden:emoji_wink:.

Wenn noch fragen sind meld dich ruhig...

Gruss
Ben


ja genau!! Und jetzt weiss ich auch wieder wo ich mal Eichenbalken gesehen habe!
Ich brauche nämlich bald welche! :emoji_slight_smile:

Danke für die sehr hilfreiche Tipps!
 

Hamburger Jung

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Ich habe vor Weinachten etwas mit schwarz eingefärbten Epoxi gemacht, und kann das nur empfehlen. Geht sauber einfach und schnell.

Ich versuche mal ein Bild anzuhängen. Die wellenförmige Linie ist angfast wooden und dann mit Epoxi verfüllt.
 

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Geru

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Ich habe vor Weinachten etwas mit schwarz eingefärbten Epoxi gemacht, und kann das nur empfehlen. Geht sauber einfach und schnell.

Ich versuche mal ein Bild anzuhängen. Die wellenförmige Linie ist angfast wooden und dann mit Epoxi verfüllt.

Sieht schön aus und genau sowas möchte ich eben erreichen.
Kannst Du mir bitte noch sagen wie Du Epoxi eingefärbt hast?
 

Neige

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Wenn ihr erlaubt, eine Frage zu Epoxi. Gewünscht ist eine Küchenarbeitsplatte in Ahorn, die aber doch so eine Art Zebra-Muster haben soll. Nun war meine Überlegung, dunkle Furnierstreifen einzuleimen bis ich jetzt das Bild von @Hamburger Jung gesehen habe. Meint ihr, das ließe sich auch mit Epoxi verwirklichen? Quasi mit Oberfräse dezente Nuten einfräsen und mit gefärbtem Epoxi füllen, anschl. mit Lack versiegeln. Absurde Idee oder doch denkbar?
 

Fiamingu

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Hallo Sigi,
machbar ist das sicherlich. Ich würde die Platte
etwas länger lassen aber das Muster nicht voll-
ständig durchfräsen. Somit kannst du deine
Streifen dunkel ausgiessen, beischleifen und
deine Platte nachher auf Mass schneiden.
 

Hamburger Jung

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Hallo Neige,
das sollte gut funktionieren. Ist alles recht einfach zu handhaben. Allerdings must Du die Mischung mit einer Feinwaage recht genau machen. Deshalb habe ich mir das Epoxi extra im Netz bei einem Händler bestellt, der auf so etwas spezialisiert ist.
Sonst habe ich immer nur Epoxi von Remmers benutzt z.B. Zum vernadeln von Estrichrissen. Bei dem Epoxi von Remmers war es aber immer ein Doppelgebinde zum Durchstechen. Das ließ sich schlecht auseinandernehmen und war dann auch ohne Angabe des Mischungsverhältnisses.
Bei der oben angezeigten Tischplatte ist das allerdings nicht eingefräst, sondern die einzelnen Bretter sind in der Wellenform stumpf verleimt. Ich habe lediglich eine Fase an der Oberseite der Bretter angefräst. Ich wollte es viermeiden, das zwischen den Unterbrechungen durch das Epoxi, die Struktur wieder weiter geht
 

Neige

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Danke Mark für deinen Hinweis. Mir fehlt die Erfahrung mit Epoxi, kam Aufgrund von @Hamburger Jung erst auf den Gedanken. Ich versuch mir das bildlich vorzustellen.

Wenn ich nun von einer keilgezinkten Platte ausgehe, mit der OF und V-Nutfräser -sagen wir mal freischnauze- einfräse, sieht das dann gekünstelt aus? Wenn ich das so mache, was wäre eine empfehlenswerte Nuttiefe/breite? Wäre es störend, wenn durch die Epoxi"Füllung" die Maserung unterbrochen wird?
Ihr bringt einen aber auch auf Ideen he... :emoji_slight_smile:
 

Geru

ww-buche
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Hallo Neige,
das sollte gut funktionieren. Ist alles recht einfach zu handhaben. Allerdings must Du die Mischung mit einer Feinwaage recht genau machen. Deshalb habe ich mir das Epoxi extra im Netz bei einem Händler bestellt, der auf so etwas spezialisiert ist.
Sonst habe ich immer nur Epoxi von Remmers benutzt z.B. Zum vernadeln von Estrichrissen. Bei dem Epoxi von Remmers war es aber immer ein Doppelgebinde zum Durchstechen. Das ließ sich schlecht auseinandernehmen und war dann auch ohne Angabe des Mischungsverhältnisses.
Bei der oben angezeigten Tischplatte ist das allerdings nicht eingefräst, sondern die einzelnen Bretter sind in der Wellenform stumpf verleimt. Ich habe lediglich eine Fase an der Oberseite der Bretter angefräst. Ich wollte es viermeiden, das zwischen den Unterbrechungen durch das Epoxi, die Struktur wieder weiter geht

Hast Du evtl die Adresse wo Du bestellt hast? I

Gruss
Geru
 

Neige

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Dann werd ich mich mal vorerst an einem Testbrett versuchen. So ein Muster dann zur Hand zu haben kann ja nicht schaden. Dank euch. :emoji_slight_smile:
 

Wolfgang EG

ww-birnbaum
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Wenn Du einmal mit Epoxy gearbeitet hast wirst Du noch ganz viele Anwendungsgebiete erschließen. Ich arbeite schon einige Jahre mit Epoxy (Bootsreparaturen/-bau) und beziehe mein Harz/Härter HIER. Da kann man auch die passenden Farbpasten beziehen (und viel anderes Material). Wichtig: genaues Dosieren und gutes Mischen. Übrigens: Ich nehme Epoxy auch zum Verkleben von Bootsbausperrholz und anderen Hölzern.

Wolfgang
 

cfschmidt

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Halo Geru,

Ich nehme für kleinere bis mittlere Verfüllungen meistens Epoxy, das ich mit Schleifstaub von einem entsprechenden Holz etwa 1:1 (Volumen) mische. Es wird sowieso dunkler als die normale Holzfarbe mit dem Epoxy, aber man kann natürlich auch dunkles Holz nehmen, Ebenholz wäre zB schwarz, hat man aber normal nicht so oft. Für Epoxy nehme ich immer West System 105. Das benutzen die Bootsbauer, geht auch super zum Möbelbauen, wenn man beim Verleimen von komplexen Verbindungen lange Topfzeit braucht.
Gruß
Christoph
 

tirogast_2018

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... beziehe mein Harz/Härter HIER. Da kann man auch die passenden Farbpasten beziehen (und viel anderes Material)

Wolfgang
Hallo Wolfgang,
Welches Harz bzw welchen Härter verwendest du denn dazu?
Wenn ich mir z.B. das Epoxy 300 und Härter 3040 anschau, dann hat man ja eine Aushärtezeit von 24-36 Stunden:eek:
Ich hatte mal ein Epoxyharz von einem Prothesenbauer, das härtete schneller aus, weiß aber nicht mehr welches Produkt das war.
Danke!
Hannes
 

Wolfgang EG

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Hannes, ich nehme 300/3018 für Laminierarbeiten. Die Verarbeitungszeit von 18-20 min ist für mich maßgabend und dass es ab 5 Grad verwendet werden kann. Die Aushärtezeit von 8-10 Stunden ist für mich i.O., damit kann ich leben.

Im Internet findet man natürlich Unmengen an verschiedensten Epoxyvarianten für unterschiedliche Anwendungsgebiete. Allerdings haben die Artikel von Behnke einen moderaten Preis bei sehr guter Qualität, was bei der Menge, die ich verarbeite, nicht unwichtig ist.

Wolfgang
 

WinfriedM

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Schnellhärtende Systeme sind nicht geeignet für dauerhafte Verbindungen oder Füllspachtelungen. Wenn es bei Epoxy schnell gehen soll, dann kann man das mit Wärme stark beschleunigen. Bei 40-50 Grad wird es typisch nach 1 Stunde hart sein.
 

Geru

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sodele... habe nun Epoxydhard L (von PoxySystems) gekauft inkl. schwarze Farbpaste und ein Pulver um alles etwas dickflüssiger zu machen.

Eine Zusatzfrage hätte ich noch:
ein Astloch ist genau am Rand, so dass ich vermutlich Probleme haben werde und die Flüssigkeit wird auslaufen. :emoji_frowning2:
Haftet Epoxy auf z.B. Klebstreifen oder Paketklebebänder? Meine Idee ist nämlich ein Stück Holz oder Metall mit Klebeband zu schützen und an die Tischkante festklemmen. Das Holz/Metall
darf natürlich nicht an die Tischplatte kleben!
Könnte so funktionieren? Oder soll ich das Stück Holz zusätzlich mit z.b. WD-40 einschmieren?


Gruss und Danke

Geru
 

pasch

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Hallo Geru,
die Idee mit dem Paketklebeband funktioniert. Das Astloch sollte gut entfettet, und aufgeraut werden.In solchen Fällen decke ich auch von oben genauso ab. So lässt sich die Kante schon etwas modellieren und die Nacharbeit reduziert sich. MeinTipp: Viel Füllstoff verwenden.
viel Erfolg
günther
 

Geru

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Hallo Geru,
die Idee mit dem Paketklebeband funktioniert. Das Astloch sollte gut entfettet, und aufgeraut werden.In solchen Fällen decke ich auch von oben genauso ab. So lässt sich die Kante schon etwas modellieren und die Nacharbeit reduziert sich. MeinTipp: Viel Füllstoff verwenden.
viel Erfolg
günther

Danke! Habe es vorhin probiert und es scheint tatsächlich zu funktionieren. :emoji_slight_smile:

Einzig das Verhältnis 100:40 einzuhalten war ziemlich schwierig! Habe aus Versehen zu viel Härter reingeschüttet und musste noch Harz dazugeben.
Zum Glück hatte ich die Mischtabelle zur Hand, sonst wäre es noch schwieriger gewesen das Verhältnis unter Zeitdruck zu berechnen. Aber trotzdem bin ich mir nicht sicher
ob ich tatsächlich das Verhältnis 100% eingehalten habe. Blöd! :mad:
Jetzt nach gut 45 Minuten ist immer noch ziemlich flüssig...... naja... sollte es nicht klappen, habe ich zum Glück immer noch eine Seite ohne Löcher, welche leider nicht so schön ist aber zur Not sicher brauchbar.

An alle DANKE für die Unterstützung.

Geru
 
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