Arbeitsplatte - Buche (Werkbank)

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von K281, 18. Oktober 2008.

  1. K281

    K281 ww-eiche

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    Ich baue mir grade eine WErkbank für mein Hobbyraum...Als Arbeitsplatte will ich etwas Stabiles aus Buche. Habe bei uns in der Umgebung nur in einem Baumarkt eine gefudnen die von den Maßen und von der Aufmachung her zu meiner Bank passen würde leider kostet die Platte (1500x800x27) stolze 89€ ist des nicht ein wenig viel? Wo bekomme ich sowas evtl. billiger? Ich denke mal beim Tischler werde ich sicherlich noch mehr bezahlen oder? Dieselbe Platte gibs auch aus Fichtenholz für 49€ aber ich denke mal das ist weniger gut geeignet?

    Da ich eher ausm Bereich Metall komme habe ich von Holz nicht so viel Plan..muss ich die Arbeitsplatte dann noch irgendwie behandeln mit Öl oder was man hier immer so ließt oder kann sie so bleiben wie sie ist? Mein Keller is zwar nicht direkt feucht aber super trocken halt auch nicht. :emoji_wink:
     
  2. carsten

    carsten Moderator Mitarbeiter

    Hallo

    der Preis geht in Ordnung wenn die Qualität stimmt.
    Fragen kostet beim Schreiner übrigens nix.
    Je nach dem was an bzw auf der Werkbank gemacht werden soll wären mir 27 mm zu dünn.
    ne 38 mm Multiplexplatte bietet alternativ auch ne gute Grundlage.
    Ölen würde ich beide Varianten und zwar auch die Unterseite.
    Über das Thema Arbeitsplatten/ Werkbänke Ölen wurde hier schon öfter geschrieben. Einfach mal die Forumssuche nutzen.
     
  3. K281

    K281 ww-eiche

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    ja woran erkenn ich als Metaller denn Ob die Qualität von dem Holz stimmt?

    und 27mm ist schon das dickste was es gab..man könnte natürlich alternativ zwei Platten kaufen und verleimen oder verschrauben aber dann isses halt doppelt so teuer..na evlt. ziehe ich unten noch ein 5mm Stahlblech in denselben Maßen ein, dann solltes stabil genug sein.

    weswegen das ölen? und welches Öl empfiehlt sich da?
     
  4. carsten

    carsten Moderator Mitarbeiter

    Hallo

    Aufdoppeln würde ich auch nicht, dann lieber ne solide Unterkonstruktion schaffen.
    Öl schützt als erstes mal die Oberfläche. Es ist relativ unkompilziert in der Verarbeitung. Ausbesserungen und Aufarbeiten der Oberfläche ist einfacher.
    Die Hobelbänke der Schreiner werden traditionell auch geölt.
    Meist wird Leinöl/ Leinölfirnis genommen.
    Reichlich Lesestoffe dazu via Suchefunktion hier im Forum.
     
  5. K281

    K281 ww-eiche

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    Interessehalber: warum kein aufdoppeln?

    Die Unterkonstruktion ist stabil, habe ich aus massiven 4-Kant-Profilen zusammengeschweisst

    Also ich habe mir hier im forum grade ein PDF zum Thema ölen geladen und gelesen..aber nach einfacher Verarbeitung hört sich das ganz und gar nicht an.
    Vorallem stört mich das das ja doch relativ lange dauert?
    und wie erkenne ich die "Faserrichtung" ? Spielt das überhaupt eine Rolle wenn die Platte doch eh aus vielen Stücken verleimt ist?

    evtl kommt auch nur ein 1,5mm Edelstahlblech oben und unten drauf und gut ist..ist auch von Vorteil wenn ich mal was schweissen muss..Oberfläche aus Holz macht natürlich einen besseren Eindruck
     
  6. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Faser geht immer der Länge nach. Ich würd auch eine 38er Platte nehmen. 60cm Tiefe mit 38mm Dicke bekommt oftmals in Baumärkten extrem günstig, 80cm Tiefe ist selten und teurer.

    Auch wenn man zum Thema Ölen verdammt viel schreiben kann, ist das Grundverfahren doch total einfach. Gerade bei einer Werkbank, wo es nicht den letzten Schliff in Sachen Schönheit braucht. Kurz gesagt: Öl satt auftragen, 20-60 Minuten einziehen lassen, ordentlich abwischen, 1 Tag trocknen lassen, zweites mal ölen, fertig. Allerdings solltest du 14 Tage warten, bis du intensiv drauf arbeitest.

    Hier noch zum weiteren lesen:
    Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
     
  7. K281

    K281 ww-eiche

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    also ich brauche dann die Platte nur kurz anschleifen...Staub runter..Öl aufpinseln (mit Pinsel für Lasuren nehme ich an? ) Überschüssiges Öl abwischen...Einziehen lassen. 2. Schicht drauf. Dann auch wieder abwischen oder bleibt die drauf? und dann 2 Wochen lang trocken lassen. Kann ich die andere Seite dann schon machen wenn die eine Seite augenscheinlich trocken ist oder kann ich die andere Siete wirklich erst machen wenn die 2 Wochen rum sind?

    Wo liegt da noch der Unterschied zwischen ÖL, LAsur und Beize? kann mir das jemand erklären?

    BTW: Platte mit nur 60mm Tiefe reicht leider nicht, da müsst ich meine Unterkonstruktion wieder auseinander flexen.
     
  8. yoghurt

    yoghurt Moderator Mitarbeiter

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    hallo K281,

    Öl ist organisch, dringt ein und härtet im Holz aus. Grundtyp ist zumeist Leinöl aus Leinsamen gewonnen.
    Lasur basiert auf verschiedenen Lösemittel und ist pigmentiert. Sie färbt daher das Holz ein, ähnlich wie Öl dringt sie in die Oberfläche ein und härtet dort aus. Wenn Du Deine Werkbank also nicht farbig gestalten willst, brauchst Du keine Lasur.
    Beize färbt das Holz und macht sonst nix.

    Warum nicht aufdoppeln verstehe ich auch nicht. Ich habe bei einer ähnlichen Aufgabe auch schon erwogen drei 27er Buche-Platten aufeinander zu leimen. Ich hätte dabei in einem Raster von 10x10cm 4x40 Spax eingedreht um die Pressung zu erreichen. (Anschließend wieder herausdrehen). Denn je dicker die Platte, desto weniger schwingt sie, wenn Du tüchtig darauf herumklopfst. (leider kam der Job dann nicht zustande)

    gruß

    Heiko
     
  9. K281

    K281 ww-eiche

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    @Yoghurt danke für die Antowort, jetzt weiß ich wieder ein bisschen mehr.

    Ich habe jetzt in einem anderen Baumarkt aber doch noch eine andere buche leimholzplatte gefunden, der lfm (900x40) kost 62€. Ich werde diese dann nehmen in 1500x900x40. Finde ich dennoch sehr happig das ich dafür fast 100T€uronen hinblättern darf. :mad:

    Nochmal zur Behandlung..was ist eigentlich besser, Lasur oder Öl? Gibt es denn nicht auch farblose Lasur?

    Und was würde rheintheoretisch passieren wenn ich einfach nur Klarlack auflackiere?

    zum aufdoppeln..bei 1500x900 und im Abstand von 10x10cm ne Spax in Buche Massiv wird sich mein Makita Akkuschrauber freun..müsste man Interessehalber mal schauen ob der des mit einem Akku schafft. :emoji_wink::emoji_stuck_out_tongue:
     
  10. yoghurt

    yoghurt Moderator Mitarbeiter

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    hallo k281
    Nimm Öl, Lack platzt ab.
    Vorbohren ist das zauberwort für Deinen Akkuschrauber!

    Gruß

    Heiko
     
  11. Rei123

    Rei123 ww-robinie

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    Jetzt hat er ja die 40er Platte, das sollte erstmal reichen.

    Als Öl einfach Möbelöl, Hartöl, Leinölfirnis etc nehmen.
    Zieht ins Holz ein und festigt die Oberfläche.
    Lack liegt auf dem Holz, festigt nicht die Oberfläche, platzt aber bei Überlastung ab.

    Und Ölen kann man auch einfach im Nass-in-Nass-Verfahren:
    Dreimal im Abstand von 30 Minuten satt auftragen, nach weiteren 30 Minuten den Rest abwischen. Fertig also nach 2 Stunden, nach 24 Stunden ist das Teil dann griffest.

    Viel Erfolg

    Reiner
     
  12. Mister G

    Mister G ww-robinie

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    @K281: Weil mir Dein jammern über die "happigen" Holzpreise aufgestoßen ist: 69 € für eine 40er Platte sind (sofern es sich um gut Qualität handelt) sehr günstig.

    Nur, weil man Holz auch verbrennen kann, bedeutet das nicht, das Holz (und erst recht keine Halbfertigprodukte) grundsätzlich zum Brennholzpreis erhältlich wären. Der Kubikmeter Buchenholz kostet als Stammware - so grob über den Daumen gepeilt - vielleicht 1100,- Euro. Wenn Du das auf 40 mm fertige Dicke runterrechnest, schätzungsweise 50% Verschnitt zuschlägst und den Aufwand fürs zuschneiden, aushobeln, verleimen und schleifen berücksichtigst, geht der Preis absolut in Ordnung.

    Das Edelstahlblech bekommst Du ja auch nicht zum Schrottpreis, oder?
     
  13. K281

    K281 ww-eiche

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    immer locker bleiben :emoji_wink:

    allerdings musst du berechnen das das sowieso alles großindustriell gefertigt und in riesigen Mengen hergestellt und verkauft wird, deswegen.
    Wenn es jetzt direkt vom Tischler käme wäre der Preis für mich anders gerechtfertigt. Is ja nu och egal. am Preis werde ich im Baumarkt sowieso nichts ändern können

    und jemand der damit öffters oder beruflich zu tun hat sieht das sicherlich aus einem anderen Blickwinkel wie ich als Metaller, der einfach nur n` stabilen Kanten Holz als Tischplatte braucht

    Das Edelstahlblech bekomme ich zum Schrottpreis da ich ja in dem Betrieb arbeite :emoji_wink:
     
  14. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Du kannst beide Seiten sofort ölen, was für eine Gurke an Pinsel du verwendest, ist ziemlich egal, Hauptsache du bekommst das Öl satt auf die Platte. Wenn du die auf Böcke packst, kannst du erst eine Seite satt einstreichen, dann rumdrehen und die andere Seite einstreichen. In der Zwischenzeit zieht das Öl auf der Unterseite schon gut ein. Dann ab und zu mal umdrehen, um trockene Stellen nachzuölen. Je nach Öl nach 30-90 Minuten den Überstand komplett mit saugendem Lappen abnehmen. Die Platte muss auf der Oberfläche trocken aussehen. 1-2 Tage trocknen lassen und dann nochmal ölen, jetzt schon sparsamer auftragen. Nach weiteren 1-2 Tagen kannst du die schon einbauen, aber belasten würd ich die erst nach 14 Tagen.

    Dran denken, ölige Lappen können sich selbst entzünden. Ausgebreitet im Freien trocknen, evtl. zuvor in Wasser tränken, niemals zusammengeknüllt in die Ecke werfen. Sonst brauchst du keine Werkbank mehr, weil die Werkstatt abgebrannt ist.
     
  15. Irubis

    Irubis ww-kiefer

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    Wegen der Platte:

    Ausser bei Multiplex hätte ich kein großes Vertrauen in die käuflichen Arbeitsplatten (nichts anderes ist doch die Buchenplatte). Gerade bei den Billiganbietern sind die Verleimungen oft derart labil, dass sie schon beim Angucken auseinandergehen. Wie das dann sein wird, wenn ich die Hobelbank wirklich einer Hobelbank entsprechend beanspruche, möchte ich eigentlich garnicht wissen.
    Wenn ein paar wirklich gute Zwingen zur Verfügung stehen, so würde ich mir das Holz beim Holzhändler kaufen, die Platte selbst zusammenleimen und dann abhobeln. Ich könnte dann auch die Verleimung (PU) und die Dicke selbst bestimmen. Sie wird zwar nicht billiger als die Baumarktplatten, aber dafür weiss ich um deren Stabilität.


    Gruss

    Iru
     
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