Anfängerfrage: Verstellbare Zentrumbohrer

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Grobmotoriker, 9. Januar 2014.

  1. Grobmotoriker

    Grobmotoriker ww-kastanie

    Beiträge:
    30
    Ort:
    Ziemlich in der Mitte.
    Hallo,

    eine vielleicht etwas naive Frage an die Holzprofis allhier: Wofür verwendet man heutzutage noch verstellbare Zentrumbohrer? Was können sie gut, was nicht so gut?
    Hintergrund: Zum einen hab ich schon seit vielen Jahren - noch von Opa - einen alten, ziemlich großen verstellbaren Zentrumbohrer (Anker, geht bis etwas über 60mm). Der ist wohl noch v.a. für Bohrwinde gemacht, aber schon interessant: kaum benutzt, rattenscharf und funktioniert, wenn er erstmal gefasst hat, erstaunlich gut. War ganz erstaunt eigentlich...
    Weil ich grad ein paar größere Löcher mit "krummen" (aber eben nicht ganz so großen) Durchmesserwerten machen muss und nicht für jeden Durchmesser aufs Neue einen Forstnerbohrer kaufen möchte, hab ich mich an das Teil erinnert und mal Tante Google befragt. Siehe, die Teile gibt es nach wie vor, offensichtlich auch für Maschinengebrauch. Zumindest lassen die runden Schäfte und die zB unter Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar. angegebenen Drehzahlen darauf schließen... (1500 U/min - da müsste ich ganz schön kurbeln :emoji_grin:)
    Aussagefähige Infos zu Einsatzmöglichkeiten hab ich bislang kaum gefunden, das hier Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ist ja nicht mehr unbedingt auf der Höhe der Zeit.
    Also, bevor ich mir einen etwas kleineren zulege (ich dachte an den 15-45er): In welchen Grenzen kann er zB Forstnerbohrer ersetzen? Kann er mehr als Weichholz? Eigentlich müsste er sich doch auch ganz gut nachschärfen lassen - besser als Forstner zumindest?
    Wär schön, wenn die von Euch, die das zB noch in der Ausbildung gehabt bzw. eigene Arbeitserfahrungen damit haben, für Aufklärung sorgen könnten.
    Besten Dank vorab, in neugieriger Erwartung, Uwe
     
  2. Sägenbremser

    Sägenbremser ww-robinie

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    5.932
    Ort:
    Köln
    Guten Abend Uwe

    wenn du den Bohrer wirklich exakt auf Mass stellen kannst,
    sind die in Massivholz schon gut brauchbar.

    Habe seit Jahrzehnten einen guten, alten Bohrer von der
    Bauart, Marke- Schlagring, in der Bohrerkiste. Hat mir oft
    aus der Patsche geholfen bei Versenk/Durchgangslöchern.

    Hütte das schöne,grosse Werkzeug wie meinen Augapfel.
    Das kleinere Pendant ist mir schon geklaut worden.
    Braucht aber schon eine stabile, drehmomentstarke
    Hand. oder Tischbohrmaschine.

    Liebe Grüsse, Harald
     
  3. Gast aus Belgien

    Gast aus Belgien ww-robinie

    Beiträge:
    3.194
    Ich kann mich hier meinem Namensvetter nur anschliessen. So ein verstellbarer Zentrumbohrer kann Dir nicht nur einen Satz Forstnerbohrer ersetzen, er bringt Dich auch in die Möglichkeit "unrunde" Abmessungen bohren zu können.
     
  4. blankscheit

    blankscheit ww-birnbaum

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    247
    Ort:
    Kraichgau
    ... kann zum Geduldsspiel werden

    ... wenn man die Absicht hat, mit einem verstellbaren Zentrumsbohrer einen gewünschten Radius genau zu treffen. Vor einiger Zeit habe ich mir diesen Famag - Bohrer angeschafft, um "unrunde" Durchmesser für Frässchablonen (Sitz von Kopierringen) zu bohren.
    Ergebnis: Nach etlichen Versuchen habe ich dann doch genau passende Forstnerbohrer gekauft.

    Dazu kommt, dass mir die Qualität der Bohrungen (insbesondere der Wandungen) bei Forstnerbohrungen doch mehr zusagt.

    Deshalb kann nach meiner Meinung ein verstellbarer Zentrumsbohrer nicht ohne Einschränkungen einen Satz Forstnerbohrer ersetzen.
     
  5. tomcam

    tomcam ww-robinie

    Beiträge:
    1.748
    Ort:
    Lengenfeld
    @blankscheit,

    Dir muss ich so genau Recht geben. Der Zentrumbohrer ist eine Alternative auf der Baustelle, wenn es darum geht mal schnell ein Loch zu bohren, da muss ich nicht all meine Forstnerbohrer mit rumschleppen.Aber wenn es genau werden soll, dann doch bitte immer wieder Forstnerbohrer…...
     
  6. Gast aus Belgien

    Gast aus Belgien ww-robinie

    Beiträge:
    3.194
    Wer hat schon auf der Baustelle 'ne Ständerbohrmaschine im Gepäck D

    Natürlich, freihand oder auf 'nem "wackligen" Bohrständer kann so ein verstellbarer Bohrer einem Forstnerbohrer das Wasser nicht reichen.
    Eigentlich hat man die Standarddurchmesser doch als Forstner im Haus, aber auf 'ner guten Standbohrmaschine und etwas Geduld werden die Bohrungen auch nicht schlecht.

    Apropos tomcam, am Tresen haben wir es gerade über Traggelenke :emoji_wink:
     
  7. tomcam

    tomcam ww-robinie

    Beiträge:
    1.748
    Ort:
    Lengenfeld
    Ne Ständerbohrmaschine hab ich immer mit auf der Baustelle……ohne die geht es bei uns nicht…..vielleicht denke ich manchmal auch nur etwas anders. Falls dem so ist, bitte nehmt es mir nicht übel, sondern sagt mir was…………

    Thomas
     
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