altes Radiogehäuse restaurieren

Dieses Thema im Forum "Profi fragt Profi" wurde erstellt von Putzhobel, 8. September 2011.

  1. Putzhobel

    Putzhobel ww-ulme

    Beiträge:
    190
    ich habe ein altes Löwe Opta Radio (siehe Link), und möchte diesen neu oberflächenbehandeln. Vermutlich ist es mit Schelllack behandelt worden. Ich wollte es nicht lackieren, sondern ölen. Der Hersteller sollte Clou sein. Was für ein Öl könnt ihr mir empfehlen? Die Oberfläche sollte später wie lackiert sein. Danke
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  2. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

    Beiträge:
    17.828
    Warum immer so kompliziert? Wenn es wie lackiert aussehen soll, warum lackierst du es dann nicht? Und dann noch die Einschränkung auf Clou, die ja nur 2-3 Öle haben.

    Von Lack auf Öl umzustellen ist auch mit einigen Risiken verbunden.
     
  3. Putzhobel

    Putzhobel ww-ulme

    Beiträge:
    190
    danke erstmal für die Antwort. Lackieren? Ich habe keine Spritzpistole und bei Hochglanzlacken ist das ja auch immer sone Sache mit Staubkörner etc. Das hätte ich dazu noch schreiben sollen. Acryllack wäre ne Möglichkeit. Aber der ist meines Erachtens nicht so hart vonder Oberfläche. Oder gibts auf Wasserbasis vernünftige Lacke? Wenn ja, wo bekomme ich den her. Ich arbeite nicht mehr als Tischler, sondern als Verkäufer, deshalb habe ich keine Beziehung zur Tischlerei.
    danke
     
  4. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

    Beiträge:
    17.828
    Wasserlacke finde ich da ungeeignet, die feuern das Holz ganz anders an und historisch passt das zum Teil auch nicht. Ich würde mich mal in Radioforen umhören, wie sowas normal restauriert wird, auf welcher Basis der Ursprungslack ist usw.

    Ich vermute mal, die haben damals Nitrolack verwendet.

    Ein Radioforum wäre z.B. hier:
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  5. Putzhobel

    Putzhobel ww-ulme

    Beiträge:
    190
    ok. besten dank für deine hilfe. ich werde das da mal posten.danke
     
  6. GertG

    GertG ww-eiche

    Beiträge:
    385
    Schellack bei Radios war vor dem Weltkrieg.
    Dem ersten.

    Nitrolack passt schon eher.
    "radiomuseum.org" ist eine klasse Adresse, weil da nur Fachleute (auch Autodidakten mit dafür umsomehr Ahnung) auf sehr hohem Niveau diskutieren und ihre Geräte präsentieren.
    Allerdings ist die Mitgliedschaft kostenpflichtig.

    Deutlich legerer gehts hier zu:
    Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
    Trotzdem wirst Du da auch auf jede Frage die passende Antwort bekommen.

    Ich treib mich da auch rum.


    Bei Loewe Opta kannst Du auch mal den Hans Stellmacher ansprechen.
    Der hat nicht nur eine eigene Loewe Opta-Seite und ein eigenes Museum, sondern auch fast alle Unterlagen, die er gegen einen kleinen Obulus weitergibt.
    Er freut sich auch sonst über jeden netten Kontakt.

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  7. Mathis

    Mathis ww-robinie

    Beiträge:
    1.560
    Moin,
    Radiogehäuse aus den 50ern waren eigentlich immer im Lackpolierverfahren auf NC-Basis poliert, d.h. etliche Aufträge von Nitrozelluloselacken, die immer wieder feinst geschliffen wurden und dann mit verschiedenen Polierpasten so lange geschwabbelt wurden, bis ein perfekter Hochglanz erreicht wurde. Es war ein langes und zeitfressendes aufwendiges Verfahren, da die NC-Lacke nicht so großen Festkörperanteil hatten, sehr gut durchtrocknen mussten und viele Schichten aufzubauen nötig war, bis genügend Schichtdicke zum Schwabbeln da war.

    Bei der Restaurierung wird meist nach dem Schliff der Grundierung (kein Schnellschliffgrund, sondern Hartgrund!) mit Verteilerpolitur und anschließender Handpolitur auf NC-Mischbasis (Mischung aus Schellack und esterlöslicher Nitrozelluolse) zu Ende poliert. In unserer Firma wurden reichlich solche Gehäuse auf diese Weise restauriert.

    Deine Lösungsvorschläge, egal ob Öl, Acryl oder sonst was halte ich für absolut untauglich, diese werden nie einen dauerhaften Hochglanz auf dem Gehäuse erzeugen, niemals den Zustand wiederherstellen, den das Radio ehemals hatte.

    Lackierer/Polierer war noch vor gar nicht so langer Zeit ein eigenständiger Beruf, so was kann man nicht mal eben so nachmachen...
     
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