altes Garagentor

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von babayaga, 8. Juli 2008.

  1. babayaga

    babayaga ww-ahorn

    Beiträge:
    137
    It's not a bug - its's me:emoji_wink:

    Hallo, ich schon wieder, weil's so schön war, hab' ich nochwas auf dem Herzen,
    aber etwas anderes Thema:

    Und zwar hab ich ein Garagentor, welches schonmal einem Rolltor weichen sollte,
    aber erfolgreich von mir verteidigt wurde.
    Ich mag nunmal den warmen alten Charme des Tores und Strom brauchts auch keinen:emoji_wink:

    Allerdings weiss ich nicht, wie lange es noch hält.
    Theoretisch, also für mein laienhaftes Auge ist es noch okay, naja und die paar Ritzen gehören ja irgendwie dazu, oder?

    Ich habe gelesen, dass es sowas wie rißverfüllende Öle gibt, könnte/würde ich damit dem Tor etwas Gutes tun oder lohnt das nicht bei der Fläche?

    Mein Opa hat es seit ich denken kann von aussen immer mit - pssssst Altöl-Dieselmix gestrichen, das habe ich vor zwei Jahren auch gemacht.
    Voher hatte ich es schön abgebürstet, als der Dreck runter war, war es sogar recht hell geworden. Leider danach wieder schwarz:emoji_wink:
    Naja, 2 Jahre sind um und ich sehe schon stellenweise ist es wieder Zeit ...

    Nun mein Plan eigentlich, da es von innen noch nie behandelt wurde und stellenweise Ritzen/ausgebrochene Stellen hat, wollte ich von innen mit Firnis streichen. Das Farb/Lasurfleckerl am linken Flügel war ein Maler, der da seinen Pinsel mal eben abgestrichen hat ..., richtiger Stich im Herzen:emoji_wink:

    Deswegen habe ich mir 10l besorgt, ich hoff(t)e, damit reiche ich die nächsten 5 Jahre,
    bis ich (nachher) erfahren habe, dass Firniss nach 2 Jahren die Aushärtfähigkeit verliert.

    Streich ich das dann auch gleich von aussen mit Firnis, damit das Firnis alle wird,
    oder was würdet ihr machen?

    Und mal ganz am Rande - könnte man so ein Tor auch selber (neu) bauen bzw. könnte man die Beschläge (pro Flügel 3 Aufhangungen) wieder verwenden oder nicht?

    Schonmal Danke und ich hoffe ich nerve nicht,
    aber ich hab' so viele Fragen:emoji_wink:

    lg Nancy


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    [​IMG]
     
  2. carsten

    carsten Moderator Mitarbeiter

    Hallo

    nun optisch sieht das Tor doch so schlecht nicht aus. Ritzen gehören zu so einem Tor da würde ich nix flicken. Bei Bedarf könnte man einzelne Bretter ersetzen.
    Dem Auto ist es auch zuträglicher wenn es luftiger steht und so schneller abtrocknen kann als in einer fast hermetisch abgriegelten Garage.
    Evtl könnte man an den Beschläge was machen. Es ist auf dem Bild schlecht erkennbar ob diese mit Schrauben und Muttern durch die Balken auf der Rückseite geschraubt sind oder nur mit Holzschrauben in den Balken. Ersteres wäre die bessere Lösung. Da könnte man dann auch gleich das Tor etwas stabilisieren.
    Das mit dem Firnis ist schon mal ne deutlich bessere Lösung als...., den zwei Jahresrythmus wisrts du allerdings einhalten müssen wenn das Tor dauerhaft erhalten werden soll. je nach Saugfähigkeit dürften die 10 Liter allerdings keine 5 Jahre halten. Ja so eien Tor kann man auch selbst bauen. Die Konstruktion des alten Tores kann dabei als Vorlage dienen. Wenn die Bandaufnahmen im Mauerwekr noch fest verankert sind bzw sich wieder sicher verankern lassen ( so sie locker wären) spricht nix dagegen diese weiter zu nutzen.
     
  3. hutch

    hutch ww-esche

    Beiträge:
    493
    Ort:
    Dresden
    HAllo russische Hexe

    Mit Firnis bekommst du die Spalte nicht weg.
    Für den Erhalt deines Tores bringt es sicherlich ein paar Jahre.
    Selber bauen geht geht relativ einfach wenn man kann.

    Solange wie es funzt und sich abschließen läßt würd ichs lassen, denn mehr kann ein neues Tor auch nicht.

    mfg hutch

    Sag wo steht das Tor ?
     
  4. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

    Beiträge:
    17.931
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    Dortmund
    Zur Haltbarkeit: Hab hier 10 Jahre alten Firnis, der innerhalb von 24 Stunden in dünnen Schichten trocknet. Kann also lange halten, kommt auf die eingesetzten Trockner/Sikkative an. Aber selbst wenn es irgendwann Probleme gibt: Ein wenig Sikkativ bei kremer-pigmente.de kaufen und dem Öl zusetzen...

    Würd jetzt auch innen+außen mit Firnis streichen. Pigmente vom Alt... scheinen außen ja noch genug vorhanden zu sein.
     
  5. babayaga

    babayaga ww-ahorn

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    137
    Abend & Hallo,

    Danke für eure Antworten, ich hatte etwas Schiss wegen dem Altöl:emoji_wink:

    Achja und hutch, das Tor steht in Chemnitz:emoji_wink:

    Jetzt muss ich aber doch mal hinterfragen, jeder weiss dass es umweltschädlich ist usw. usf. aber warum war es damals gang & gäbe mit Altöl zu streichen?

    Winfried, du redest von genügend Pigmenten ... Schützen die etwa?
    Weil ich das Tor vorm letzen Anstrich abgebürstet hatte und da ja eigentlich nix als Dreck runterkam. Dann wäre abbürsten ja ein Fehler?
    Ist es etwa der ölige Dreck der da schützt?

    Nicht lachen, aber mein Eindruck ist der irgendwie, das egal ob Altöl oder Firniss, geölt werden muss so oder so in Abständen.
    Nachteil beim Altöl ist halt der, das man ca. 12 Wochen lang ständig dreckig/ölige Hände beim Anfassen hat.

    Worauf ich hinauswill ist mehr oder weniger die Effektivität, also wenn ein Tor von aussen nur immer mit dreckigem Öl behandelt wurde und von innen noch roh ist,
    ist doch Firnis aussen wie 'Perlen vor die Säue', innen wiederum macht Firnis in meinen Augen durchaus Sinn, weil da optisch noch nicht alles im Eimer ist.

    Schwer zu sagen was ich meine, ich hoffe mal auf eure Intuition:emoji_wink:

    Kernfrage, also was ist das, warum früher mit dem Unaussprechlichen geölt wurde?
    Oder liegts einfach daran, dass nach dem Krieg alles knapp war ... und so hat sich das verfestigt im Laufe der Zeit.
    Besonders halt bei größeren Flächen eben, wo richtig was reingeht.

    Irgendwie habe ich keine Erklärung für mich, ich hoffe ihr nehmts mir nicht übel, aber es interessiert mich halt.
    Auch wenn's nicht zum 'guten Ton gehört' - ich weiss:emoji_wink:

    liebe Grüße,
    Nancy
     
  6. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

    Beiträge:
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    Dortmund
    Früher hat man sich um viele Giftstoffe überhaupt keine Gedanken gemacht. Da wurde mit Blei, Asbest, Dioxinen ganz bedenkenlos umgegangen. Mittlerweile weiß man, dass vieles im höchsten Maße schädlich ist. So auch Altöl. Denn verbranntes Öl enthält viele hochgiftige Stoffe, u.a. Dioxine. Ist Sondermüll und gehört nicht auf Holz.

    Weil aber gerade diese giftigen Stoffe auch dafür sorgen können, dass Mikroorganismen keine Chance haben, wird es wirksam sein. Hinzu kommt, dass diese Verwertung von Altöl der billigste Holzanstrich war, den man haben konnte. Gleich pigmentiert, so das das Holz vor UV geschützt wird.

    Früher hab ich das auch mitbekommen und mir nichts bei gedacht, heute gruselt es mir, wenn ich das sehe oder höre.

    Ich würde übrigens nichts abbürsten sondern Leinöl direkt drüber streichen. Lediglich losen Staub und Dreck entfernen.
     
  7. babayaga

    babayaga ww-ahorn

    Beiträge:
    137
    Okay, gut danke Dir, da weiss ich erstmal in etwa die Richtung.

    lg Nancy
     
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