Akkuschrauber leistungsabfall

Dieses Thema im Forum "Profi fragt Profi" wurde erstellt von Holzwurm 80, 19. Juni 2008.

  1. Holzwurm 80

    Holzwurm 80 ww-nussbaum

    Beiträge:
    77
    Hallo Kollegen,
    ich habe zwei Akkuschrauber einen mit 9,6 V und einen mit 12 von Makita. Der 9,6 ist ca 6 Jahre Alt und die Stabakkus halten halten noch ca eine halbe stunde. Der 12 ist ca 3 jahre Alt und nach 20 Schrauben ist ein Akku gar bzw der 2 geht gar nicht mehr. Die Maschienen sind noch gut und laufen tipp top. Das habe ich schon von anderen Herstellern gehört das die Akkus nicht viel taugen. Könnt ihr mir einen Tip geben wie euere Akkuschrauber sind und wie euere erfahrungen damit sind.
    Freu mich auf euere Antworten:emoji_slight_smile:
     
  2. magmog

    magmog ww-robinie

    Beiträge:
    4.060
    Ort:
    am main
    guude,

    die dauerhaftigkeit variiert je nach einsatz, typ, hersteller, ladegerät und -gewohnheiten des nutzers erheblich. makita ist eigentlich eine der besseren marken, die kaufen aber auch nur zu.
    ich kaufe daher nur noch billigschrauber, deren preis, incl. 2 akkus und ladegerät, weit unter dem des ersatzakkus eines makenherstellers liegt.

    gut holz, justus.
     
  3. edelres

    edelres ww-robinie

    Akku Leistung?

    Hi Holzwurm,

    Ich besitze 5 Akkuschauber von Makita, alle 9.6V, drei davon ca 18 Jahre Alt. Ich habe meine Akkus nummeriert und benutze diese in der Reihenfolge. Die Akkus, welche ich in den Jahren 1988- ca 1996 benutzte hielten ca drei bis 4 Jahre, dann nahm die Nutzungsdauer rapide ab und fuehrte bei den aelteren Ladegeraeten zu einer Zerstoerung dieser. In den letzten Jahren benoetige ich die Akkuschrauber weniger, und kaufte vor 2 Jahren zwei neue 9.6 V Akkus, einer gab seinen Geist nach etwas mehr als einem Jahr auf, der zweite funktioniert noch.Ich schreibe immer das Anschaffungsdatum auf den Akku, so habe ich einen Ueberblick ueber das Alter usw. Was mich irritierte, bzw zu Denken gab, Makita gibt nur noch eine Garantie von 3 Monaten frueher 1 2 Monate!

    Weil billig nur 30 US$ kaufte ich drei Kawasaki 19,2V Akkuscharauber je mit 2 Akkus und 1 Stunde Ladegeraet. Das Ladegeraet wurde zurueckgerufen, weil es Braende verursachte und gegen eines ersetzt, welche den Akku ewig laed. Die Akkus 19.6 haben in der Praxis ein drittel der Leistung der 9.6 V Makita. Die Akkusselbst wenn man den Preis rechnet sind nichts Wert! In meiner Einfalt, dachte ich da bekomme ich zwei Akkus und eine Maschine zum Preis eines Makita 9.6V Akkus, selbst wenn diese nicht so gut sind. Ich wurde eines besseren belehrt, fuer die Arbeitsdauer/Leistung eines Makitaakkus benoetige ich sechs Kawasaki. Nebenbei bemerkt, muessen diese staendig im Ladegeraet sein, sonst entladen diese sich in kuerzester Zeit selbst.

    Ca 1988 erwarb ich einen Bosch Akkuschrauber (made in Japan!) mit einem Akku, der Akku hielt auch ca 3 Jahre, habe mir keinen Ersatz gekauft da 3 mal so teuer wie ein Makita.

    mfg

    Ottmar

    PS: In den Jahren von 1988 bis ca 1996, benutzte ich die Makitaakkuschrauber taeglich auf dem Bau, bis heute, habe ich lediglich Schalter und Kohlenbuersten ausgewechselt.
     
  4. Rühl

    Rühl ww-robinie

    Beiträge:
    2.153
    Ort:
    Hildesheim- Bockenem
    Der Accu von meinem einen CCD 12 von Festo hält jetzt schon 10 Jahre.

    Liegt wohl an dem guten Ladegerät.



    Gruß Ulf
     
  5. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

    Beiträge:
    17.960
    Ort:
    Dortmund
    Gutes Ladegerät ist wichtig, billige laden den Akku ständig. Von der Langlebigkeit sind gute NiCd-Akkus am besten, die wurden jedoch immer mehr durch NiMH-Akkus ersetzt, wegen den Schwermetallen. Meine Erfahrung war oft, dass NiMH schneller sterben. Neuerdings werden LiIO immer mehr eingesetzt, die noch kürzere Standzeiten haben, besonders wenn man sie oft auf- und entlädt.

    Dem Akku bekommt es am besten, wenn man ihn erst wieder auflädt, wenn er fast leer ist. Und man sollte sofort aufhören, wenn man Leistungsabfall der Maschine bemerkt. Ein Akku richtig "leerzunudeln" schadet richtig, weil durch die Reihenschaltung der Zellen dann einige sich schon umpolen und das dann die Zellen zerstört.

    Insofern ist es z.B. besser, mehrere Akkus zu haben, die man immer fast leer macht, als nur einen Akku, den man in Arbeitspausen immer wieder nachlädt.
     
  6. michael

    michael cheffe Mitarbeiter

    Beiträge:
    1.847
    Ort:
    Paderborn
    Ah, da sind also noch mehr mit Akku-Auffälligkeiten bei Makita.

    Auch uns ist aufgefallen das die älteren Stabakkus der älteren Generation (10 Jahre und älter) bei gleicher Arbeitsweise wesentlich länger gehalten haben. Die neuen Akkus gehen alle Nase lang kaputt.

    Trotz der wirklich guten und teuren Ladegeräte von Makita halten unsere Akkus der neueren Generation bei uns leider nur noch 2-4 Jahre mit massiver Leistungsschwäche bei zunehmenden Gebrauch.

    Die Reparatur solcher Akkus wie sie schon seit längerem angeboten werden erfüllen da auch nicht wirklich den mir erwünschten Zweck.

    Ich habe kürzlich einen Bosch Vertreter darauf angesprochen, ob das bei Ihren Akkus auch so sei.
    Der sagte mir so in etwa, dass das an der Wärme beim Laden und während des benutzten liege würde.
    In der neusten Generation der Boschteile würden die Akkus gekühlt und dadurch länger halten.
    Habe allerdings keine weiteren Erfahrung mit Bosch.

    Akkus umstellen ist genau so schlimm wie den Schrauben Händler mit neuem Schraubensystem oder den Scharnierhersteller zu wechseln. Wir stehen zur Zeit kurz davor.

    @ Justus, mit welchen von den billig Teilen hast du den die besten Erfahrungen gemacht ?


    @Ottmar Danke für den Tipp mit dem Datum, das werde ich mal bei uns einführen .

    Danke für das Thema und den Erfahrungsaustausch.
     
  7. Rühl

    Rühl ww-robinie

    Beiträge:
    2.153
    Ort:
    Hildesheim- Bockenem





    Ich habe bei Bosch eher die Erfahrung gemacht das die Maschine vor dem Accu den Geist aufgibt. Aber nicht weil die Accus so lange halten:emoji_wink:



    Gruß Ulf
     
  8. bello

    bello ww-robinie

    Beiträge:
    4.955
    Ort:
    Koblenz
    Ich habe früher immer die preiswerten Bosch grün eingesetzt(insg. ca. 10 Stk). Die lebten hier einige Jahre und leben teilweise noch immer. Da einige durch Stürze aus 3-4 m hinter sich und dementsprechenden Gehäuseschäden hatten, werden diese seit 2 Jahren nur noch zum Farbenmischen benutzt. Ein absoluter uralt 9,6 der blauen Serie funktioniert immer noch einwandfrei (ohne Sturz).

    Nach der Anschaffung eines 18 V Makita, ging ein Akku nach 2 Wochen in die Knie.
    Der Ersatzakku hält nun auch schon 2 Jahre. Das Drehmoment dieser Maschine ist schon toll. Ein 12 Volt macht nach 2 Jahren auch keine Probleme. Witzig waren einige Zugaben von Makita zu anderen Geräte. Ein akku-Knick-Stab mit ca 30 min. Akkuzeit und einer Aufladezeit von 4 Std. (eher ein Hausfrauenmodell) und vor 4 Wochen kam mit einer Flex, ein kleiner Makita-Schlagschrauber, 7,2 V, Drehmoment 20 Nm, 2 LiIo-Akkus. Ein unheimlich leichtes Gerät, welches richtig Spaß macht.

    Der absolute Reinfall war ein Kress-Gerät aus der blauen Serie.

    Gruß Volker
     
  9. Georg L.

    Georg L. ww-robinie

    Beiträge:
    3.176
    Ort:
    Bei Heidelberg
    Habe mittlerweile seit 1996 einen Metabo 12 V Akkuschrauber, den ich damals günstig mit einem ICE 10 Ladegerät bekommen habe. Ich habe für den Schrauber nur einen Akku mit 1,7 Ah aber der ist immer noch sehr gut. Das Einzige was mir in letzter Zeit aufgefallen ist, der Ladevorgang bis das Ladegerät auf Erhaltungsladung umschaltet, dauert etwas länger.
    Vor einigen Jahren habe ich einem Freund beim Bau eines Gartengauses geholfen. dabei haben wir etliche qm Profilbretter verschraubt. Überraschenderweise konnte ich mit meinem 1,7 Ah Akku mehr Schrauben eindrehen als er mit seinem Festo Schrauber mit 2 Ah Akku.
     
  10. vollholz

    vollholz ww-robinie

    Beiträge:
    770
    Hallo,
    wichtig ist bei älteren NiCd-Akkus, daß sie nicht ständig halbleer gemacht und danach dauergeladen werden. Solche Akkus verlieren deutlich an Kapazität. (Memory-Effekt)
    Besser ist es, richtig zu entladen, bis der Akku auch im Leerlauf "in die Knie geht".
    Danach mit möglichst hohem Strom laden. Genau das können gute Ladegeräte besser, weil sie erkennen, wenn der Akku voll ist. Billige Geräte laden mit niedrigem Strom und können deshalb ewig weiterladen, ohne daß dieser überlädt.
    Das führt aber zu besagten müden Akkus mit geringer Kapazität.
    Man kann sie durch mehrmaliges Be-und Entladen mit hohem Strom aber wieder aktivieren.
    Akkus mit NiMH-Technik oder LiIo-Technik kennen diesen Memory-Effekt nicht oder nur wenig.
    Grüße,
    Jens
     
  11. carsten

    carsten Moderator Mitarbeiter

    Hallo

    die Erfahrungen betreffend Bosch das der Schrauber vor dem Akuu den Geist aufgibt kann ich bestätigen. Mein Metabo ist schon über 10 Jahre alt, nur das Ladegerät hat es mal durch Wassereinbruch erwischt, das neue hat nen eingebauten Lüfter. Mit den Firmen die Akkus wiederaufbereiten hab ich recht gute Erfahrungen gemacht. Musste meinen Festoakku mal sanieren weil er einige Zeit im Winter im Auto verloren gegangen war und ihm der Frost wohl garnnicht bekommen ist. Auch bei einigen Firmen haben wir mit Erfolg und recht günstig neue Akkus in altem Gewand bekommen. Jeweils bei Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
     
  12. Kramer-Wolf

    Kramer-Wolf ww-kastanie

    Beiträge:
    42
    Ort:
    Filderstadt
    Hallo,
    leider geben die meisten Hersteller bei den Akkus nur die Spannung, statt die Spannung und Kapazität (in Amperstunden Ah) an. Damit ist die Aussage auf den Verpackungen praktisch wertlos.:mad:

    Ich habe bei meinem Bosch Schrauber die alten NiCd Akkus nach ~6 Jahren gegen NiMh mit mehr als der doppelten Kapazität (aber gleicher Spannung) ausgetauscht. Damit habe ich erstaunlicherweise neben einer längeren Standzeit auch ein größeres Drehmoment bekommen. Ich vermute mal die neuen Akkus haben auch einen größeren Maximalstrom.

    Es lohnt sich also nicht nur auf die Technologie der Akkus zu achten, sondern auch auf die Kapazität. Wen's interessiert der kann ja mal bei handelsüblichen Mignonzellen schauen. Da stellt man schnell fest, daß bei gleicher Akkugröße und Spannung Kapazitäten von 0,5Ah bis 2.8Ah reichen.
    Wen wundert es da wenn Schrott und Qualität sich nicht unterscheiden lassen.

    Noch was. Wer oft im Kalten arbeitet der ist mit NiCd Zellen besser bedient. Die NiMh sind ab 0°C quasi wertlos. Bei höheren Temperaturen aber besser, da sie bis zum Schluss die volle Spannung haben und nicht wie NiCd langsam weniger werden.

    Bei beiden gelten die schon oben genannte Ladeempfehlungen:
    1. Gutes Ladegerät mit Ladeabschaltung am Ende nehmen
    2. Akkus möglichst immer "fast" Leer machen und dann erst laden

    Gruß

    Thomas
     
  13. Herbi

    Herbi ww-pappel

    Beiträge:
    13
    Ort:
    München
    Meine Erfahrung mit den professionell eingesetzten Accuschraubern ist folgende:
    Accu von Makita mit einer Lebensdauer von 4 Jahren,
    Accu von Festo 10 Jahre, aber es sind auch Accus mit 12 Jahren im Einsatz, die bisher noch keine Ermüdungserscheinungen aufweisen.
    MfG Herbi
     
Die Seite wird geladen...
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden