Eigentlich ist es ziemlich egal, welches Terassenöl du nutzt. Die meisten sind verdünnte Leinöle ( mit Terpentinersatz oder Balsamterpentinöl) mit oder ohne irgendwelchen "geheimnisvollen" Zusätzen und Pigmenten. Die Pigmente brauchst du gegen das Vergrauen, das Leinöl, um zumindest eine gewisse Zeit das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern oder hinauszuzögern. Du wirst, je nach Holzart, sowie Bewitterung und Lage der Terasse merken, dass das Regenwasser die ersten 6 bis 8 Wochen recht gut abperlt und der Schutz dann mehr und mehr nachlässt.
Je mehr und je dunkler die verwendeten Pigmente, um so höher der Schutz vor Vergrauung. Da du recht helles Holz hast, ist der Schutz eben nicht so gut wie bei dunkleren Hölzern. Wenn du also ein Terassenöl wählst, dass von der Pigmentierung der Farbe deines Holzes entspricht, wird auf Dauer, bei einmaligem Auftrag pro Jahr, wahrscheinlich doch eine Vergrauung stattfinden.
Um den Farbton möglichst genau zu treffen, müsstest du nach einem Öl suchen, dass auch speziell eine für dein Holz passende Pigmentierung enthält. Das ist ja in der Regel aufgedruckt. Manchmal auch für mehrere Holzarten, die sich farblich ähnlich sind. Ich würde mal vermuten, dass der Farbton Teak recht gut passt, falls du nichts passendes findest.
Obwohl ich ein Freund von pflanzlichen Rohstoffen bin, finde ich es im Außenbereich besser, wenn statt Balsamterpentinöl, Terpentinersatz als Verdünnungsmittel genutzt wird. Es verflüchtigt schneller als Balsamterpentinöl und die Dämpfe fallen außen nicht so ins Gewicht wie innen. Lässt sich auch leichter spritzen, falls du das vorhaben solltest. Mit etwas mehr Geduld geht aber auch Balsamterpentinöl.
Worauf man auch noch achten könnte, wäre ein Leinöl aus skandinavischem Anbau, dass etwas besser aushärtet, als heimisch angebautes Leinöl. Aber ganz ehrlich, ich habe im Außenbereich noch keine Unterschiede feststellen können. Auch wenn ich bei Möbeloberflächen auf solche Dinge achte, im Außenbereich ist mir einfache Verarbeitung und schnelle Trocknung wichtiger, sowie regelmäßiger Auftrag (1mal pro Jahr bei Bangkirai, 2mal pro Jahr, wenn ich es schaffe, bei Douglasie)
Ich habe gerade wieder dieses Jahr feststellen können, was ein Jahr aussetzen in Teilbereichen, schon bewirken kann.
Gruß Michael