Kopfbrett Bett, Sägefurnier?

heissim

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Hallo zusammen

Hier findet ihr ein paar Details zum Projekt (und erste Fehler).
Bettprojekt
IMG_0059.jpeg
Für das Kopfbrett überlege ich wie ich das sinnvoll mache. Das sind 3.4m Breite und ca 1.2m Höhe. Massivholz sehe ich da weniger.
Überlegt hatte ich eine Tischlerplatte zu besorgen (Tischlerplatte) und dann Sägefurnier herzustellen und beidseitig aufzuleimen. Aufgrund der Dimensionen würde ich es in der Breite teilen und kann so diverse Resthölzer Eiche für das Furnier nehmen. Ich habe eine Hammer N4400 und würde vermutlich 4-6mm starke, +- 1000mm lange und 150-200mm Breite Furnierbrettchen herstellen. Eine Stomana FS41N mit Spiralmesser ist ebenfalls da. Ablauf: Abrichten, Dickenhobeln. Furnier 1 sägen.
Dann das dicke Brett wieder Dickenhobeln, Furnier 2 sägen usw. Dann alle Furniere auf Dicke bringen damit die sägerauhe Seite glatt ist, vermutlich 5mm dick am Ende.
Dann auf die Tipla leimen. Am Ende noch die Kantenanleimer (vllt etwas dicker als 5mm) drauf. Welche Tipps könnt ihr mir geben. Klappt das so?

Ich habe das noch nie gemacht, bin offen für Anregungen, nur auf so Papierfurnier habe ich keine Lust.

Lg Simon
 

justplanesteve

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Hoppla! Das ist aber ein ehrgeiziges erstes Furnierprojekt!

Da du vorhast, das Furnier sowohl in der Breite als auch in der Länge zu sägen und anschließend neu zusammenzusetzen: Hast du dir schon Gedanken über das Muster beim Verlegen gemacht? Verfügst du über eine Breitbandschleifmaschine? Welchen Leim möchtest du verwenden bzw. mit welchem bist du vertraut? Welches Verfahren planst du für das Verpressen des Furniers?
Hast du Zugang zu einer Kalt- oder Warmpresse?

Wenn die Platte vor dem Furnieren mit Massivholzanleimern versehen wird, ist am Ende kein nachträgliches Anbringen von Kantenbändern mehr erforderlich.
 

flüsterholz

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Dann das dicke Brett wieder Dickenhobeln, Furnier 2 sägen usw. Dann alle Furniere auf Dicke bringen damit die sägerauhe Seite glatt ist, vermutlich 5mm dick am Ende.
Ich kenn mich mit Bandsägen nicht so gut aus, aber wäre es nicht einfacher, immer nur eine Seite am Anschlag vorbeizuführen und jeweils den Anschlag um 6-7mm zu verschieben?
 

heissim

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Danke für eure Beiträge

Da die Furniere aus verschiedenen Restbrettern entstehen werde ich das legen sobald sie da sind.
BBS - nein
Kalt- Warmpresse - nein
Verpressverfahren, viele Zwingen mit Zulagen. Habe einen Barth Vakuumtisch und könnte mir sonen Sack besorgen.
Leim: Weissleim Titebond der normale, PU Leim, bin ich aber kein Fan und kriegt man glaub als Laie nicht mehr.
Anleimer würde ich danach machen, weil die Rundung schneide ich zum Schluss.

Bzgl. Bandsäge:
Der Nachteil ist bei deinem
Vorschlag dass ich beide Seite Nachhinein muss. Bei 5mm wenig Raum für Fehler und ich würde denken dass es sägerauh als Referenzkante ungleichmäßiger wird in der Dicke.
 

IngoS

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Hallo,

ich sehe deine Idee, als sehr aufwendig und mit vielen Unwägbarkeiten behaftet.
Wenn du da, so wie ich verstanden habe, kürzere Stücke aufsägen willst, ergibt sich am Schluss optisch ein Flickenteppich.
Ich meine, dass sich das Kopfteil aus Massivholz einfacher, leichter und optisch ansprechender herstellen lässt.

Gruß Ingo
 

Micha83

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Sehe das wie Ingo.
Der Verschnitt beim Sägefurnier herstellen, wird am Ende fast genauso hoch sein, wie wenn es aus Massivholz wäre.
Wie willst du mit Zwingen, Druck in die Mitte der Platte bekommen um das Furnier zu pressen?
Am Ende wird die Platte unter dem Gewicht der Zwingen krumm.
Die dünnen Brettchen reagieren ziemlich schnell auf die Feuchtigkeit vom Leim und werden rund.
Ohne Furnierpresse kann ich mir das nicht vernünftig vorstellen.
Selbst dann ist der Teppich aus Holz Stücken noch eine Herausforderung.

Grüße Micha
 

bast_ig

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Mit Furnier kenne ich mich nicht aus. Insgesamt würde ich aber auch denken, dass es vorzugswürdig wäre, dass das Holzbild durchläuft.

Auf der Bandsäge kann man ja schon auch gut sehr lange Teile entspannt sägen. Also ich würde es mal probieren, provisorisch Böcke auf die Höhe des Sägetisches zu bringen und dann ein langes Stück durchzuschieben. Wenn die Säge nicht verläuft, solltest Du da gute Chancen haben. Vielleicht noch einen Druckkamm vor das Sägeblatt, dann kannst du auch entspannt umgreifen.

Edit: das Projekt finde ich cool!

Persönlich würde ich eine breite Platte aus Massivholz machen und hinten zwei Gratleisten eingraten. Das bringt dann auch noch Biegestabilität.
 

heissim

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Danke für eure Ratschläge und vermutlich habt ihr Recht. Ich muss mal mein Holzlager anschauen, aber 3.4 lange habe ich glaube ich nicht in ausreichender Menge. Ich halte euch auf dem Laufenden und stelle mehr Fragen :emoji_wink:
 

holzer1998

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Du kannst auch einmal schauen, ob du eine 3-Schichtplatte in der Länge in Eiche bekommst. Dann müsstest du nur noch den Umleimer und die Oberfläche machen.
Danke für eure Ratschläge und vermutlich habt ihr Recht. Ich muss mal mein Holzlager anschauen, aber 3.4 lange habe ich glaube ich nicht in ausreichender Menge. Ich halte euch auf dem Laufenden und stelle mehr Fragen :emoji_wink:
Na ja, im unteren Bereich könntest du im Bereich vom Bett und Nachtschrank auch 1-2x stoßen.

Mir wäre die Fläche in Massivholz ohne technische Hilfe (z.B. Gratleiste) zu groß. Da hätte ich Bedenken, dass es sich verzieht.
 

MTrp

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Ein weiterer kritischer Aspekt wurde, wenn ich es nicht überlesen habe, noch nicht genannt: Kannst Du mit Deinem ADH tatsächlich 6mm oder sogar 4mm dickenhobeln? Bei meinem Hobel (mit Spiralmesser-Welle) ist das zum einen bereits sehr nahe an dessen Untergrenze. Zum anderen ist bei 4mm das Risiko, dass es Dir das dünne Brett beim Hobeln „fängt“ und es zerfetzt wird, schon ziemlich groß. Wenn ich ein so dünnes Brettchen für Boxen o. dgl. benötige, klebe ich es idR mit doppelseitigem Klebeband auf eine plangehobelte MPX-Platte. Das funktioniert sehr gut, ist aber für so große Bretter wie bei Dir keine echte Option. Ich würde daher ebenfalls dazu raten stattdessen eine massive Leimholzplatte herzustellen.

Ich muss mal mein Holzlager anschauen, aber 3.4 lange habe ich glaube ich nicht in ausreichender Menge.

Du bräuchtest diese Länge ggf. auch nur für den tatsächlichen Sichtbereich. Unterhalb der Matratzen-Oberkante könntest Du notfalls auch stückeln.
 

magmog

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.........beim Dickten immer weniger abnehmen als bleiben soll.
Das Verhältnis muss sich um so dünner zunehmend Richtung „um so mehr bleiben lassen desto dünner".
Der Verlauf der Maserung in Längsrichtung ist ebenfalls nicht unwesentlich für das Gelingen.
 

heissim

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Wie gesagt, das Thema Furnier ist vom
Tisch, es wird Massivholz, was mir ohnehin lieber ist. Ich hatte nur diese falsche seinschötzung es würde signifikant mehr Holz benötigen als Furnier (Starkfurnier). Die Tipps sind dennoch sehr wertvoll.
Da ich vermutlich keine 3.4m langen Bretter habe, spricht etwas dagegen es mit stehenden Brettern zu machen? Dann kann man auch die Längen der Rundung anpassen und reduziert Verschnitt.
 

magmog

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…….schrieb ich doch, an den Enden ‘ne breite Hirnleiste.
Oder wie jetzt von Dir geschrieben, hinter den Nachkästchen die Rückwand senkrecht.
Je nach dem wie lang das längste Holz ist.
 

heissim

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Muss ich irgendwas gegen Verzug unternehmen? Verleimregeln sind mir geläufig, und die Lamellen werde ich nicht zu breit 12-16cm je nachdem was das Holz hergibt, machen.
Wie würdet ihr das Ganze befestigen? Ich möchte Wand und Bett eigentlich nicht unbedingt über Schrauben, Leim oder so verbinden. Nur wenn ich muss
 

brubu

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Da ich vermutlich keine 3.4m langen Bretter habe, spricht etwas dagegen es mit stehenden Brettern zu machen? Dann kann man auch die Längen der Rundung anpassen und reduziert Verschnitt.
Dann würde ich Nut und Kamm oder Feder machen und die Breitenverbindung nicht verleimen. Die einzelnen Bretter auf 2-3 Querlatten schrauben,
ähnlich einer Wandverkleidung. Dann den ganzen "Fladen" mit Falz- oder gefasten Leisten an die Wand hängen.
 

hemmi1953

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Ich würde das Kopfteil überhaupt nicht am Bett befestigen, sondern mit Keilleisten an der Wand aufhängen. Ein wenig Leim und Schrauben wirst du da aber benötigen.
 

magmog

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Guuden,

das Kopfbrett ganz normal mit den Seiten verbinden, sonst braucht's ein
inneres Kopfteil extra.

Wenn das Holz die richtige Feuchte aufweist, und die Regeln bekannt sind,
muss nichts zum Geradehalten eingebaut werden.
Nur wenn das KT dicht an einer Außenwand steht. Aber dann ergeben sich noch andere Probleme.
 

raziausdud

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Meiner Meinung ist dort ganz unten etwas falsch bzw ungenau. Man kann eine massive Holzplatte NICHT mit einer quer zur Faserrichtung FEST verschraubten Leiste gegen Schwinden, Dehnen und Reissen sichern. Im Gegenteil, die Platte wird so viel ehr reissen, weil eben das Dehnen und Schwinden verhindert wird.

Die Platte muss sich quer zu ihrer Faserrichtung bewegen können. Das erreicht man durch übergroße Schraublöcher bzw Langlöcher und die Schrauben dürfen auch nur locker angezogen sein. Andere Möglichkeit ist eine unverleimte Gratleiste. Mit beiden Möglichkeiten wird die Platte nur gerade gehalten.

(Vieles weitere und auch das Absperren wird dort übrigens gut und mE auch weitgehend korrekt erklärt.)
 
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bast_ig

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Wäre schon spannend, eine so breite Platte. Die dürfte über das Jahr ja wirklich um 2 cm mindestens arbeiten.
 

hainwerker

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Wenn keine Bretter in der gewünschten Länge vorhanden sind, könnte man je nach Maserung vielleicht bewusst in der Mitte eine Teilung einbauen. Quasi ein schön zusammengesetztes Holzbild auftrennen und auf die andere Seite spiegeln. Für die Mitte, wo die Seiten aufeinander treffen müsste man sich aber was ausdenken was die Fuge verdeckt denke ich.
 
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