Haustüre in schlimmem Zustand - Hilfe erbeten für Renovierung

Hoosier

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Hallo zusammen,

ich wurde gefragt, hierbei zu helfen, bin allerdings nicht sicher wie man hier vorgehen sollte. Zustand ist siehe Bilder

Gesamtansicht:

20260902_104434.jpg


Detailfotos

20260902_104359.jpg 20260902_104408.jpg 20260902_104444.jpg 20260902_104457.jpg

Meine Idee wäre, erstmal alles abzuschleifen, vor allem im unteren Bereich scheint die alte Farbe abzublättern.

Welche Produkte könnt ihr mir empfehlen für die Oberflächenbehandlung?

Danke euch für eure Hilfe hier.

LG
Richard
 

wirdelprumpft

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Da kann man mit Farbgestaltung schon was draus machen.
Markenfarbe verwenden. Sikkens, Gori, Brillux, Remmers uvm. je nach dem ob deckend oder wieder mit Lasur wird die wieder wie neu. Schutzgarnitur würde ich tauschen.
Ki Bild - eigentlich wollte ich ein helleres Grau in den Nuten aber die KI nicht
IMG_5933.jpeg
 

magmog

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Guuden,

in einem vergleichbaren Fall habe ich letztens eine Haustüre mit einem Bootslack wieder schön bekommen. War zwar relativ teuer aber jeden Cent wert.
Loses entfernt, entstaubt und ein mal mit Schwamm drüber. Ein paar wenige Stunden. Alle glücklich!
 

Daniboy

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Nebenfrage: Wenn man hier ein Vordach machen würde, wäre das dann für die Zukunft, besser, schlechter , oder egal?
(Weil es hält schrägen Regen ab, allerdings beschattet es auch und verhindert dadurch schnellere Trocknung)
 

carsten

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Hallo

Vordach evtl auch mit Seitenteilen lohnt auf jeden Fall. Wenn es optisch zum Haus passt.
Die vermeintlich schlechtere Abtrockung durch Verschattung kannst du getrost vernachlässigen.
Das was durch Regen an der Tür naß werden kann ist rein oberflächlich und trocknet innerhalb weniger Stunden. Die Holzzfeuchte ändert sich dabei bestenfalls in der zweiten Nachkommastelle.
Trocknen tut in erster Linie die Luftbewegung.
Wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle auf Beschädigungen und natürlich deren Behebung. Alle oben genannten Hersteller haben Pflegeprodukte im Angebot die z.B. Microrisse in der Lasur "schließen", eine Abnutzungsschicht bilden und natürlich eben die reglemäßige Kontrolle fördern. Den Standflügel regelmäßig öffnen damit sich darunter und in den Ecken kein Dreck sammelt und evtl zu Staunässe führt.
Beschlag aus würde ich auch tauschen aber Knauf nicht Drücker. I-Tüpfelchen wäre ein Knauf der die Form der einzelnen Füllungen aufnimmt.

Gerade schon gesucht aber auf die Schnelle nicht fündig geworden. Bei Interesse bin ich da aber gern behilflich.
 

Manohara

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"einfach abschleifen" ist gut ... was ich schwierig finde sind die tiefer gelegenen Stellen, die man eben nicht einfach schnell abschleifen kann. Das kann ein ziemliches Gefummel werden (geht aber auch irgendwie).

Mir persönlich gefällt das Design nicht soo dolle, aber das Holz sieht - für meinen Geschmack - gut aus und ich fände es bedauerlich, das zu überdecken.
Die Idee mit dem Bootslack (ich nehme in letzter Zeit gerne "Le Tokinois" - das ist bewährt und biologisch zu vertreten) leuchtet mir am meisten ein. (muss allerdings alle paar Jahre mal aufgefrischt werden)

Ein Vordach finde ich immer sinnvoll und angenehm ... schon für die Menschen, die davor stehen. ... und denke auch, dass das mehr günstig (weniger nässender Regen) als ungünstig (weniger trocknende Sonne) ist.

Eine Änderung die ich - wenn es für mich selber wäre - vielleicht machen würde:
Die Füllungen haben an ihrer Außenkante ein umlaufendes Profil. Mit einem guten Schleifer könnte man die Flächen ballig schleifen, dass sie in der Mitte so hoch sind wie jetzt und zum Rand hin niedriger und abgerundet, also bis das Profil weg ist. Dann wären die Füllungen "bauchig". (kann man verstehen was ich meine?). Das würde mir besser gefallen als es jetzt ist.
Von Schnitzereien, für die sich die Füllungen anbieten würden, rede ich jetzt ma' nicht. :emoji_sunglasses:
 
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Micha83

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So schlimm ist der Zustand nicht, die Substanz vom Holz sieht noch super aus.
Würde auf Eiche, Meranti oä tippen.
Das wird wieder super. Da würde einfach der Renovierungsanstrich jahrelang vernachlässigt.
Bei uns hat es auch nicht lange gedauert, bis ein Vordach über die neue Haustür kam, ist Wetterseite und bei Schlagregen und Wind hat sich gern mal Wasser ins Innere gemogelt.
 

carsten

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Hallo

nee das ist Sipo / Meranti Ende der 70er Anfang der 80er. Bei uns hing genau die passende Tapete in orange/ braun Tönen.
Könnte sogar schon System IV 68 sein.
Sipo und Co waren zu der Zeit das Holz für alles, Fenster, Haustür, Treppe (innen), Türen (innen). Mit eingefärbtem Lack lackiert ( stark lasierend). Die waren nie holzsichtig. Wenn man sowas bis auf Holz abschleift können Farbe von braun, rotbraun Sipo/ Mahagonie rot bis zu strohblonden Einläufern auftauchen. Und der Beschlag ist auch verwittertes abgegriffenes Messing.

Die Tapete war wegen der Farben grauslig. Die Tür finde ich vom Design gar nicht mal sooo schlimm. Klare geometrische Formen sind fast zeitlos. Da passt ein dezentes grau durchaus.
 

Manohara

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Wenn man sowas bis auf Holz abschleift können Farbe von braun, rotbraun Sipo/ Mahagonie rot bis zu strohblonden Einläufern auftauchen.
die Einschätzung überrascht mich.
Der Original-Anstrich sieht für mich durchsichtig aus. Also das Holz ist zu sehen, ... ohne Flecken. Nur unten am Wetterschenkel ist es wohl ausgeblichen. Das würde ich so lassen wie es wird, wenn es abgeschliffen wurde. Sichtbare Alterung empfinde ich als was Ehrenhaftes (es gibt natürlich Ausnahmen).
 

carsten

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Hallo

wie gesagt KANN. Sipo wurde ja durchaus auch deshalb genommen weil es durch die Dimensionen der Bäume eben auch über große Maße hinweg recht gleichmäßig ist. Es ist aber eben auch ein natürlich gewachsener Baum.
Hier ein Bsp gefunden wie vielfarbig Sipo sein KANN.
https://www.ebay.de/itm/39790090629...IfzM0jZV7e+OtZCPr8tASNm8Wg==|tkp:BFBMpvnA0o1o

Hab vor etlichen Jahren einen Handlauf mit rechteckigem Profil auf ein Omega Profil umgefräst. Da kam in der Hohlkehle auch ein eher Limba ähnlicher Farbton zum Vorschein. Natürlich an einer gut sichtbaren Stelle. Hatte zum Glück einen Kollegen der Oberflächen Spezi und bestechlich war. Mit Beize, Tinktur und eingefärbtem Lack ein passendes Ergbnis geschaffen.
 

mj5

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Moin!
Hallo

nee das ist Sipo / Meranti Ende der 70er Anfang der 80er. Bei uns hing genau die passende Tapete in orange/ braun Tönen.
...
Die Tapete war wegen der Farben grauslig.
Orange-braune Kreise auf der Tapete und die freien Flaechen dazwischen im sanften Nikotin-Gelb. Erinnerungen werden wach... :emoji_wink:
1970er bis fruehe 80er kommt hin. Regional auch noch deutlich spaeter.

Ich wuerde die Tuer auch nur anschleifen, saeubern und entfetten. Danach deckend beschichten, Grau kann ich mir auch vorstellen, aber das ist Geschmacksache. "Greige" ginge natuerlich auch.

Ein Voranstrich/Primer und natuerlich eine Vertraeglichkeitsprobe Alt<->Neu waeren m.E. ratsam.
Lasierend zu Streichen erfordert erheblich mehr Aufwand beim Schleifen. sonst wird das eventuell doch scheckig.

Eine neue Drueckergarnitur schadet bestimmt auch nicht.
 

justplanesteve

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Es wirkt geradezu schockierend. Schockierend! Dass das Jahr 1971 – als ich ins Handwerk einstieg – nun schon ... mehr als ein halbes Jahrhundert zurückliegt!

Irgendwann in den 1980er Jahren baute ich für einen älteren Herrn in seinem Stadthaus ein paar Dachfenster ein. Er bat mich, an der Decke eine innere Abdeckung vorzusehen, anstatt den Lichtschacht offen zu lassen. Mit anderen Worten: aufklappbare, gerahmte Glasfenster mit einem Verschluss. Ich fertigte die Einfassungen und die aufklappbaren Rahmen aus Kirschbaumholz und montierte sie mit Beschlägen, wie sie für die Zeit der 1920er oder 30er Jahre typisch waren – noch nicht ganz Art déco.

Als ich das nächste Mal im Haus war, hatte er sie weiß gestrichen, einschließlich der Beschläge. Er nahm mich beiseite und vertraute mir an: „Ich weiß, Sie wollten eine bestimmte Optik erzielen. Aber dieser Stil war überall verbreitet, als ich jung war, und er gefällt mir ganz und gar nicht!“

Viele von uns sind offenbar fasziniert von Designs aus der Zeit vor „unserer Ära“ oder aus einer viel späteren Epoche. Weniger jedoch von dem, was in unserer Jugend in erschreckender Fülle allgegenwärtig war.

Die Türen sehen gut verarbeitet aus. Wenn das der Fall ist, werden sie irgendwann bei einer jüngeren Generation wieder in Mode kommen. :emoji_slight_smile:
 
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Hoosier

ww-robinie
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Hallo zusammen,

ganz lieben Dank für eure Antworten hier -- ich war am Wochenende offline und antworte deshalb etwas verspätet.

Die Tür ist in Süditalien zuhause, und die Beschädigungen im unteren Bereich sind eher von nicht mehr vorhandenen Haustieren als vom Regen. Man glaubt es nicht, aber in 30 Jahren wurde 0 gemacht an der Tür...


alles Lose abschleifen, insgesamt überschleifen und deckend streichen.
das war auch so ungefähr mein Gedanke. Es ist das Häuschen der Schwiegereltern, da will ich nicht zu tief eingreifen (neue Tür usw.)


Nebenfrage: Wenn man hier ein Vordach machen würde, wäre das dann für die Zukunft, besser, schlechter , oder egal?
man sieht es hier nicht auf dem Foto, aber es gibt einen umlaufenden Dachüberstand von ca. 1,5 m Tiefe direkt darüber. Ein Vordach würde also nicht viel bringen.


Tippe auf 1920er bis 30er Jahre?
Nein, das Haus ist ca. 35 Jahre alt, und die Türe auch. Eventuell liegt es daran, dass das Häuschen in Apulien steht (anderer Stil)

nee das ist Sipo / Meranti Ende der 70er Anfang der 80er.

ja genau! Und das Holz scheint ähnlich zu dem zu sein, aus dem unsere ca. 40 Jahre alten Fenster hier in D gemacht sind (Meranti)

Die Türen sehen gut verarbeitet aus. Wenn das der Fall ist, werden sie irgendwann bei einer jüngeren Generation wieder in Mode kommen.
Ja kann ich bestätigen, alles sehr massiv und gut verarbeitet.

Ich schaue mich mal nach geeigneten Mittelchen um. Die Umsetzung ist dann für Weihnachten geplant.

Euch einen guten Start in die Woche, viele Grüße
Richard
 
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