Eure Meinung zum Verrunden von Hobeleisen

flüsterholz

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Hallo Forum
Auf YT und in Foren wird ja immer wieder empfohlen die Hobeleisen zu den seitlichen Kanten hin zu verrunden.
Aus irgendeinem Grund hatte ich das beim letzten Schärfen des Eisens vom Schlichthobel Nr.5 nicht gemacht. Entsprechend hatte ich die Hobelspuren im Holz.
Erst geärgert, aber dann gedacht, wenn ich mit der Raubank und dem Putzhobel drüber gehe, verschwinden die wieder.
Beim Hobeln ist mir dann aber aufgefallen, dass nur auf der Seite des Holzes, die noch nicht im Durchgang gehobelt wurde, die Spur des Eisens zu sehen war. Bei entsprechend dünner Spanabnahme, und ich hobel quer immer von rechts nach links. Die Spur des Eisens war also immer links. Wenn ich dann mal 2-3 Züge auf der gleichen Stelle gehobelt habe, tauchte sie dann rechts auf.
So konnte ich immer feststellen, ob ich schon zu tief war, oder noch gleichmäßig gehobelt hatte.
Was haltet ihr davon, das Eisen vom Schlichthobel nicht abzurunden? Macht ihr das ähnlich, oder rundet ihr auch das Eisen beim Schlichthobel? Ich überlege gerade, ob ich das jetzt in Zukunft nicht immer so mache. Eine einfache Art der groben Kontrolle, dass man nicht versehentlich in eine Richtung zu viel abnimmt.
Gruß Michael 20260605_181359.jpg 20260605_181349.jpg
 

Pareto

ww-robinie
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Boomer-Modus: Als ich das Schärfen gelernt habe, gab es noch kein Internet, nur den Meister... :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:

Ich verrunde die Ecken nicht; allerdings achte ich darauf, dass der Schliff nicht hohl, sondern tendenziell (!) lieber etwas runder wird (am besten natürlich gerade).

Bei Stecheisen genau umgekehrt.
 

bast_ig

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Interessant, ich dachte, ich wäre alleine. :emoji_slight_smile: Ich mache es bei allen Hobeln so, dass ich die Kanten nicht verrunde. Da ich mit der Hand schärfe, ist es einfacher, wenn die Klinge immer ganz plan ist.

Die Riefen habe ich ebenfalls deutlich beim Schlichten. Ich nutze ich das auch so, um festzustellen, wo noch was wegmuss. So sieht man immer gut, wo ein Abtrag stattfindet, vor allem beim Hobeln eher in Querrichtung zur Faser.

Meistens putze ich auch nicht, sondern lasse es mit der Raubank und feiner Spanabnahme gut sein, wenn ich überall hinkomme. Da ist dann so wie Du es beschreibst, @flüsterholz, dass die Riefen nur auf einer Seite, der Abnahmeseite entstehen. Ich hobel dann einfach von rechts nach links einmal durch. Oft hängt die Klinge eh minimal auf eine Seite, das erleichtert den Effekt zusätzlich.

Grüße
 

flüsterholz

ww-robinie
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Genauso mache ich es auch.
So habe ich es bisher auch gemacht, beim Putzhobel etwas mehr und so habe ich es auch mal gelernt. Würde mich ja mal interessieren, wie das an den Berufsschulen gelehrt wird. Beides hat ja seine Vorteile.
@Pareto , bei dem 20% Anwender hätte ich das auch nicht anders erwartet :emoji_wink:
Ich finde es aber spannend, dass es noch andere gibt, die die Eisen auch nicht verunden.
 

flüsterholz

ww-robinie
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.... komisch, kann sich kaum noch ein Mensch vorstellen, dass so gelebt werden konnte!
Hat auch seine Vorteile. Wenn du früher was wissen wolltest, musste man erst in die Bücherei, wenn man Glück hatte gab es ein gutes Fachbuch und wenn man ganz viel Glück hatte, war es nicht verliehen. Da finde ich YT schon eine gute Alternative.
 

heiko-rech

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Hallo,
mache ich wie @Pareto, allerdings gehe ich mit den Ecken 2..3 mal häufiger über den Abziehstein.
So habe ich es bisher auch gemacht, beim Putzhobel etwas mehr und so habe ich es auch mal gelernt. :emoji_wink:
Ich finde es aber spannend, dass es noch andere gibt, die die Eisen auch nicht verunden.
ich mache das ähnlich und je nach Hobel mal mehr oder weniger. Das Ergebnis ist aber nichts anderes, als eine Verrundung. Zumindest sieht das bei mir so aus, wenn ich dann eine gerade Leiste über die Schneide halte und gegen das Licht schaue.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich das nicht Freihand mache, sondern mit einer Führung, die nach dazu von Lie Nielsen ist und meine Augen auch nicht mehr so gut sind wie früher. :emoji_slight_smile:

Gruß
Heiko
 

Roterbischof

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Hallo , ich schärfe noch wie früher in den meisten schreinerein mit einer eluführung für den doppelschleifer. Dabei einfach nur gerade. Beim freihandabziehen lasse ich die Eisen ballig werden. Also ziehe die Seiten so ca. 0,3 mm tiefer als die mitte. Das ist bei mir schon so übergegangen ins schleifen, das es automatisch passiert und komme damit zurecht. Der Ausbilder im Kurs in ludwigshafen , verundete nur die Ecken. Hinterher muss der der es macht damit klar kommen. Heutzutage wird viel zu sehr auf eine Wahrheit gepocht, die es nicht gibt. Mfg
 
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