Beste Methode um neues Kernloch/Gewindeloch herzustellen?

bikemaniac

ww-ulme
Registriert
2. Februar 2010
Beiträge
185
Ort
Vejle
Hallo,

Man habe ein Stück hölzernes Werkstück und jetzt packt die Holzschraube nicht mehr weil das Gewinde im Loch kaputt ist, zerfranst oder was anderes. Es mag auch passieren, wenn man das frische Gewinde "überdreht" weil das Werkstück zu weich und niederwertig ist.

Wie würdet ihr so ein Kernloch/Gewindeloch reparieren?

MfG Lucas
 

happyc

ww-robinie
Registriert
2. Dezember 2022
Beiträge
1.177
Ort
Einen a.d. Waffel
Um welche Dimensionen geht es denn?
bei kleinen Dimensionen / wenig Last: die Methode meines Vaters, nen Streichholz mit nem Tropfen Holzleim in das Loch eindrücken, bündig abschneiden, Schraube eindrehen.
bei größeren Dimensionen / höhere Last: das Loch aufbohren, Holzdübel / Rundholzstangen einleimen, beiarbeiten, Loch entsprechend der Schraube vorbohren.

bestimmt gibt’s noch diverse Möglichkeiten mit Chemie / Epoxy / Mehrkomponentenkruschd / …
 

IngoS

ww-robinie
Registriert
5. Februar 2017
Beiträge
11.502
Ort
Ebstorf
Hallo,

wenn man aufbohrt und einen Dübel einleimt, schraubt man ja in Hirnholz. Bei geringer Belastung wird das reichen. Ansonsten ist es besser, etwas größer aufzubohren und Querholzdübel einzuleimen. Habe ich z.B. schon bei Schließblechen erfolgreich praktiziert.

Gruß Ingo
 

bikemaniac

ww-ulme
Registriert
2. Februar 2010
Beiträge
185
Ort
Vejle
Also konkret habe ich ein Problem mit einem Türblatt. Die Schrauben "beissen" nicht mehr und genau da sind grosse Kräfte vorhanden.
 

wirdelprumpft

ww-robinie
Registriert
31. März 2013
Beiträge
4.319
Ort
Rems-Murr-Kreis
Bild wäre hilfreich.
Bei Problem an den Bändern
längere Schrauben wenn möglich auch stärkere funktioniert je nach Einleimer mal besser mal schlechter.
Hausmeister bohren gerne mal Zusatzlöcher in den Bandlappen - auch da, je nach Einleimer
Im Laufe der Jahre hab ich viele Türen mit losen Bändern instandgesetzt - die eine Methode gibt es da nicht.
 

Martin45

ww-robinie
Registriert
10. März 2013
Beiträge
7.224
Ort
417xx
Bei Topfscharnieren/Bändern einen Buchedübel einleimen. Bei der Buche ist für die Belastung z.B. einer Küchenmöbeltür das Holz auch Stirnseitig hart und dicht genug.
Ein Zimmertürblatt hat da sicherlich andere Kräfte, die andere Lösungen erfordern.
 

Time_to_wonder

ww-robinie
Registriert
19. August 2014
Beiträge
6.646
Alter
52
Ort
Saarlouis
Bin mal gespannt, wie viele Anläufe der TE noch braucht, um verwertbare Angaben zu liefern.

Wie groß die Bandbreite möglicher Deutungen doch ist, sieht man an den letzten drei Posts:

Zimmertür?
Beschlag?
Band?
Schließblech?

Schranktür?
Band/Scharnier?

usw...
 

bikemaniac

ww-ulme
Registriert
2. Februar 2010
Beiträge
185
Ort
Vejle
Bild wäre hilfreich.
Bei Problem an den Bändern
längere Schrauben wenn möglich auch stärkere funktioniert je nach Einleimer mal besser mal schlechter.
Hausmeister bohren gerne mal Zusatzlöcher in den Bandlappen - auch da, je nach Einleimer
Im Laufe der Jahre hab ich viele Türen mit losen Bändern instandgesetzt - die eine Methode gibt es da nicht.
Genau in diesem Fall handelt es sich um die Bänder/Scharniere. Die Tür ist eine "Brandtür" also sehr schwer aber mit sehr wenig Massivholz - irgendwie eine Multisandwichkonstruktion.

Sie sehen etwa so aus: https://toplicht.imgbolt.de/media/de/4a/65/1730918852/4160110B.jpg?ts=1769881322

Wie schon erwähnt, Buchendübel wäre interessant, aber dann die Problematik mit Stirnholz...

Querholzdübel finde ich interessant - aber wo kauft man sowas wenn sie zB Ø10x50mm sein müssen? Ich finde nur Querholzdübel um Holzdefekte zu reparieren (sehr kurze Dübel).

Oder vllt einen ø10mm Zapfen/Dübelbohrer kaufen und selbst Dübel herstellen?

Lucas
 
Zuletzt bearbeitet:

Time_to_wonder

ww-robinie
Registriert
19. August 2014
Beiträge
6.646
Alter
52
Ort
Saarlouis
Wenn das ne Brandschutztür ist, darf man da genau garnix dran machen, wenn das Teil seine Zulassung nicht verlieren soll. Dann hättest Du baurechtlich und versicherungstechnisch im Fall der Fälle ein ziemliches Problem!
 

wirdelprumpft

ww-robinie
Registriert
31. März 2013
Beiträge
4.319
Ort
Rems-Murr-Kreis
Brandschutztüren haben immer irgendwo Plaketten drauf meist im Türfalz Bandseitig.
Wenn die vorhanden sind würde ich das reparieren lassen bzw. beim Hersteller nachfragen was die vorgeben. Brandschutz ist immer ein Komplettsystem was man nur gemäß den Herstellervorgaben ändern darf.


Meist sind die mit 4,5 oder 5x 50 geschraubt da könnte ne 6x60 oder so noch halt bekommen. Das dürfte auch bei Brandschutztür noch kein Problem darstellen.
Dübellöcher bohren und ausleimen verändert zu viel, da kann man bei Brandschutztür nur davon abraten.
 
Zuletzt bearbeitet:

ClintNorthwood

ww-robinie
Registriert
11. März 2017
Beiträge
2.516
Ort
Hamburg
Also konkret habe ich ein Problem mit einem Türblatt. Die Schrauben "beissen" nicht mehr und genau da sind grosse Kräfte vorhanden.
Meine jahrelang erprobte Methode funktioniert leider einfach zu einfach und zu schnell. Ohne Chemie und Fachwissen. Ohne Ponal, was ansonsten super ist.

In das von einer Schraube überdrehte oder zu große Holzloch Zahnstocher einstecken. Und zwar so lange, bis man die mit einem Hämmerchen reinhauen muss. Dann Schraube reindrehen, Schraube rausdrehen, das Loch wieder mit Zahnstochern füllen. Dann die Schraube wieder reindrehen.
Aufpassen das die nicht zu stramm reingeht, weil sonst der Balken oder das Holz bricht.

Seit dem ich die ausgerissenen Löcher für die Türbänder einer 2,20 m hohen schweren Eingangtüre im Jugendstil in dieser Weise gefüllt habe, ist Ruhe. Hält seit 3 Jahren.
Seit dem habe ich ständig Zahnstocher im Fahrzeug. Und mittlerweile keine Zeit und Interesse, irgendwelchen Kritikern zu widersprechen die das noch nie probiert haben.
Streichhölzer funktionieren leider nur in der Theorie ähnlich.
 

kberg10

ww-robinie
Registriert
12. Juni 2019
Beiträge
1.765
Ort
Hopfgarten
Hatte mal vor vielen Jahren so ein Problem, mit der Hälfte einer zweiteiligen Rundbogentür. Die Einbohrbänder weit nach unten gezogen in Spanplatte als Kern. Das Bandteil Hütchen genommen, zum Schmied gefahren und das Vorderteil einer Gestellschraube drangeschweißt.
Hab dann nichts mehr gehört.
 
Oben Unten