Fußboden ohne Übergang durch Tür verlegen - machbar oder Risiko?

sebasdf

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Hallo zusammen,

ich bin dabei im Rahmen von Renovierungsarbeiten den Boden in einem kompletten Stockwerk zu erneuern und würde bei einigen Punkten gerne euren Rat einholen.

Ausgangspunkt ist, dass meine Angetraute gerne den kompletten Boden übergangslos in einem Stück verlegt hätte, d.h. auch durch die Türen durch. Es soll ein Klick-Laminat "wineo Purline 1200 wood" schwimmend auf einer Folie verlegt werden. Darunter befindent sich eine Restschicht Kleber vom Vorbelag auf Estrich. Im Anhang ist ein Grundriss des Stockwerks zu finden. Die auszulegende farblich markierte Fläche hat eine maximale Ausdehnung von 9,8x7,2 Meter.

In der Verlegeanleitung des Bodens steht jetzt einerseits dass Flächen von bis zu 400m² mit einer maximalen Schenkellänge von 20m fugenlos verlegt werden können. Andererseits aber auch, dass bei Türdurchgängen und Trennwänden eine Bewegungsfuge zu setzten ist.

Damit ist mir schon klar, dass eine fugenlose Verlegung nicht der Anleitung entspricht. Um einer Abwägung mit den ästhetischen Vorlieben der Mitbewohnerin gerecht zu werden, stellt sich aber die Frage: Wie groß ist das Risiko, dass da etwas schief geht (und wenn ja, was)? Die Abmessungen würden ja deutlich unter den Maximalwerten bleiben. Könnte man bei akribischer Beachtung der Randfugenbreite auch ohne Trennfugen zwischen den Räumen davon kommen?

Vielen Dank für eure Einschätzung
 

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wirdelprumpft

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Bodenbelag mit Klick System
Rückwärts zu verlegen ist meist kein Spaß.
längs zum Lichteinfall, würde im Kinderzimmer an der Seite starten wo das Bett steht.
ggf. vorher ausmessen und die erste Reihe so sägen das man an der Treppe gut raus kommt.
Türfutter mit Multimaster kürzen damit sich der Boden etwas besser bewegen kann.
An den Türen auf genügend überlappung achten am besten auf Mitte stoßen
 

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inselino

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Also ich habe mal Parkett mit Nut/Feder in einem Altbau von einer Wand durch den Raum durch die FLügeltür und durch den nächsten Raum gelegt. Mit exaktem messen kam ich tatsächlich mit der Nut ziemlich genau da raus, wo ich hin wollte, sodass sich kein Problem am Türrahmen ergab. Durch schräge Türen wollte ich sowas nicht machen. Ich musste dann nur ein paar Stücke noch "rückwärts" legen, da Berliner Altbau selten rechtwinklig ist.
Wie wirdelprumpft schon schrieb, Klick rückwärts ist noch ätzender, das würde ich mir nicht antun oder zumindest vorher mal sehr gut testen. Und dann muss man halt immer noch den Kopf sehr gut anschalten und schauen, ob man die Dinger überall verlegt bekommt, bei den schrägen Türen etc ist das ja gar nicht so trivial bzw. weiß ich gar nicht mal, ob es überhaupt möglich wäre. Du müsstest das Ding ja gleichzeitig einklicken und perfekt an die schrägte Türzarge anpassen und runterklappen. Da ergibt sich aus meiner Sicht irgendwo ein größerer Spalt.
 

sebasdf

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Ich hätte eher so verlegt, dass der Boden in Kind1 und Eltern längs zum Lichteinfall liegt. Dann wäre der Flur zwar quer, aber das war er beim Altbelag auch und hat keine großen Probleme verursacht. Ich hätte dann von im Bild unten angefangen.

Rückwärts verlegen habe ich mal getestet und würde es tatsächlich wenns geht vermeiden. Mein Plan wäre gewesen, Kind2 bis zur Tür zu verlegen, von da dann gaaaaanz genau in Eltern bis zur Wand zu messen und hoffen, dass es sich an der Tür gut trifft. Im Zweifelsfall einen Zentimeter zugeben und dann die Dehnungsfuge nachträglich sägen bzw. den Boden verlegt nach hinten zu klopfen. Dann hätte ich auch die Problematik mit den schrägen Türen nicht.

Türfutter sind kein Problem, die Zargen werden auch ausgetauscht und kommen später rein.
 

wirdelprumpft

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ich würde mir das nicht an tun.
wenn man bei Eltern am Bett anfängt, legt man Kind 2 den größten teil Rückwärts und bei Kind 1 auch noch 1/3
Kind 1 oben anfangen, Flur Rückwärts, Eltern und Kind 2 nur wenig.
Deswegen hatte ich den Anfang an der Wand Kind 2 vorgeschlagen = kaum/kein Rückwärtslegen.
 

sebasdf

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Stimmt, da wären die rückwärtsstücke kleiner. In Eltern steht an der Stelle nur leider ein Schrank, der nur mit großen Problemen verstellt werden kann. An der Stelle hätte ich dann später nachgearbeitet. Aber vielleicht wären die kleineren Anschlussstücke den Aufwand wert.

Bisher aber kein "ohgottogott" zur durchgängigen Verlegung?
 

Hoosier

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Bisher aber kein "ohgottogott" zur durchgängigen Verlegung?

Wir haben 12 m x 7 m durchgehend verlegt, ohne irgendwelche Dehnungsfugen, das wurde 2015 gemacht und ist absolut top, bisher keine Auffälligkeiten. Allerdings ist bei uns verklebt, ob das einen Unterschied zu loser Verlegung macht kann ich nicht sagen.

Wichtig ist halt der Untergrund. Wenn Du unterschiedliche Estriche mit Dehnungsfugen hast, würde ich diese berücksichtigen. Bei uns im Neubau ist der Untergrund homogen.

Ich würde mir keinen Kopf machen.
 

sebasdf

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Und dann muss man halt immer noch den Kopf sehr gut anschalten und schauen, ob man die Dinger überall verlegt bekommt, bei den schrägen Türen etc ist das ja gar nicht so trivial bzw. weiß ich gar nicht mal, ob es überhaupt möglich wäre. Du müsstest das Ding ja gleichzeitig einklicken und perfekt an die schrägte Türzarge anpassen und runterklappen. Da ergibt sich aus meiner Sicht irgendwo ein größerer Spalt.
Ich habe heute Abend nochmal lange die schrägen Stellen betrachtet und muss sagen, das Argument greift. Egal von wo man es angeht, irgendwo kommt eine Stelle an der man das Laminat um die Ecke falten müsste. Also doch mit Fuge und Übergangsschiene.

Vielen Dank!
 

wirdelprumpft

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Das geht immer, wenn die Türen draußen sind einfacher.
Notfalls muss man halt der Brettstoß entsprechend verschieben.
Was auch funktioniert ist an der Wand beim ersten Brett mehr Luft lassen an Tür runterklappen wo es geht und die komplette Reihe verschieben.
Mit Türen ist es manchmal schwierig, da hilft dann die Silikonfuge um den Türrahmen und ggf. Kartonschablone.
kurze Nachdenkpausen spart manchmal das Rückbauen bereits verlegter Bahnen.
Heizkörperrohre hab ich meist auch über Verschiebung des Brettstoßes gelöst, sieht am besten aus.
 
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