Versauter Hallenboden mit Teppich, MDF-Platten, Stahlplatten

DasMoritz

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Moin,

ich habe einen kleinen Hallenabschnitt mit ca. 50m² zur Miete. Die Halle wurde früher als KFZ Werkstatt genutzt mit Grube und allem drum und dran. Der Eigentümer (mittlerweile Mitte 80) hat seiner Zeit irgendwelche Teppichreste munter auf dem Industrieboden verklebt, hat die KFZ-Grube mit MDF Platten abdeckt (die schon an zwei Stellen erhebliche Dellen haben) und hat bestehende "Löcher" mit Metallplatten abgedeckt. Toll!

Ich bewege in der Halle gelegentlich (also 1-2x im Monat) mit einem Hubwagen Europaletten mit einem Gewicht von 850kg und gelegentlich mal ein rollbares Deltarack. In der Halle bewegt sich meist nur eine Person, dass bin ich. Es gibt keine Schwerlast-Hochregale, es gibt keine Maschinen, es gibt keine punktuellen schweren Lasten, alles im gut handelbaren Bereich. Es ist nur ätzend, dass man immer um die Problemstellen herumnavigieren muss und auch mal umknicken kann.

"Der Alte" ist für Veränderungen so empfänglich wie, also gar nicht. Eine andere Halle suchen möchte ich auch nicht, da keine 100m entfernt und das ganze nur Nebengewerbe.

Frage:
Wie kann ich den Boden irgendwie besser machen, ohne da mit dem Alten in Probleme zu kommen?

Mein Gedankengang war aufgrund meiner Nutzung, dass ich einfach zwei Lagen OSB auf den bestehenden schlechten Boden lege, Fugen immer mit Versatz und die beiden Lagen miteinander verschrauben und ggf. verkleben, NuF auch jeweils verklebt.

Ich weiß, dass das keine tolle Lösung ist und das eigentlich der Unterbau erstmal "top" sein muss, dass scheint aber nur schwer machbar zu sein (mit dem Vermieter).

Aufgrund meiner Nutzung mit geringer Belastung wäre meine Annahme, dass das ausreichend okay sein könnte.
Wichtig: Geringe Nutzung, keine schweren Maschinen, keine Arbeiten in der Höhe, keine hohen Punktlasten.

Meinungen / Ideen?

Danke,
Moritz
 

uli2003

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Wenn das Ganze offiziell mit Miet-/Pachtvertrag läuft und von der Abdeckung der Grube eine Gefahr ausgeht - dann muss das behoben werden. Da führt kein Weg dran vorbei.

Ansonsten sollte das so machbar sein wie du es vorhast. Größere Unebenheiten vorher mit dünnen Platten (Hartfaser oä) etwas ausgleichen.
 

Pareto

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Grundsätzlich als mittelfristige Lösung kann das funktionieren. Zwei Dinge sollten erwähnt sein:

1. Bei hoher Flächenpressung (harte Rollen) wird OSB mit der Zeit aufschiefern. Ein fetter Parkettlack kann diesen Prozess bremsen. Das steht aber in einem gewissen Spannungsverhältnis zu
2. Man weiß nicht, wie gut der Boden gegen Feuchtigkeit abdichtet. Bisher kann das ablüften, aber wenn du ihn zudeckst, kann das zu Problemen führen.

Dennoch: Ich würde das so machen.
 

DasMoritz

ww-robinie
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Vielen Dank für die ganzen Rückmeldungen. Dann werde ich das mal so angehen. Die Rollen sind eigentlich alle gummiert. Ja, um was für einen Boden handelt es sich momentan? Das ist aus meiner Sicht ein aus Beton gegossener Boden. Nicht aber wie "man das heute macht" mit Rotationsglätter sondern anscheinend hingegossen und "abgeschwabbelt".

Eine Frage noch: Welche Stärke würdet ihr da nehmen? 2x 18mm? Und die beiden Lagen miteinander nur verschrauben, nur verkleben oder verkleben und verschrauben?
 

fahe

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Das ist aus meiner Sicht ein aus Beton gegossener Boden. Nicht aber wie "man das heute macht" mit Rotationsglätter sondern anscheinend hingegossen und "abgeschwabbelt".
Dann wäre OSB-Platten auszulegen aber der vorletzte Gedanke, der mir käme. :emoji_wink:

Dem Vermieter geht es ja wahrscheinlich vor allem darum, kein Geld mehr in die Hütte zu investieren. Dann ist er aber ebenso wahrscheinlich auch nicht dagegen, wenn Du auf Deine - durchaus halbwegs überschaubaren - Kosten die größten Probleme beseitigst. Beides ließe sich im Gespräch sicher herausfinden.

Teppichböden lassen sich mit 'nem Stripper meist halbwegs stressfrei beseitigen. Einen Betonschleifer für 'nen Tag zu mieten kostet hier beim kleinen Werkzeugverleih deutlich unter 100 Euro plus ein paar Euro für die Abnutzung.

Die Löcher und Ausbrüche würde ich mit einem guten Betonspachtel beseitigen. Ich hab' bei mir Ardex K45, wenn ich mich recht erinnere genommen. Der ist zum Füllen von Löchern und Ausbrüchen in "beliebiger" Stärke und lässt sich nahezu auf Null ausziehen. Geht sicher auch ein paar Euro billiger von anderen Herstellern.

Liegt die Grube überhaupt in "Deiner" gemieteten Fläche? Oder stört die nur auf dem Weg dahin? Wenn letzteres: Wäre ich Mitte achtzig und so wie Dein Vermieter, würde ich ein paar Böcke mit Flatterband ringsum stellen. :emoji_wink:
 

Schreinersein

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Oder dem Mieter gestatten, da ne vernünftige Balkenkonstruktion mit tragfähigem Belag hin zu bauen, mit der Vorgang, daß der Bereich der Treppe/Stufen reversibel sein soll zur Kontrolle
 

fahe

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Oder dem Mieter gestatten, da ne vernünftige Balkenkonstruktion mit tragfähigem Belag hin zu bauen, mit der Vorgang, daß der Bereich der Treppe/Stufen reversibel sein soll zur Kontrolle
Ich hab' ja nur den Fall beschrieben, dass die Fläche der Grube gar nicht zur Mietsache gehört. Dann müsste ich mich mit 85 ja allenfalls um Verkehrssicherungspflichten kümmern.

Aber ein freundlicher Mieter einer Nachbarfläche könnte dem Vermieter freilich dennoch vorschlagen, auch das auf Mieterkosten besser zu gestalten. :emoji_wink:
 

TomfromMuc

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Da wäre ich auch bei den Empfehlungen von @fahe . Irgendwo wird Dein OSB-Boden auch enden und dann hast Du Kanten, die bröseln oder die Du aufwändig einfassen mußt, Kanten die für Deinen Hubwagen evtl Probleme bringen, Türen gibt's vielleicht auch....
Viel Erfolg beim Projekt, VG Tom
 
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