Lücken im Parkett füllen (nach Abriss von Zwischenwänden)

swrs

ww-nussbaum
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Hallo alle zusammen,

bei Renovierungsarbeiten in der Wohnung eines Freundes wurden nicht tragende Zimmerwäne entfernt. Um diese Wände herum wurde ursprünglich ein Vollholzparkett verlegt und dementsprechend ist im Parkett nun eine Lücke in Form der abgerissenen Wände zu sehen (siehe Bilder). Die Frage ist nun, wie diese Lücke am besten mit Holz zu füllen ist. Ich kenne mich selbt nicht wirklich mit Parkett aus, mit Holzarbeit aber schon, und dachte hierzu müsste es doch gängige Methoden geben, da es ja vorkommt, dass mal eine Wand herausgerissen wird.

Ziel ist, dass die Lücke bündig mit Holz geschlossen wird. Ich kann mir vorstellen hier Eichenbretter längs der Lücken — also quer zur Lauf-/Faserrichtung des Parketts — einzulassen. Solch eine Reparatur ist natürlich sehr sichtbar, was kein Problem darstellt. Meine erste Idee wäre einen Falz im bestehenden Parkett anzufräsen auf dem das füllende Brett aufliegt. Fragen die sich mir stellen sind:

– Wie liegt das Brett auf, wie schließt es mit dem bestehenden Parkett ab und wie wird es befestigt?
– Wie wird das Parkett am besten gerade beschnitten, sodass ein Brett eingepasst werden kann?
– Wie wird so ein Brett am besten befestigt?
– Oder bin ich mit dem ganzen Ansatz auf dem Holzweg? …

Falls es hier Ideen, Ratschläge und Hinweise auf gängige Methoden für solch eine Situation gibt, bin ich sehr dankbar.

Grüße und schönen Abend / Tag
 

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mj5

ww-robinie
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N' Abend!

sorry, aber... RUN! Nur meine Meinung...
  • Das bestehende Parkett liegt an den Enden teilweise hohl. Solange es an der Wand war ist dort niemand drueber gelatscht.
    Aber jetzt muesstest Du es tragfähig unterstuetzen, bzw. unterfuettern. Ohne genaue Kenntnis des gesamten Deckenaufbaus wird das nicht ganz so einfach.
  • Die noch vorhandenen Mauereste muessen egalisiert werden, damit du eine gleichmaessige Auflage fuer das Fuellbrett hast. Den Kram sauber bis zur Unterseite vom Altparkett abzutragen ist eine aetzende Beschaeftigung.
  • Faserrichtung "Laengs zu Quer" macht, je nach Raumgroessen kleine oder grosse, Probleme in Sachen Schwundverhalten.
Ich denke das wird eine elende Frickelei und zweifele das es dauerhaft belastbar ist. Natuerlich kann man da vorruebergehend was reinpfuschen.
Aber das koennte eine "sehr lebendige Konstruktion" werden. Von der Optik mal abgesehen.
Meinen Freunden wuerde ich empfehlen da erstmal eine Lage Verlegeplatte drueber zu tun und dann neues Parkett zu verlegen.
Oder alles raus zu rupfen und komplett neu zu machen.

Seid Ihr sicher, dass es nicht-tragende Waende waren?
 

wirdelprumpft

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Alu-Riffelblech dürfte noch am besten aussehen, weil es gewollt aussieht und nicht wie wollen und nicht können.
Möglichkeit mit Holz, bestehenden Parkett mit Oberfräse und Schiene ein Falz mit 15x15 fräsen, so das man nachher eine z.b.100x15 mm Leiste einlegen kann.
 

swrs

ww-nussbaum
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sorry, aber... RUN! Nur meine Meinung...
  • Das bestehende Parkett liegt an den Enden teilweise hohl. Solange es an der Wand war ist dort niemand drueber gelatscht.
    Aber jetzt muesstest Du es tragfähig unterstuetzen, bzw. unterfuettern. Ohne genaue Kenntnis des gesamten Deckenaufbaus wird das nicht ganz so einfach.
  • Die noch vorhandenen Mauereste muessen egalisiert werden, damit du eine gleichmaessige Auflage fuer das Fuellbrett hast. Den Kram sauber bis zur Unterseite vom Altparkett abzutragen ist eine aetzende Beschaeftigung.
  • Faserrichtung "Laengs zu Quer" macht, je nach Raumgroessen kleine oder grosse, Probleme in Sachen Schwundverhalten.
Das macht natürlich alles Sinn und gut zu bedenken, dass das Parkett, welches vorher an der Wand lag nicht unbedingt begehbar war und ist, in sofern jetzt erstmal tragfähig gemacht werden müsste. Und ja, die Mauerreste abzutragen sieht nach einer Frickelarbeit aus.

Ich denke das wird eine elende Frickelei und zweifele das es dauerhaft belastbar ist. Natuerlich kann man da vorruebergehend was reinpfuschen.
Aber das koennte eine "sehr lebendige Konstruktion" werden. Von der Optik mal abgesehen.
Meinen Freunden wuerde ich empfehlen da erstmal eine Lage Verlegeplatte drueber zu tun und dann neues Parkett zu verlegen.
Oder alles raus zu rupfen und komplett neu zu machen.
Ich ging irgendwie davon aus, dass ausgerissenen Wände oft vorkommen und es somit gängige Methoden für derart Lücken im Parkett gibt.

Seid Ihr sicher, dass es nicht-tragende Waende waren?
Das hatte ich mich auch schon gefragt. Ich war bei den Arbeiten bisher nicht dabei, aber ich gehe davon aus, dass die Abrisse durchdacht waren.
 

swrs

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Alu-Riffelblech dürfte noch am besten aussehen, weil es gewollt aussieht und nicht wie wollen und nicht können.
Möglichkeit mit Holz, bestehenden Parkett mit Oberfräse und Schiene ein Falz mit 15x15 fräsen, so das man nachher eine z.b.100x15 mm Leiste einlegen kann.
Ich denke auch, dass diese Lücke nict wie "versteckt" aussehen sollte und denke, dass könnte auch mit einem Brett "ungewollt" funktionieren. Die Idee auf Metall zu gehen finde ich auch gut, wobei mir die Riffelbleche nicht so lägen.

Bei beiden Varianten würde sich hier auch das von @mj5 genannte Problem stellen, dass die Parkettenden (die zuvor mit der Wand abgeschließen) evtl. nicht tragend genug sind.
 

Schreinersein

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Kanndt auch mit der HKS etwas Platz schaffen, an den Parkettenden Auflager verleimen oder verschrauben. Vorher prüfen, wie die sich verhalten, wenn Du mal 3-4 mit einem Fuß belastest, dann entscheiden, ob das Querbrett nur von den Parkettstäben getragen wird oder zusätzlich auf tragfähiger Egalisierung auf der Maueroberkante verklebt wird.
Wenn nur auf dem Mauerwerk aufgelistet wird, mit Veränderungen über die Jahreszeit rechnen.
Beispielbild von mir folgt gleich
 

weissbuche

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Die Stäbe gehen leider nicht durch, haben Versatz, deshalb wird in Faserrichtung schwer. Das das Parkett hohl liegt, muß natürlich überprüft werden, erleichtert aber auch erstmal das bündig schneiden. Ich würde auch, wie von Ingo geschrieben, ein Auflager schaffen. Dazu kann das vorhandene Fundament genutzt werden. Da es sich offensichtlich um 22 mm Stabparkett handelt, sollte das Auflager möglichst genau 22 mm unter der jetzigen Oberfläche liegen. In die Hirnenden des vorhandenen Parketts würde ich mit der OF Nuten Fräsen. Die Stäbe die in die Lücke eingefügt werden hätten an der Längsseite Nuten, sodas da eine Verbindung geschaffen werden könnte. Ist natürlich Arbeit aber eine die sich lohnt. Die Flickstelle kann man nicht unsichtbar machen aber so, daß es fachmännisch aussieht. Dafür das das keine tragende Wand war, spricht die Tatsache das es sich nur um eine halbsteinsche Wand gehandelt hat. Solche Wände haben eigentlich nie eine tragende Funktion und das war auch früher schon so.
 

swrs

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Danke schonmal für die hilfreichen Antworten unf Erfahrungen. Ich seh mir das an und geb Bescheid wenn es Fragen oder Resultate gibt.

Grüße
 

mj5

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Moin!

Tragfähigen Untergrund schaffen.
Genau da faengt meine Sorge an, denn ohne den Deckenaufbau zu kennen wird das etwas komlizierter.
Solche Wände haben eigentlich nie eine tragende Funktion und das war auch früher schon so.
Deine Gewissheit in allen Ehren, aber ich habe schon ziemlich abenteuerliche Nachkriegsreparaturen gesehen. Da wurde genommen was noch da war und es hat dann irgendwie Jahrzehnte gehalten. Ausserdem kenne ich mich mit den Bauweisen in Romainville / Frankreich nicht so aus. Deshalb meine Vorsicht bezueglich "nicht-tragende" Waende.

Wenn das alles brauchbaren Halt hat, dann wuerde ich "grosszuegig" aufsaegen um etwas Platz zum Arbeiten zu haben.
 

IngoS

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Moin!


Genau da faengt meine Sorge an, denn ohne den Deckenaufbau zu kennen wird das etwas komlizierter.

Hallo,

deine Sorgen bringen den TE nicht weiter.
Wenn da ne Wand gestanden hat, wird der Unterbau auch ne Diele problemlos tragen können.
Bisschen Estrichbeton drunter, gleich so, dass die Parkettenden auch Abstützung haben, so abziehen, dass die Diele einschließlich Kleber genug Platz hat und gut.

Gruß Ingo
 

odul

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Schon mal ne Richtlatte drübergelegt und geschaut wie groß der Höhenunterschied ist? Da habe ich schon locker mehrere Zentimeter erlebt. Morgens waren die Estrichleger im ertren Zimmer noch nüchtern. Im zweiten...
 

joh.t.

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bei den Zwergen
Schon mal ne Richtlatte drübergelegt und geschaut wie groß der Höhenunterschied ist? Da habe ich schon locker mehrere Zentimeter erlebt. Morgens waren die Estrichleger im ertren Zimmer noch nüchtern. Im zweiten...
das warbei mir bei den Rahmen auch unterschiedlich...
Dicker gebaut und dann mit Rotex bündig geschliffen.
Man muss sich eben an die Gegebenheiten anpassen...
 

mj5

ww-robinie
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Estrich kann ich auf den Bildern keinen wirklich erkennen. Auf welches Foto bezieht Ihr euch?
Und ich sehe auch nicht wo @swrs welchen erwähnt haette.

Ich bleibe dabei: "Grosszuegig" aufmachen und rein gucken.
Wenn es eine Holzbalkendecke ist, dann kann das mit dem Estrichbeton reinkippen auch nach hinten (unten...) losgehen.
 

joh.t.

ww-robinie
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bei den Zwergen
Man könnte auch eine Schalung auf die Wand setzen und da eine Fundament für immer was draufkommt sauber und gerade draufgießen.
Das ist kein Hexenwerk, sauber mit langen Schrauben oder Eisen oder wie auch immer mit der darunter liegenden Mauer verbunden.

N bisschen Fummelei...
Wenn man das sauber macht und die Schalung unter den Dielen liegt kann die auch drin bleiben

Ich mache Schalung immer aus alten beschichteten Abdeckplatten.
 
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TischlerTheo

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Hallo,
ich würde links und rechts mit der Oberfräse einen Falz fräsen und dann kurze Stücke einleimen welche einen Falz nach unten haben.
Grüße Theo
 

swrs

ww-nussbaum
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Vielen Dank nochmal für die ganzen Antworten, das ist sehr hilfreich und scheint mir auch machbar — je nachdem welche Überraschungen es evtl. gibt. Ich war selbst noch nicht vor Ort bei der Baustelle und habe soweit auch nur die Fotos. Ohnehin müssen erstmal die alten Mauerreste raus, um zu sehen, wie es dann weitergeht und wie stabil die Parkett-"Enden" da liegen. Je nachdem müssten die dann eben stabilisiert werden und ein stabiler Untergrund gegossen werden und die Parkettenden gerade gesägt werden. Das Brett würde ich dann, wie vorgeschlagen, mit einem Falz einsetzen und dann, am liebsten, mit dem festen Untergrund verschrauben. Ich finde die gezeigten Beispiele alle sehr schön.

Beste Grüße
 

Todde

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Hallo,
das gleiche Thema hatten wir 2011 auch - zwei Zimmer durch Entfernung der Wand zusammen gelegt und das schöne 2 cm Vollholz-Eichenparkett aus den 60ern wollten wir natürlich trotz 1-2 cm Höhenunterschied nicht rausnehmen. Ein wirklich guter Parkettleger hat eine Bohle (ca. 25 cm x 350 cm) IMG_4282.jpeg

eingesetzt, die die Lücke schließt und die Schräge "abbildet" (da geht's runter). Wurde gut eingeklebt und hält seitdem ohne Probleme. S. Bild.
Fazit: alles machbar, aber ich würde für so eine prominente Stelle einen Profi ranlassen.

Gruß Todde
 
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