Fluchtfenster im Denkmal, lichtes Maß (Höhe)

vivavivaldi

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Hallo Denkmal- und Holzfensterexperten,

ich plane gerade die Sanierung (m)eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses. In dem Zuge soll das bisher völlig unausgebaute Dach zu einer neuen Wohnung ausgebaut werden und es stellt sich die Frage nach einem 2. Rettungswegs im 1. DG. Die Rohbauöffnung, die durch das Fachwerk vorgegeben ist, betrüge maximal 120x120 (wenn man die seitlichen, nicht historischen Pfosten neben den Fenstern versetzt). Nun sollte ja eigentlich die lichte Höhe des Fensters 120cm sein, wenn es als offizieller 2. Rettungsweg dient. Mit Fenstern kenne ich mich nicht aus, und bevor ich jetzt mit der Feuerwehr ins Gespräch gehe, wüsste ich gerne, welches lichte Maß ich in der Höhe maximal rausholen kann. Hat hier jemand Erfahrungen und kann mir sagen, wie viel Höhe ich durch die Rahmen im besten Fall verliere? Die aktuell verbauten Fenster sind nicht historisch, was in Zukunft eingebaut wird, ist noch nicht klar und wird auch mit dem Denkmalamt abgesprochen werden. Wenn ich hier mit guten Vorschlägen kommen kann, umso besser...
 

magmog

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Guuden,

um nicht zwischen die Mühlsteine zu geraten, müssen sich Bauamt, Denkmalschutz und Feuerwehr einigen.
Deine Meinung und auch der beste Tipp hier nutzen ohne Zustimmung dieses Dreigestirns null Komma null garnix!
Und die können durchaus pragmatisch sein sodass auch kleinere Maße akzeptiert werden.

Bei mir im Treppenbau war in alten Häusern immer ein Kompromiss möglich
wenn Normen und Baurecht nicht einzuhalten waren.
Selbst nach Wissen und Denken zu handeln kann furchtbar schief gehen.
 
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Ikeabana

ww-esche
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Sowas kann ein ziemliches Hickhack werden. Da mag es auch regionale Befindlichkeiten geben. Der eine Entscheidungsträger ist ein Haarspalter und nimmt es schon übel, wenn man ihn nicht als Ersten befragt hat. Der nächste freut sich über eine gut formulierte Argumentationskette, der er nur noch zustimmen muss. Ich fand es in einer ähnlichen Situation sehr hilfreich, jemanden an meiner Seite zu haben, der wusste wie man das am besten angeht und welche Informationen man vorbereitet. Vielleicht findest Du jemanden, der die Situation vor Ort kennt.
 

wirdelprumpft

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Würde nach einem Brandschutzgutachter schauen, wenn möglich den, den die Stadt Leonberg für ihre Gutachten bei Brandschutzumbauten nimmt.
Drüfte vieles einfacher machen. Dann hat Feuerwehr und Bauamt schon mal ein Sündenbock (=Gutachter) wenn es im Brandfall schief geht.
 

vivavivaldi

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Hallo, vielen Dank schonmal für die Antworten! Aber vermutlich habe ich mich nicht gut ausgedrückt. Mir geht es eigentlich nur darum ein Gefühl dafür zu bekommen, wie breit (bzw. schmal) man Rahmen bei historisierenden Sprossenfenstern ausführen kann. Damit ich eine Vorstellung davon bekommen kann, wie groß die nutzbare Öffnung am Ende etwa sein wird. Es geht mir dabei nicht um den Millimeter.
 

carsten

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Hallo

ich denke das kann man so pauschal nicht sagen. Das hängt sicher auch von der Einbausituation ab. Insbesondere der untere Anschluß.
Verlier dich hier nicht in Theorie. sprich mit Denkmalschutz und Bauamt. Wenn es begründet ist sind die "Kompromißorientiert". Wir haben hier ein historisches Gebäude und im Dachgeschoß dienen 2 Fenster als 2. Rettungsweg und die sind definitiv kleiner als 1200 mm
 
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