Zylinderschleifer statt Dickenhobel - was meint ihr?

Djslimer

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Ich bin letztens auf einen Ansatz gestoßen, der mir aus mehrerlei Hinsicht spannend vorkommt.
Zylinderschleifer statt Dickenhobel.
Die wichtigsten Argumente für den Zylinderschleifer waren Dreck/Absaugung und vor allem die Lautstärke.
Ein weiterer Aspekt ist, dass theoretisch die doppelte Arbeitsbreite möglich ist, weil eine Seite offen ist.

Was meint ihr?
 

Johannes

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Hallo,
du darfst dabei aber nicht vergessen, dass eine Hobelmaschine im mm Bereich abträgt, während eine Zylinderschleifmaschine nur wenige 1/10 abtragen kann. Daher glaube ich nicht, dass eine Zylinderschleifmaschine ein Hobelmaschine ersetzen kann.

Es grüßt Johannes
 

Alceste

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lass mich raten, der Ansatz kam von Youtube? Ich meine das Video habe ich auch mal gesehen. Das würde ich lassen. Ich hab noch nie ne Schreinerei gesehen, die eine Breitband aber keine Hobelmaschine hatte. Selbst wenn du mit dem niedrigerem Abtrag auskommst, bist du doch gefühlt dauernd am Schleifband wechseln. Außerdem: Das Holz wirst du ja auch irgendwie abrichten müssen, sofern das Maschinell passieren soll wirst du dann doch wieder beim Krach einer Hobelmaschine landen. Außerdem brauchst du dann Stellfläche für eine zweite Maschine: Kombinierte Abrichten-Dickenhobel gibt es zu Hauf, eine kombinierte Zylinderschleifmaschine - Abrichte hab ich noch nicht gesehen.
Was den Dreck angeht kann ich mir ehrlich gesagt nicht wirklich vorstellen, dass sich das was gibt. Du produzierst nur weniger davon (in Gramm) pro Zeiteinheit. Aber hier spreche ich nicht aus eigener Erfahrung.

PS: Die Dezimierung in Sachen Krach dürfte sich ebenso in Grenzen halten, eine Absaugung brauchst du ja in beiden Fällen und die macht IMO am meisten Lärm.
 

IngoS

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Ich bin letztens auf einen Ansatz gestoßen, der mir aus mehrerlei Hinsicht spannend vorkommt.
Zylinderschleifer statt Dickenhobel.
Die wichtigsten Argumente für den Zylinderschleifer waren Dreck/Absaugung und vor allem die Lautstärke.
Ein weiterer Aspekt ist, dass theoretisch die doppelte Arbeitsbreite möglich ist, weil eine Seite offen ist.

Was meint ihr?
Hallo,

schlechte Idee. Wenn ein Teil gehobelt ist, ist das anschließende Schleifen doch mit einfachen Mitteln schnell gemacht.
Bei vielen Projekten, z.B. für den Garten, braucht überhaupt nicht geschliffen zu werden.

Gruß Ingo
 

weissbuche

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Ich habe beides und kenne auch die tollen Filmchen über die Schleifmaschine, die Schleifmaschine ist genau das, was der Name aussagt, nämlich eine Maschine zum Schleifen. Das macht sie Auch ganz gut, ein Ersatz für die Dickte ist sie mit Sicherheit nicht. Das Werkstücke ja auch angerichtet werden müssen, würde ja schon erwähnt.
 

SebastianThiel

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Also der Ansatz ist wirklich spannend, wenn man es spannend, aufregend und ja, es einen einfach total fesselnd findet, stundenlange höhere Zeit in Kauf zu nehmen.
Ich schätze, das man je nach Ausgangslage vom Holz, bis zu 10 mal länger braucht.
 

bast_ig

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Ein differenzierender Aspekt: Ich hoble sehr viel per Hand, auch auf Dicke, obwohl ich auch eine kombinierte Hobelmaschine habe. Dabei ist es allerdings mühsam, auf die letzten 10tel zu "kalibrieren". Dafür wäre so eine Schleifmaschine sicherlich vernünftig einzusetzen. Gerade die Arbeitsbreite ist ein Argument. Ich bräuchte dann so betrachtet eigentlich keine Abrichten.

Würde die Hobelmaschine trotzdem in der Praxis nicht eintauschen.
 

Djslimer

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lass mich raten, der Ansatz kam von Youtube? Ich meine das Video habe ich auch mal gesehen. Das würde ich lassen. Ich hab noch nie ne Schreinerei gesehen, die eine Breitband aber keine Hobelmaschine hatte. Selbst wenn du mit dem niedrigerem Abtrag auskommst, bist du doch gefühlt dauernd am Schleifband wechseln. Außerdem: Das Holz wirst du ja auch irgendwie abrichten müssen, sofern das Maschinell passieren soll wirst du dann doch wieder beim Krach einer Hobelmaschine landen. Außerdem brauchst du dann Stellfläche für eine zweite Maschine: Kombinierte Abrichten-Dickenhobel gibt es zu Hauf, eine kombinierte Zylinderschleifmaschine - Abrichte hab ich noch nicht gesehen.
Was den Dreck angeht kann ich mir ehrlich gesagt nicht wirklich vorstellen, dass sich das was gibt. Du produzierst nur weniger davon (in Gramm) pro Zeiteinheit. Aber hier spreche ich nicht aus eigener Erfahrung.

PS: Die Dezimierung in Sachen Krach dürfte sich ebenso in Grenzen halten, eine Absaugung brauchst du ja in beiden Fällen und die macht IMO am meisten Lärm.
Natürlich hab ich die Idee aus Youtube. Aber das ist kein hype oder influencer video (bin ich zumindest überzeugt).
Hätte ich die räumlichkeiten, würde ich da nicht nachdenken. Aber ich habe halt ein paar einschränkungen und bin noch auf der Suche nach einer Lösung. Und da schau ich mir halt so einiges an.
Ein Hobel heißt halt auch eine weitere Absaugung, da reicht der Industriesauger nicht mehr. Bei einem Schleifer sollte das aber noch passen.
Gewicht ist auch ein Thema und Größe.
 

ChrisOL

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Noch mal sehr deutlich. Das wird nichts.

Dann überlege dir ggf. Handhobel zuzulegen.

Simuliere das mal an einem groben Stück Holz. Nimm einen Exzenter Schleifer und versuche viel Material abzutragen. Und dann probiere einen Handhobel.
 

Kerstenk

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Simuliere das mal an einem groben Stück Holz. Nimm einen Exzenter Schleifer und versuche viel Material abzutragen. Und dann probiere einen Handhobel.
ich habe eine kleine Breitband (63cm), wenn ich 100er-Körnung nehme, kann ich im 1-2/10mm Bereich runternehmen, bei 40er-Körnung sind es bis 5/10mm ganz problemlos. Bei empfindlichen Hölzern mache ich das schon mal, oder wenn ich mehr als 40cm brauche, ich habe da schon auch mal 5-6mm runtergeholt, in mehren Schritten.
Je gröber das Schleifmittel, je weniger Leistung wird gebraucht.

Aber ganz klar, ersetzt ein Schleifer keine Hobelmaschine.
 

ChrisOL

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ich habe eine kleine Breitband (63cm), wenn ich 100er-Körnung nehme, kann ich im 1-2/10mm Bereich
Das glaube ich dir sofort. Aber da hängt dann kein Werkstatt Sauger dran. Und nenn die kleinen Zylinderschleifer mit 230V schaffen das nicht. Ich wollte nur deutlich machen das die Geräte kein Ersatz für einen Hobel sind.

@Djslimer schau dir mal die keine mobilen dickenhoel an. Dh330 die gibt es von verschiedenen Herstellern.
 

Martin45

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Ein Hobel heißt halt auch eine weitere Absaugung, da reicht der Industriesauger nicht mehr. Bei einem Schleifer sollte das aber noch passen.
Gewicht ist auch ein Thema und Größe.
Ich glaube das ist eine Wunschvorstellung. Das zerspante Holzvolumen bleibt ja gleich. Klar, da ist auch Luft im Sack dazwischen. Aber feine Schleifspäne setzen deinen Filter viel schneller zu als die relativ groben Hobelspäne. Und durch Hobelspäne geht länger ein passabler Luftstrom durch als durch feinem Staub, wo auch dein Motor schnell warm wird. Dein Industriesauger (was ist das eigentlich? Du meinst vermutlich sowas staubsaugerartiges in professionell) wird vielleicht den ersten Durchgang funktionieren, danach hat der feine Staub den Filterbeutel schon arg zugesetzt. Die Filterfläche ist ja auch zusätzlich kleiner als bei einer Absauganlahe mit mehreren m2.
Fazit. Für mich ist es doch ein reines YT Ding um deine Klicks zu generieren.
 

wirdelprumpft

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feine Staub den Filterbeutel schon arg zugesetzt
dafür haben manche Industriestaubsauger eine Klopffunktion eingebaut = automatische Filterreinigung.
Oder wo liegt das. Dafür brauche ich auch Druckluft und 32A?
Denke nicht das 40000 reichen eher 80000 je nach Hersteller
32 A sind nur 22KW wird vermutlich nicht reichen um so eine Maschine mit Hobelwelle zu betreiben.
Dazu noch Kompressor und sehr gute Absauganlage .
 

Djslimer

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Ich glaube das ist eine Wunschvorstellung. Das zerspante Holzvolumen bleibt ja gleich. Klar, da ist auch Luft im Sack dazwischen. Aber feine Schleifspäne setzen deinen Filter viel schneller zu als die relativ groben Hobelspäne. Und durch Hobelspäne geht länger ein passabler Luftstrom durch als durch feinem Staub, wo auch dein Motor schnell warm wird. Dein Industriesauger (was ist das eigentlich? Du meinst vermutlich sowas staubsaugerartiges in professionell) wird vielleicht den ersten Durchgang funktionieren, danach hat der feine Staub den Filterbeutel schon arg zugesetzt. Die Filterfläche ist ja auch zusätzlich kleiner als bei einer Absauganlahe mit mehreren m2.
Fazit. Für mich ist es doch ein reines YT Ding um deine Klicks zu generieren.
Nass- Trockensauger auch genannt.
Eine Tonne mit Saugmodul oben drauf und Filter dazwischen. Mit einem Zyklon vor dem Sauger hoffe ich, dass der Filter sich dann nicht so schnell zusetzt.
Der Unterschied ist für mich der benötigte Querschnitt.
Hobelspäne sind größer, da benötige ich entsprechenden Querschnitt bei Rohr und Schlauch, sonst verstopft das. Bei Schleifstaub sollte das nicht passieren
Aber ja, ich bin da kein Experte, insofern sind das alles Gedankenspiele und Überlegungen. Kann falsch sein, muss nicht. Aber deswegen frage ich, was ihr Profis davon haltet.
 

Djslimer

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wirdelprumpft

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Also meine Breitband hat 9 KW und bei 3/10 Abtrag wird es teilweise grenzwertig.
Bei einer 2-3 KW Maschine vermutlich bei deutlich weniger abtrag.
Ein ungehobeltes Brett glatt zu schleifen dürfte etwas zeitaufwendig sein wenn es überhaupt geht. Planfräsen mit Oberfräse und dann Schleifen könnte klappen. Kommt natürlich auch auf die Bauteilgröße an.
 

heiko-rech

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Hallo,
Natürlich hab ich die Idee aus Youtube. Aber das ist kein hype oder influencer video (bin ich zumindest überzeugt).
Dann wäre da natürlich die Frage, ob der YouTuber denn auch zeigt, wie man das macht. Du kannst das Video ja hier verlinken (ich habe eine Vermutung, bin mir aber nicht sicher, um welches Video es sich handelt). Interessent wäre auch zu sehen, was der YouTuber so an Projekten damit umsetzt. Versteh mich nicht falsch, aber es gibt leider viele YouTuber, die einfach nicht genau wissen, was sie da machen. Und das dann als Orientierung für die eigene Kaufentscheidung zu nehmen ist auch nicht so gut.

Wie schon mehrfach geschrieben wurde, kann eine Schleifmaschine keine Hobelmaschine ersetzen, sondern nur ergänzen. Oder aber man ist sehr leidensfähig. Ich bezweifle auch etwas, dass man mit einem Werkstattsauger die nötige Saugleistung hat, um die Walze auf voller Breite gescheit absaugen zu können.
Es gibt eine kleine "Breitband" von Hand Schreiner, die hat aber auch einen 100mm Stutzen zum Absaugen.
https://holzprofi.com/products/spb-hs450-tri-breitbandschleifmaschine/
Auch diese hier hat einen 100mm Stutzen:
https://holzprofi.com/products/zylinderburst-und-schleifm-maker-zbm561-230v/
die Laguna:
https://www.sautershop.de/laguna-zylinderschleifmaschine-supermax-1938-i-151-1938
100mm Absaugung
Das wird also schon Gründe haben, warum die nicht für den Anschluss von Werkstattsaugern konzipiert sind. Und wenn du dann mit einem Werkstattsauger an den 100mm Anschluss gehst, wird da in Sachen Absaugung kaum was passieren.

Und dann wäre da auch noch der Schleifmittelverbrauch und dessen ständiger Wechsel.

Gruß
Heiko
 

brubu

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Es gab einmal die Hochleistungsbreitband für grossen Abtrag statt hobeln, das ist aber ein Thema für sich. Davon habe ich schon lange nichts mehr gehört und gefunden.
Die heutigen Hobelwellen an Breitband sind eher für Leimrückstände als für grossen Abtrag, wobei sich die Frage stellt wie die Unterseite beim 1. Durchgang aussieht, mindestens plan sollte sie sein.
 

Kerstenk

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Also meine Breitband hat 9 KW und bei 3/10 Abtrag wird es teilweise grenzwertig.
wenn ich 150er Band reinmache, in meine 7,5kw Maschine, geht die schnell in die Knie, beim 40er ist die Limitierung nicht die Motorleistung, sondern das Förderband in seiner Zugleistung (rutscht durch), und ich muss kräftig nachhelfen, aber der Motor kommt immer noch locker mit. Das ist bei einem Zylinderschleifer nicht anders. Richtig grobes Band rein, was da ja auch nicht gleich so ins Geld geht. Musste mir die Bänder machen lassen und somit 10 Bestellen, sind dann gleich rund 20 pro Band.
 
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