HoneyBadger
ww-kirsche
Ich hatte ein Anfrage zwei meiner Stühle nach zu bauen und daraus ist gleichzeitig die Idee geboren dem doch sehr einfachen Design, welches sich auch an vielen YouTube Beispielen orientiert, eine kleine Evolution angedeihen zu lassen.
Ausgangspunkt.
Da mich das Thema Dampfbiegen sehr gereizt hat und ich mich Versuche durch jedes Projekt etwas weiter zu entwickeln habe ich mir das notwendige Equipment gebaut und Einzelteile gekauft.
Dampfbox
Also ging es los die ersten Gehversuche beim Dampfbiegen zu unternehmen. Ich habe direkt beim ersten Versuch sehr schmerzhaft erfahren, dass man hier doch etwas Kraft braucht und so bekam die Biegeform noch eine Seilwinde.
Biegung auf der Vorrichtung.
Als ideales Setup hat sich eine Dämpfzeit von 2,5h für eine Esche Kantel mit dem Querschnitt von 30x45mm herausgestellt. Die Biegung erfolgt um die hohe Seite der Kantel.
Mit der Seilwinde war es meiner Frau und mir sehr einfach möglich die Biegung durch zu führen. Nach einer Abkuhlzeit von 2 Tagen (auch hier habe ich ausprobiert) sind die gebogenen Teile alle mehr oder weniger identisch herausgenommen.
Ich habe außerdem liegende und stehende Jahrringe probiert und hier empfand ich die liegenden als etwas besser. Hat aber beides für den Biegeradius von etwa 600mm gut funktioniert.
Das erste Aufeinanderlegen der neuen Teile zum alten Stuhl hat mir auch gut gefallen.
Ein weiterer Punkt über den ich bei meinem vorhergehenden Sitzmöbeln immer sehr unzufrieden war ist, dass es keine fertigen Kissen gibt sie mich in Qualität und Optik überzeugen.
Also ran an die Thematik!
Ich habe also kurzerhand Polsterstoff, Schaumstoff, Polstergurt und Watte geholt und es ausprobiert.
Bespannt wurde auf einem Holzrahmen
Als nächstes Stand der Teil-Zusammenbau auf dem Programm. Ich habe mich vermutlich aus einer Vermeidungshaltung heraus erstmal mit dem befasst wo ich mir sicher war das ich es kann.
Jetzt näherte sich aber der Moment an dem ich mich mit der Anzahl an gebogenen Lehnenteilen auseinander setzen musste, da sie im Flur einfach zu viel Raum eingenommen haben.
Man muss nun dazu sagen, dass die Kanten vor dem Biegen schon Endmaße im Querschnitt hatten. Wäre ich in Besitz einer Bandsäge oder Abrichte würde ich das heute anders machen. Durch das Dampfbiegen hatte sich hier eine Abweichung in der Ebene der Lehne eingeschlichen. Ich war mir nicht sicher ob ich das durch die Montage herauszwingen könnte. Trotz allem Für und Wider habe ich dann aber gedacht - Holzarbeiten hab es schon zu Zeiten wo die technischen Hilfsmittel weniger weit waren und zur not müssen halt alle Teile individuell angepasst werden.
Somit hätte ich mich mal überredet mit dem Zug arbeiten was ich habe. Das zweite Problem war, dass die Stoßfläche zum vorderen Bein nicht vertrauenswürdig war und damit habe ich die Not zur Tugend gemacht und einen Absatz angefräst der sich designtechnisch sehr gut einfügt.
Wo ein Problem gelöst ist taucht ein nächstes auf. Ich wollte den Stoß mit einem Domino Verleimen, jedoch hatte ich durch den Absatz aber keine Anlagefläche mehr. Hier habe ich mir mit einem Holzstück zum unterlegen geholfen und mir der Domino vor die Ausklinkung zu kommen.
Hier jetzt aber die Fehlerkaskade. Die Frästiefe der DF500 hat mir hier nur noch 14mm Tiefe ermöglicht. Das ist nicht ideal und hat mich zu dem Hilferuf hier im Forum bewogen.
Ich werde es beobachten wie sich die Stühle verhalten und ggf. Mit einem Messingstab oder kontrastreichen Dübel von oben verstärken.
Eine ganz schöne Fehlerkaskade. Ich denke das kennt jeder von seinem eigenen Projekten. Ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Ging es an die Hochzeit der einzelnen Elemente.
Anschließend darf ich hier voller Stolz meine neue Version des Lounge Chairs zeigen, welcher bei mir in der Kaffeeecke stehen wird. Zwei der vier Stühle haben einen neuen Besitzer gefunden und wie wir alle wissen rechne ich hier lieber mal nicht den Stundenlohn nach.
Hier sind sicherlich so an die 50h Arbeit reingeflossen. Aber ich bin sehr zufrieden.

Ausgangspunkt.
Da mich das Thema Dampfbiegen sehr gereizt hat und ich mich Versuche durch jedes Projekt etwas weiter zu entwickeln habe ich mir das notwendige Equipment gebaut und Einzelteile gekauft.
Dampfbox
Also ging es los die ersten Gehversuche beim Dampfbiegen zu unternehmen. Ich habe direkt beim ersten Versuch sehr schmerzhaft erfahren, dass man hier doch etwas Kraft braucht und so bekam die Biegeform noch eine Seilwinde.
Biegung auf der Vorrichtung.
Als ideales Setup hat sich eine Dämpfzeit von 2,5h für eine Esche Kantel mit dem Querschnitt von 30x45mm herausgestellt. Die Biegung erfolgt um die hohe Seite der Kantel.
Mit der Seilwinde war es meiner Frau und mir sehr einfach möglich die Biegung durch zu führen. Nach einer Abkuhlzeit von 2 Tagen (auch hier habe ich ausprobiert) sind die gebogenen Teile alle mehr oder weniger identisch herausgenommen.
Ich habe außerdem liegende und stehende Jahrringe probiert und hier empfand ich die liegenden als etwas besser. Hat aber beides für den Biegeradius von etwa 600mm gut funktioniert.
Das erste Aufeinanderlegen der neuen Teile zum alten Stuhl hat mir auch gut gefallen.
Ein weiterer Punkt über den ich bei meinem vorhergehenden Sitzmöbeln immer sehr unzufrieden war ist, dass es keine fertigen Kissen gibt sie mich in Qualität und Optik überzeugen.
Also ran an die Thematik!
Ich habe also kurzerhand Polsterstoff, Schaumstoff, Polstergurt und Watte geholt und es ausprobiert.
Bespannt wurde auf einem Holzrahmen
Als nächstes Stand der Teil-Zusammenbau auf dem Programm. Ich habe mich vermutlich aus einer Vermeidungshaltung heraus erstmal mit dem befasst wo ich mir sicher war das ich es kann.
Jetzt näherte sich aber der Moment an dem ich mich mit der Anzahl an gebogenen Lehnenteilen auseinander setzen musste, da sie im Flur einfach zu viel Raum eingenommen haben.
Man muss nun dazu sagen, dass die Kanten vor dem Biegen schon Endmaße im Querschnitt hatten. Wäre ich in Besitz einer Bandsäge oder Abrichte würde ich das heute anders machen. Durch das Dampfbiegen hatte sich hier eine Abweichung in der Ebene der Lehne eingeschlichen. Ich war mir nicht sicher ob ich das durch die Montage herauszwingen könnte. Trotz allem Für und Wider habe ich dann aber gedacht - Holzarbeiten hab es schon zu Zeiten wo die technischen Hilfsmittel weniger weit waren und zur not müssen halt alle Teile individuell angepasst werden.
Somit hätte ich mich mal überredet mit dem Zug arbeiten was ich habe. Das zweite Problem war, dass die Stoßfläche zum vorderen Bein nicht vertrauenswürdig war und damit habe ich die Not zur Tugend gemacht und einen Absatz angefräst der sich designtechnisch sehr gut einfügt.
Wo ein Problem gelöst ist taucht ein nächstes auf. Ich wollte den Stoß mit einem Domino Verleimen, jedoch hatte ich durch den Absatz aber keine Anlagefläche mehr. Hier habe ich mir mit einem Holzstück zum unterlegen geholfen und mir der Domino vor die Ausklinkung zu kommen.
Hier jetzt aber die Fehlerkaskade. Die Frästiefe der DF500 hat mir hier nur noch 14mm Tiefe ermöglicht. Das ist nicht ideal und hat mich zu dem Hilferuf hier im Forum bewogen.
Ich werde es beobachten wie sich die Stühle verhalten und ggf. Mit einem Messingstab oder kontrastreichen Dübel von oben verstärken.
Eine ganz schöne Fehlerkaskade. Ich denke das kennt jeder von seinem eigenen Projekten. Ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Ging es an die Hochzeit der einzelnen Elemente.
Anschließend darf ich hier voller Stolz meine neue Version des Lounge Chairs zeigen, welcher bei mir in der Kaffeeecke stehen wird. Zwei der vier Stühle haben einen neuen Besitzer gefunden und wie wir alle wissen rechne ich hier lieber mal nicht den Stundenlohn nach.
Hier sind sicherlich so an die 50h Arbeit reingeflossen. Aber ich bin sehr zufrieden.

