Ist soudal PU Kleber sinnvoll als "Leim"?

bast_ig

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Hallo zusammen,

ich werde bald einen kleinen Gartentisch bauen und dabei das erste Mal PU einsetzen. Habe mit PU Klebstoffen keine Erfahrung.

Ich war gerade beim Hornbach und habe soudal PU Kleber mitgenommen, Link unten.

Kann man das sinnvoll aus PU "Leim" einsetzen oder ist das eher abwegig? Soudal selbst empfiehlt als Leim die soudal pro xxx Produkte.

Kennt sich jemand aus?

Danke und viele Grüße

https://www.hornbach.de/p/soudal-pu...ZArTEe-KT-jHVGFJwWX8QSL591mdtXGRoC8JgQAvD_BwE
 

bast_ig

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Danke!

Ich habe jetzt Soudal Pro40 bestellt wegen der längeren offenen Zeit. So ein Tischgestell mit Dominos dauert erfahrungsgemäß. Ich werde das wahrscheinlich gleich am Stück verleimen.

Grüße
 

MTrp

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Darf ich mich da gleich dranhängen: Was von diesen Produkten ist das gleiche bzw. was sind ggf. die Unterschiede?

PU-Leim
PU-Kleber
PUR-Kleber
 

haass

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pro 40 - mein Lieblingsleim. nehme ich inzwischen für fast alles, auf innen.
ich finde das aufschäumen sehr angenehm. füllt unerwünschte Lücken sehr schön.
was raustritt, einfach mit dem Stecheisen abschieben und überschiefen.
ich alles ist super fest und stabil.
aber möglich mit Handschuhen verarbeiten. das zeug sitzt an den fingern und ist
nicht wegzubekommen. ist dann auch 3 - 5 tagen herausgewachsen.
soll nicht gerade gesund sein, aber naja, was ist heute Schon gesund?
also soudal p 40. - super.
 

carsten

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Hallo

@MTrp PU und PUR ist das gleiche, steht beides für Polyurethan.
Früher gab es mal die Regel Leime sind wasserverdünnbar Kleber nicht.
In der Regel wird die Bezeichnung heute gleichbedeutend verwendet. Die Unterschiedlichen Begriffe lassen nicht per Definition auf gewisse Produkte oder Eigenschaften schließen.
In MEINER eigenen Begriffsdefinition: PU Kleber sind die aus der Kartusche ( Silikon ähnliche Konsistenz) PU Leime die dünnflüssigeren (Honig ähnliche Konsistenz). Ist aber wie gesagt meine eigene Definition. In der Fa unterscheiden wir das eher nach Hersteller.
Ottocoll ist der Kleber, Ponal der Leim. Wobei der Herstellername herstellerunabhängig benutzt wird. Ähnlich wie bei Tempo, was in der Regel ein Papiertaschentuch (egal welcher Hersteller) meint während ZEWA die Küchenrolle meint ( ebenfalls egal ob von Lidl, Aldi oder eben original ZEWA. So genug verwirrende Werbung....
 

ClintNorthwood

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Ich vermisse die Frage, ob der Aufstellort voll bewittert ist oder der Gartentisch eher geschützt draußen steht.
Doch die wichtigste wäre ja wohl die Frage, was für ein Holz da zum Einsatz kommen soll.
Zwischen Teak und feuchtem Nadelholz liegen ja bekanntlich keine Welten, sondern Galaxien.
 

bast_ig

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Hallo,

das ist richtig, @ClintNorthwood. Im anderen Thread zum Tisch wurde PU schon für gut befunden. Es geht um einen Tisch für Kinder, der ganzjährig voll bewittert im Rasen draußen genutzt werden soll. Erst hatte ich Eiche geplant, da hätte ich aber die Tischbeine aufdoppeln müssen, weil ich aktuell kein stärkeres Material da habe. Jetzt wird es Robinie. Ich werde auf konstruktiven Holzschutz achten, soweit ich mich auskenne.

Grüße
 

WinfriedM

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Dein verlinkter Soudal Konstruktionskleber funktioniert grundsätzlich, hab ich auch schon für Holz verwendet. Allerdings ist der deutlich dickflüssiger eingestellt. Insofern kommt es auf die Fläche an, die du damit verleimen willst. Also ob du es trotz der Dickflüssigkeit noch verpresst bekommst.

Bei Verleimungen von voll bewittertem Holz erwarte nicht zu viel von Verleimungen. Geht oft schief, vor allem, wenn du die Oberfläche diffusionsoffen lässt. Das hat einfach etwas damit zu tun, dass Quell-Schwindbewegungen enorm sind. Die Hersteller schreiben bei PU auch oft im Datenblatt, dass es nur freigegeben ist, wenn die Oberfläche mit Farbe/Dickschichtlasur geschützt wird.
 

bast_ig

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Danke für Deine Einschätzung Winfried.

Ich bin gespannt, wie es sich verhalten wird. Wie gesagt, ich bin kompletter PU-Laie. Bei den wenigen Sachen, die ich für draußen gebaut habe, war ich auch überrascht, wir enorm die Dimensionsänderungen über das Jahr sind. Das geht gefühlt von, "fällt gleich raus" bis "sprengt die Verbindung".

Der Tisch wird klein und auch die Querschnitte der Teile werden nicht groß. Die Beine werden bloß 50x50. Ich bin gespannt, wie das wird.

Aber weitergedacht: Was wäre grundsätzlich eine sinnvolle Konstruktion für voll bewittert? Zargenkonstruktion mit Holznägeln? Oder Kufen mit Ständer(n) in der Mitte, damit die Schwerkraft die Verbindung hält?

Viele Grüße
 

WinfriedM

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Aber weitergedacht: Was wäre grundsätzlich eine sinnvolle Konstruktion für voll bewittert? Zargenkonstruktion mit Holznägeln? Oder Kufen mit Ständer(n) in der Mitte, damit die Schwerkraft die Verbindung hält?
Da kann ich empfehlen, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und sich viele anzuschauen, was man unterwegs so sieht inkl. der ganzen Fehler, die gemacht werden und die zum Versagen irgendwann führen. Ich mache auch von allen möglichen Sachen Fotos, archiviere sie und hab dann Inspirationsquelle, wenn ich mal was baue. Auf fast jeder Wanderung sehe ich irgendwas Interessantes.
 
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