Präzise bohren

lunateide

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Guten Abend Kollegem
ich habe Probleme beim Bohre am Bohrständer mit der Bohrerspitze den genauen Punkt (meist leichte Könrung) zu sehen. Besonders nit Bohrern ab 8 mm.
Ich spanne deshalb vor jeder Bohrung eine Reßnadel in das Bohrfutter richte mein Werkstück genau aus, spanne es fest und setze erst dann den Bohrer ein.
Das ist furchtbar umständlich. Wie macht ihr es besser?
Gruß
Roland
 

IngoS

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Hallo,

ich spanne das Werkstück auf dem Bohrtisch nicht fest. So zieht die drehende Bohrerspitze sich das Teil in Zusammenarbeit mit der angekörnten, oder vorgepieken Bohrmitte von selbst mittig zurecht. Ist ja das gleiche Prinzip, wie beim Bohren mit Handbohrmaschine.

Gruß Ingo
 
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TomfromMuc

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Wenn man es nicht sieht und spürt (siehe Ingo): Bohrmaschine aus, Werkstück anheben und unter den Bohrer drücken (das der Bohrer in der Körnung sitzt), mit dem Hebel runterdrücken, so das Werkstück aufliegt, Hebel loslassen, Maschine anschalten, bohren. Viel Licht hilft immer.
Viel Erfolg, VG Tom
 

Da bin ich

ww-robinie
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Man nimmt Anbohrer, die sind kurz und stabile und geben dem Bohrer einen guten Start ,es ist dann egal wie die Spitze des Bohrer angeschliffen ist. und dann gibts noch sowas wie Körnung größer querschneide oder Bohrer mit Kreuzschliff , die zentrieren selbst beim bohren auf Anriss
 

Holzbienerich

ww-nussbaum
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Moin. Mir persönlich hilft beim Positionieren der Bohrspitze über der Körnung ein feines Bleistiftkreuz, deren Linien ausreichend lang gezeichnet wurden.

Beim seitlichen Kontrollblick aus zwei Richtungen drehe ich Bohrer mit Querschneide von Hand jeweils so, dass die Bohrermitte sichtbar wird und sich besser über der Bleistiftlinie ausrichten lässt.

Auch gut ist es, wie schon von Tom beschrieben, das Werkstück mit der Körnung gegen die Bohrspitze zu halten und dann durch absenken des Bohrers bis auf den Bohrtisch zu drücken.
 

DerRestaurator

ww-ahorn
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Gehts um Holz oder Stahl?
Bei Holz Bohrer mit Bohrspitze verwenden, bei Stahl tiefer ankörnen.
Bei Stahl einen Zentrierbohrer verwenden.
Die Holz oder Metall Frage stelle ich mir hier auch gerade.
Tiefer ankörnen bei Metall halte ich nicht für die Lösung, dafür aber vorbohren.
Ja man kann dafür einen Zentrierbohrer nehmen, aber die sind teuer. NC-Anbohrer wäre dann sogar noch schöner...
Aber in jeder Bohrerkassette sind ja auch kleine Bohrer: ab 6 bis 8 mm sollte man vorbohren, dafür einen Bohrer mit dem Durchmesser nehmen, wie die Querschneide des großen Bohrers lang ist.
Zu fein gestuft vorbohren ist auch nicht gut, dann hat der Bohrer nicht genug Material sich zu führen und die Schneidecken verschleißen zu stark.
Werkstück nach dem Finden der Mitte unbedingt festspannen, da hat es mich schon zwei Mal fast KO gehauen, weil ich schlauer/stärker sein wollte!
Bei Holz sollte de Bohrer eine Zentrierspitze haben, diese sollte zentrisch sitzen (billige Bohrer können da echt nerven) und der Maschinenrundlauf sollte passen. Dann auch wieder Mitte finden, festspannen, und mit viel Drehzahl und wenig Vorschub rein.
Wenn die Maschine Linkslauf kann, kann es in Weichholz hilfreich sein erstmal verkehrtherum anzubohren um die ersten Fasern ohne den Hub der Bohrerwendel zu schneiden.
 

magmog

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Guuden,

bei üblichen Spiralbohrern mit Bohrern mit knapp der Breite der Querschneide vor ihren,
egal welcher Werkstoff. Bei Holz und ähnlich weichem Material einen Vorbohrer mit
Zentrierspitze einsetzen. Bei Metallen vorkörnen, Zentrierbohrer, fertigbohren.
Selbige kosten nicht viel, sie braucht's aber eher selten.
 

mc2

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Klick mich sanft

Als gelernter Metaller habe ich schon 1000de Löcher in Stahl gebohrt. Zentrierbohrer kamen aber nur mit Koordinatentisch zum Einsatz, wo es auf das letzte 10tel ankommt.
Ansonsten reicht präzises Ankörnen. auch der Körner braucht den korrekten Winkel und eine scharfe Spitze. Bei 8 mm Löcher ist auch kein vorbohren nötig, je nach Präzision und Materialstärke wird auch 13 mm ins volle gebohrt.
Die Voraussetzungen sind richtig geschliffene Bohrer
 

Da bin ich

ww-robinie
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Vielleicht noch eine Bemerkung zu Zentrierbohrer weil öfters erwähnt
Die Aufgabe eines Zentrierbohrers ist die Herstellung von einem passgenauen Konus zur Aufnahme von eine r Zentrierspitze. Das kleine Stück Bohrer an der spitze stellt nur eine Schutzbohrung für die Spitze der Zentrierspitze her.
Der einzige Vorteil ist seine kurze Bauform und das er demnach sehr stabil ist. Je nach lagerspiel macht auch ein zentriebohrer erst mal ein Tänzchen bis es an die Arbeit geht . Deshalb finde ich die eben nur zu gebrauchen wozu sie entwickelt wurden
Der Vorteil dieser Ruco- Bohrer ist lediglich der Kreuzanschliff der Spitze , dadurch zentriert er sich und bohrt leichter. Der größte Teil der Kraft geht bei einem „normalen“ Bohrer in die querschneide, das ist beim kreuzanschliff anders. Der Rest ist bei dem ruco nur chichi ( das ist aber nur meine persönliche Meinung)
 

schrauber-at-work

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Aus diesem Grund haben meine Bohrer alle ein Freischliff an der Querschneide. Habe eine entsprechende Schleifmaschine bis 13 mm, alles was größer ist bekommt den Freischliff am Schleifbock.

Edith: mir reicht bis 13 mm auch einfach nur körnenen. Vorgebohrt wird nur wenn unbedingt notwendig. Auf der Drehbank bzw. der Fräsmaschine auch bei 40 mm nicht.
Mobil habe ich ne Magnetbohrmaschine da wird bei den Kern-Bohrern auch bis 50mm nicht vorgebohrt.
Hab damit auch schon große Löcher in Holz gebohrt, dafür wird einfach ne 12mm auf das Holz gespannt (Zwingen) und los. OK Drehzahl könnte im Holz etwas höher sein, aber geht.
 
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mj5

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Hallo Roland @lunateide

was bohrst Du eigentlich? Je nach Werkstoff ist die Frage nach Praezision ja doch etwas unterschiedlich.
Bohrungen in Hirnholz etwas tiefer vorstechen und laaangsam eintauchen. Sonst verlaeuft das gerne.
Mit nem ordentlichen Holzbohrer mit Zentrierspitze bekomme ich Loecher in Holz/Spanplatte/MDF, da wo ich sie haben moechte.

@Da bin ich : Dankeschoen! Ein sehr interessanter link!
 

magmog

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Ohne Justus vorgreifen zu wollen:
vor ihren, lies: vorbohren :emoji_slight_smile: - verflixte Autokorrektur!
........danke, eigentlich lese ich meine Texte vorm Einstellen, aber halt doch nicht immer!

.....bei üblichen Spiralbohrern mit Bohrern mit ∅ in knapp der Breite der Querschneide vorbohren,
egal welcher Werkstoff......
 
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Daniboy

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.
Ein interessantes Werkzeug um auf einem angerissenen Punkt genau zu positionieren,
ist zB auch ein Zentriermikroskop.
https://forum.zerspanungsbude.net/viewtopic.php?t=48208

Wenn ich bei Holz präzise zu Außenkanten sein muss, behelfe ich mir manchmal damit, indem ich die Außenmaße des Werkstücks mit leichten Übermaß mache, dann die Bohrung einbringe und danach die Außenkanten im Abstand zur Bohrung exakt auf Maß schleife.
 
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