Starrfräse oder Schwenkspindelfräse?

Cartmans

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Überlege mir eine kompakte Tischfräse zuzulegen um mir das Umbauen meiner Kombimaschine zu sparen. Für was verwendet ihr eigentlich die Schwenkung? Ich selbst habe das bisher nur zum Fasen anfräsen verwendet und das würde auch mit einem verstellbaren Fasefräser auf der Starrfräse funktionieren.
 

isso

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Meist nutzen wir das für merkwürdige Profile. Also wirklich ziemlich selten. Mal ne Nut schräg kommt auch vor.

Ist aber wirklich selten.
 

carsten

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Hallo

ja das kenne ich als Profi auch. In den meisten Betrieben ne schwenkbare Spindel gehabt. Genutzt in 30 Jahren als Schreiner 5 mal !?
Meist zum Nachfräsen irgendwelcher alter Profile als Ergänzung. Einmal definitiv mit Falzkopf auf 30 ° geschwenkt einfach um dem Azubi zu zeigen das das geht. Ansonsten die häufigste Anwendung Falz fräsen. m machen mit Standard Fase oder Rundnung an geraden Teilen. Oder eben eines der Standardprofile aus dem Universalprofilkopf.
Wenn du keinen "historischen " Altbau hast oder eben alte Möbel ergänzen/ nachbauen willst reicht im Hobby die starre Ausführung.
 

PrimaNoctis

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Paar Fragen:
  • Privat oder gewerblich? Wenn letzteres, alleine?
  • Schwerpunktmäßig machst du was für Arbeiten? Platte oder aufwenige Massivholzmöbel?
  • Was machst du mit der "neuen" TF dann hauptsächlich?
Ich würde auch eine gute Starrfräse nehmen, aber ab und an löst die Schwenkung Probleme: Ein "komisches" Profil (R40 oder so geschwenkt sah viel besser aus) am Spiegelrahmen oder eine Schweizer Kante sauber und schnell nachkorrigieren, egal ob der Schwenkkopf jetzt auf 20, 25 oder 30° justiert ist.

Gerade gebraucht gibt es viele, schöne Starrfräsen für sehr kleines Geld. Schwenkbare kosten meist ab mind. 1500/2000€ (alte Bäuerle, Frommia, mal ne 400kg Lazzari oder ne ältere Kölle F45) oder ab 3500 (die anderen Marken oder modernere Geräte).
 

IngoS

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Hallo,

ich arbeite seit über 40 Jahren mit der starren Fräse.
Habe früher viel mit Profilfräsern gemacht. Aber immer alles, was ich wollte hinbekommen.
IMG_20260526_200808.jpg

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Ein Schwenkmesserkopf dessen Messer sich um 180° schwenken lassen, erfüllt einem da schon viele Wünsche.


Gruß Ingo
 

isso

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Bei Ner digitalen ist es besonders blöd wenn irgendwer bei schräggestellter Spindel einmal nullt..... Besonders wenn derjenige sich die eingestellte Gradzahl nicht merkt und niemanden da hat, dem er sie Schuld in die Schuhe schieben könnte.

Aber manchmal merkt der sich ja dann so Sachen..... Oder er würde wenigstens vorher überlegen......
 

wasmachen

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Bei Ner digitalen ist es besonders blöd wenn irgendwer bei schräggestellter Spindel einmal nullt..... Besonders wenn derjenige sich die eingestellte Gradzahl nicht merkt und niemanden da hat, dem er sie Schuld in die Schuhe schieben könnte.

Aber manchmal merkt der sich ja dann so Sachen..... Oder er würde wenigstens vorher überlegen......

Das kannst mit ner gscheiten Steuerung umschiffen...
 

isso

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Bestimmt, ist wahrscheinlich die erste Generation von Bäuerle mit Display. Man könnte auch mal in die BDA gucken. Sind 2 Knöpfe, also 50/50
 

Kerstenk

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ich habe inzwischen eine Schwenkspindel, bin froh sie zu haben. Einfach Dinge wie Fälzen oder eine Rundung stelle ich 0,5-1° , nach hinten wenn ich von unten Fräse. Der Fehler ist beim Fälzen eigentlich in den meisten Fällen ohne Bedeutung, jedes nachschleifen erzeigt mehr Fehler, aber der Gewinn an Qualität des Falzes ist enorm, und wenn man dazu noch einen Schwenkmesserkopf einsetzt, dann wird es richtig fein.

Ich nutze es also recht oft und will keine andere mehr haben. Habe eine Frommia 705 die 45° nach vorne schwenkt und nachdem ich ihr mit der Flexe ein wenig zugeredet habe, 1,7° nach hinten, was ich eben für das vorher beschriebene nutze.

Hatte vor einiger Zeit einen Fall, ein Fass herstellen, ich brauchte einen Winkel, den der Schwenkmesserkopf nicht kann, aber noch wichtiger, es musste in die Schräge eine Nut. Ja geht auch mit einer starren Maschine, ist aber damit viel einfach zu erledigen.
 

predatorklein

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Moin

Kommt einfach auf den Anwendungsbereich an .
Wer öfters mal Gesimse oder ähnliches fräst , ist mit einer Schwenkspindelfräse gut bedient .

Ist doch das gleiche Spiel wie mit einer FKS .

Hab ich den Platz und das Geld , kauf ich mir eine .
Macht einfach mehr Spaß als eine TKS .

Und die Preise sind derzeit im Keller , also warum keine schwenkbare Fräse kaufen ?

https://www.kleinanzeigen.de/s-anze...kfraese-schlitten-vorschub/3398569248-84-2024

Getreu dem Motto :

" besser ein Taschenmesser haben und es nicht brauchen , als ein Taschenmesser zu brauchen und keins zu haben . " :emoji_wink:

Gruß
 

wasmachen

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ich habe inzwischen eine Schwenkspindel, bin froh sie zu haben. Einfach Dinge wie Fälzen oder eine Rundung stelle ich 0,5-1° , nach hinten wenn ich von unten Fräse. Der Fehler ist beim Fälzen eigentlich in den meisten Fällen ohne Bedeutung, jedes nachschleifen erzeigt mehr Fehler, aber der Gewinn an Qualität des Falzes ist enorm, und wenn man dazu noch einen Schwenkmesserkopf einsetzt, dann wird es richtig fein.

Den Gag bei der Rundung verstehe ich ned ganz... oder gehts darum, ne verlaufende Rundung ohne verlaufenden Rundungsfräser zu erstellen?

Dein Falzkopf ist ohne Vorschneider, oder wieso ist der Schwenkmesserkopf da die bessere Wahl?
 

Lorenzo

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Schwenkmesserkopf und entsprechend geschwenkte Spindel sorgen dafür, dass die Messer das Holz nur für den Schnitt berühren. Bei einer 90° gestellten Spindel und normalem Falzkopf streifen die Messer kontinuierlich an einer Fläche des Falzes.
Das Ergebnis der ersten Variante ist einfach brutal sauber. Ich hab mal einen prismatischen Falzkopf bei Kleinanzeigen gefunden. Für den muss die Spindel um 5° nach hinten geschwenkt werden für einen rechtwinkligen Falz. Bei geringem Vorschub, und damit keinem sichtbaren Messerschritt mehr, ist das Ergebnis perfekt.
PXL_20250409_181636262.jpg
 
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kberg10

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Eine schräge Nut kann ich mit der schwenkbaren TKS machen. Ansonsten geht mir die schwenkbare Frässpindel überhaupt nicht ab.
Ich streite hier aber nicht ab, dass die Oberfläche glatter, sauberer wird mit entsprechenden Fräsern. Diese muss man aber erst mal haben.
Mir ist die Kompaktheit der Maschine wichtiger.
 

wasmachen

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Schwenkmesserkopf und entsprechend geschwenkte Spindel sorgen dafür, dass die Messer das Holz nur für den Schnitt berühren. Bei einer 90° gestellten Spindel und normalem Falzkopf streifen die Messer kontinuierlich an einer Fläche des Falzes.
Das Ergebnis der ersten Variante ist einfach brutal sauber. Ich hab mal einen prismatischen Falzkopf bei Kleinanzeigen gefunden. Für den muss die Spindel um 5° nach hinten geschwenkt werden für einen rechtwinkligen Falz. Bei geringem Vorschub, und damit keinem sichtbaren Messerschritt mehr, ist das Ergebnis perfekt.
Anhang anzeigen 216635

Gut, da ist die Vorschneidersituation auch anders.... gilt das gesagte auch für 'normale' Vorschneiderplättchen?

Macht deiner trotzdem n richtig kantigen Falz? So Türfalzfräser z.b. haben ja mittlerweile oft keine Vorschneider mehr, sondern machen den Falz innen mit kleiner Rundung...
 

Kerstenk

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Den Gag bei der Rundung verstehe ich ned ganz... oder gehts darum, ne verlaufende Rundung ohne verlaufenden Rundungsfräser zu erstellen?

Dein Falzkopf ist ohne Vorschneider, oder wieso ist der Schwenkmesserkopf da die bessere Wahl?
Lorenz hat es sehr gut erklärt. Vorschneider schaben über die gesamte Fläche und kann somit auch schaden anrichten. Die Messer bei geschwenkt , schneiden nur die gesamte Breite nur an einer einzigen Stelle, an der breitesten Stelle, dann hebt er wieder ab, sind nur wenige hundertstel mm, reicht aber um keinen Schaden mehr anzurichten.
Bei dem Abrunder ist es genau das gleiche, er berührt die Fläche die gesamte Zeit, sieht man gerne daran das die Kanten bei stumpf werdenden Messern "verbrennt", dass bei großen Radien stärker.
Damit schont man auch die Messer, sie werden nicht so schnell stumpf und der Falz wird schöner, ohne die blöde Kerbe von den Vorschneidern, ich nutze nun Messer die an vier Seiten eine Schneide haben.
 

Curby

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Wenn selbst die günstigen Hammer, Holfprofi, Stomana oder Bernardomaschinen Schwenkspindeln für wenig mehr anbieten würde ich das immer mitnehmen.
 

Kerstenk

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Mir ist die Kompaktheit der Maschine wichtiger.
einige der modernen Maschinen, die nach hinten schwenken, haben vorne einen Bauch, den ich auch nicht haben wollte, kann man für kleinere Sachen nicht mehr gut dran stehen. Meine Frommia 705 ist vorne wie eine Starre, da ich viele Kleinsachen mache, ist mir das sehr wichtig, vorne hereinschieben und hinten abnehmen, ohne herumlaufen zu müssen.
 

Lorenzo

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Meine Säge/Fräse Kombi hat ne schwenkbare Spindel und damit sie ab und zu geschwenkt wird... Für mich ein netter Bonus. Ich hätte sie auch mit starrer Fräse gekauft. Ich fräs meistens am Frästisch, und spar mir das umbauen. Falze und Nuten sind oft nicht sichtbar.


Macht deiner trotzdem n richtig kantigen Falz?
Ja. Macht nen kantigen Falz.
Bei sichtbaren Falzen die lackiert werden ist die Rundung im Inneneck super, aber hier geht's um meine Privatwerkstatt, da brauch ich das nicht. Ich lackier auch nicht. ich finde einen sichtbaren Falz schöner ohne Rundung, und ohne die Kerbe vom Vorschneider.
Is aber purer Luxus aus Spaß an der Freude. Und der Falzkopf war günstig.. Die Oberfläche sieht aus wie von Hand gehobelt. Was ich ja tatsächlich bei meinem Möbeln mach..
 

Templar

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Hi,
ich habe mir auch eine mit starrer Achse zugelegt. Für das was ich im Hobbybereich mache reicht das vollkommen. Und je mehr dran ist, umso mehr kann kaputt gehen oder Probleme machen.
Viele Grüße
Martin
 

isso

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Das mit dem falzen und leicht schräg stellen teste ich jedenfalls mal.

Nur drüber nachgedacht, vielleicht spart man ja ein paar Schneiden ein!
 

brubu

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Das kann mit dem Einstellen mühsam werden. Wird die Höhe justiert verstellt sich meist auch die Tiefe wenn die Maschine nicht speziell dafür gebaut ist.
 
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