Steinwaschbecken an Holzständerwand aufhängen mit M24 Gewindestange in 140er KVH

thinkflou

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Hallo Woodworker,

ich bin Neuling hier und möchte direkt mal um euren Rat bitten.

Ich kernsaniere in Eigenleistung ein Haus und möchte nun ein schweres Steinwaschbecken an einer tragenden Holzständerwand aus KVH schwebend aufhängen.
Die Schwellen der Wand sind an Boden und Decke befestigt.
Das Waschbecken soll jedoch 14cm vor dieser Holzständerwand hängen.
  • Holzständermaße (BxT) 200 x 120 mm
  • Gewicht Waschbecken: 150 kg
  • Annahme Last aus Abstützen: 50 kg
  • Tiefe Waschbecken: 48 cm
  • Anzahl Aufhängungspunkte: 3
  • Drehmoment pro Aufhängepunkt: 330 Nm
Ich möchte auf Schwerlastkonsolen in Winkelform verzichten, da diese mit dem Unterschrank kollidieren würden.

Daher folgender Plan:

- vor jeden der drei Holzständer einen neuen Ständer aus KVH (BxT) 200x140 mm schrauben, um den gewünschten Abstand herzustellen.
Diese Ständer stehen nicht auf dem Boden/Schwelle auf, da hier ein Abflussrohr liegt.

- vorher M24 Gewindestangen durch die neuen Ständer stecken. Vorne und hinten mit Muttern kontern. (Es braucht eine Aussparung für die Mutter im aktuellen Ständer der Wand)

- Auf diesen Gewindestangen liegt das Waschbecken auf. Jeweils ca. 66kg (330Nm).

Wird das 140mm tiefe KVH die Last auf den Gewindestangen aushalten oder gibt es Bedenken des Ausreißens?

Ich danke euch schonmal im Voraus.
Gruß,
Florian

PXL_20260510_183521366.jpg

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Daniboy

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Hallo Florian, willkommen im Forum!

Das ist ja ein interessantes (und gut beschriebenes) Vorhaben.
Mein Rat wäre allerdings, das nicht zu machen!

Wenn sich solche Massen im Fehlerfall selbstständig machen, könnte das Schwerverletzte geben. Im ungefährlichsten Fall hätte man nur einen Wasserrohrbruch mit Überschwemmung wenn man nicht zu Hause ist.

Vielleicht kommen ja noch anders lautende Meinungen.
Gruß Dani

(PS: Meine Argumente sind im Detail wie folgt:
Aufgrund der hohen Massen, und der dadurch möglichen hohen Gefahr, würde ich mindestens einen Sicherheitsfaktor von 2 ansetzen. Die Massen nehme ich an mit: Becken 150 + Wasser 20+ Abstützung 80=250 ergibt mit doppelter Sicherheit eine Last von 500kg. (Zum Vergleich: Selbst ein einfacher WC-Trägerrahmen ist ja schon auf 400kg ausgelegt.)

Mit dieser Lastannahme ist man aber, wie ich finde über den "Hobby-DIY-Bereich" hinaus und müsste, wenn man so was verantwortungsvoll umsetzen will, sich einen Fachbetrieb suchen, der u.a. eine statische Berechnung macht, die Standsicherheit garantiert usw. Ich sehe hier eher eine Sonderschweißkonstruktion in der Wand mit eigener Stütze bis zum Boden und entsprechenden Abstützhebel.)
 

thinkflou

ww-pappel
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Danke für deine Meinung.
Hättest du bei Verwendung von Schwerlastkonsolen weniger Bauchschmerzen?
Bei HEBGO gibt's da passende mit 250kg Tragkraft pro Stück. Die verwenden da lediglich 3 M10 Verschraubungen pro Konsole.

Der Waschbecken-Hersteller verwendet standardmäßig M24 Gewindestangen. Diese passen in die unterseitigen Ausfräsungen im Stein. Es geht hier also hauptsächlich um die Verbindung Gewindestange in Holz, sowie die Verbindung der Abstandshalter zur Holzständerwand.

Nichtsdestotrotz habe ich die Gewindestangen selber nochmal durchgerechnet.
Annahme einer einseitig eingespannte Welle mit Dreieckslast (wegen einer möglichen Abstützung in Höhe des Körpergewichtes am freien Ende).
Erwartungsgemäß ist da aber alles (Scher- und Biegespannung, Durchbiegung,...) im grünen Bereich.

Das 200x140er KVH mit 1m Länge als Abstandshalter würde ich wohl mit 8 Schrauben (2 Reihen a 4 Schrauben, 20cm Abstand) mit der Holzständerwand verbinden.
Die Flächenpressung muss auf die vertikale Last von 500kg/3 (3 Auflagepunkte) ausgelegt sein.

Was wäre noch zu prüfen?

-Die Flächenpressung gegenüber der zulässigen Druckfestigkeit des KVH
- Die Abscherfestigkeit der Schrauben
- Den Kopfdurchzugswiderstand prüfen
- Das maximale Drehmoment der Kontermutter der Gewindestange gegenüber der zulässigen Druckfestigkeit des KVH
- ...
Das ist in meinen Augen erstmal Fleißarbeit.

Einen Stahlrahmen könnte ich auch selbst herstellen. Material und Schweißgerät sind sogar vor Ort. Allerdings würde ich aus Gewichtsgründen diesmal gerne mit Holz arbeiten wollen.
Der Zimmermeister kommt die Tage nochmal vorbei. Der könnte ja ebenfalls nochmal eine Meinung abgeben. Sie sind aber i.d.R. Pro-Holz...Logischerweise.

Wie gesagt, eine Schwelle zur Bodenabstützung geht leider nicht, da ist das Abflussrohr und Wasserleitung zum Waschbecken führen muss.
 
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wildsau11

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keine Ahnung ob es funktioniert, wie wird das Steinwaschbecken sonst befestigt?
Auf alle Fälle würde ich Geka C11 setzen, bei M24 benötigst Du aber entweder Durchmesser 95mm oder 115mm. Die Dübel nennen sich zwar Einpressdübel, du musst aber beim Geka die Scheibenstärke ausreiben, und dann die Dübel hydraulisch einpressen. Einpressen mit der Schraube funktioniert nicht, vorher reißt Du die M24 ab. Viel Erfolg!
 

thinkflou

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Hi,

danke für deinen Beitrag.
Das Waschbecken hat ansonsten keinerlei Befestigungsmöglichkeiten. Es liegt nur auf.

Eine hydraulische Presse habe ich.

Edith: Nach Einlesen in das Thema Einpressdübel habe ich den Sinn nun auch verstanden. Danke für den Tipp. Werde ich auf jeden Fall verwenden.
 
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methylase

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Ich hätte bei der von dir beschriebenen Umsetzung keine Bedenken. Wenn die Befestigung des Waschbeckens an drei Punkten vorgesehen ist glaube ich das du mit ausreichend Sicherheit geplant hast.

Grüße Matthias
 

wirdelprumpft

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Hersteller des Waschbeckens? Typ?

liegt das Waschbecken irgendwie auf dem Unterschrank auf oder schwebt der darunter?
Ich nehm immer den Unterschrankaufhänger der hält 120 kg pro Aufhänger (mit großer Grundplatte)
evtl. könnte man 2 kleine Stützen zum Waschbecken machen, wenn kein direkter Kontakt möglich ist.
 

thinkflou

ww-pappel
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Hi,

das Becken kommt aus der Türkei und ist aus Naturstein (Travertin). Hersteller unbekannt.

Skizze anbei. Rot markiert die Ausfräsungen, wo es auf den Gewindestangen aufliegt.

PXL_20260509_103230521~2.jpg

Das Becken liegt nicht auf einem Unterschrank auf, sondern schwebt darüber.
Schwerlastkonsolen kollidieren halt mit einem Unterschrank, vor allem bei der mittigen Abstützung. Links und rechts wäre das wohl noch möglich.

Mein Zimmermeister würde das ganze sogar noch "einfacher" bauen, mit einem Querbalken. Da hätte ich aber wegen dem Biegemoment doch Bedenken und würde eher vertikal Balken anschrauben.

Ich würde jetzt die Scheibendübel nur im 14er "Abstandshalter" Holz verwenden.
Die Gewindestange steckt also nur im 14cm dicken Ständer aus Leimverbinderholz.
Vorne und hinten mit Scheibendübel.
 
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thinkflou

ww-pappel
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Heute habe ich den Plan in die Tat umgesetzt.
Danke für eure Tipps. Vor allem der Hinweis auf die Scheibendübel war super.
Ihr könnt ja gerne nochmal eure Meinung dazu äußern, ob sich das 150 kg Becken darauf sicher ablegen lässt.

Einkaufsliste:
2 STK. 14x24 cm Leimholzbinder links & rechts
1 STK. 14x14 cm Leimholzbinder mittig
25 STK. 10x260 Teilgewindeschrauben
4 STK. GEKA C11 Scheibendübel in 115mm
2 STK. GEKA C11 Scheibendübel in 95mm

Vorgebohrt mit 24mm Schlangenbohrer, ausgerichtet mit Laser.

20107.jpg


Scheibendübel mittels 12 To. Presse eingepresst

PXL_20260523_112255881.jpg

Alle drei Ständer mit 10x260 mm Teilgewindeschrauben (Tellerkopf) mit der Holzständerwand verschraubt.
Die beiden äußeren 14x24 cm Ständer (1m Länge) stehen exakt mittig vor zwei 10x12 Ständer, die sich in der Holzständerwand befinden.

Der mittlere 14x14 Ständer steht vor einem einzelnen 10x12 Ständer in der Wand.
Leider waren die Leimholzbinder blöderweise so zusammengeleimt, dass ich quasi zwischen die Verklebung schrauben musste. Hätte es gerne 90° gedreht gehabt.

Ich habe jede Stange mit meinem Körpergewicht von 60 kg belastet und dabei gewippt.
Sieht ersteinmal ganz gut aus.

PXL_20260523_185650369.jpg

Zur Sicherheit noch Winkel drunter gesetzt. Wegen den Wasser-& Abwasserleitungen konnte ich die Ständer nicht auf den Boden aufstellen.

PXL_20260523_170633372.jpg

Das Waschbecken liegt noch in der Garage. Die 150 kg schleppe ich nicht alleine ins OG.

PXL_20260518_120859948.jpg
 

Daniboy

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....Ihr könnt ja gerne nochmal eure Meinung dazu äußern, ob sich das 150 kg Becken darauf sicher ablegen lässt...
Meine eher skeptische Meinung aus Beitrag#2 hat sich dazu nicht wirklich geändert, tut mir leid.
Ich würde, ohne Not, so eine Last, an einer Holzmauer, in der Art nicht befestigen, noch dazu wenn sie über einen längeren Zeitraum in einem Feuchtraum ist.

Sehr gut finde ich, dass man vorher Belastungstests macht. Am besten mit entsprechendem Sicherheitsaufschlag.

....Ich habe jede Stange mit meinem Körpergewicht von 60 kg belastet und dabei gewippt....

Das halte ich als Prüfbelastung für zu wenig, man müsste nach meiner Rechnung (s.u.) bei 60 kg einen Hebel von 2.3 m (!) Länge ansetzen.


Ich würde hier ein entsprechendes Moment aufbringen, welches sich für mich im Prinzip wie folgt ergibt: Die Summe der höchstmöglichen Momente (Worst Case) multipliziert mit dem Sicherheitsfaktor.

Die 150 kg des Beckens plus die 20 kg Wasser verteilen sich als statisch unbestimmter Träger wahrscheinlich nicht gleichmäßig auf die drei Stützen. Ich gehe davon aus, dass der mittlere Stab mehr als die Hälfte der Gesamtlast tragen muss – ca. 60 %. Das Becken ist aber auch keine komplette Gleichlast, da genau in der Mitte mehr Steinmaterial vorhanden ist. Ich nehme einmal 100 kg Belastung für das mittlere Auflager an. Multipliziert mit dem Abstand bis zur Beckenmitte von 0,38 m (140 mm + 480 mm / 2) ergibt das ein Moment von 38 kg auf einen Meter bzw. gerundet 380 Nm.

Dazu kommt noch das Moment für die Abstützkraft einer Person, z. B. durch Stolpern und Festhalten am äußeren Beckenrand. Diese Kraft kann direkt über einem Auflager eingeleitet werden und verteilt sich daher eher nicht. Also z. B. deine Annahme: 50 kg für die Abstützkraft multipliziert mit 0,62 m (140 mm + 480 mm) ergibt ein Moment von 31 kg auf einen Meter bzw. gerundet 310 Nm.

Das ergibt zusammen ca. 690 Nm und mit einem Sicherheitsfaktor von 2 ein Prüfmoment von ca. 1380 Nm an der einzelnen mittleren Stütze. Also ca. 138 kg auf einen Meter. Wenn du mit deinem Körpergewicht von 60 kg arbeiten willst, müsstest du demnach einen Hebel von 2,3 m (von der Wand gemessen) wählen.
 
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thinkflou

ww-pappel
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Hallo Daniboy,

ich kann deine Skepsis nachvollziehen und nehme das auch wirklich ernst.
Das ganze soll die nächsten 40 Jahre halten, so wie alles hier am Haus.

Deine Überschlagsrechnungen sind nachvollziehbar. Ich kann aber nicht erkennen, was in deinen Augen exakt die Schwachstelle sein soll.

Die Gewindestange ist ausreichend dimensioniert. Ja, die biegt sich natürlich leicht durch am freien Ende, aber ein Bruch ist ausgeschlossen.
Die Scheibendübel sind in Hartholz für eine Tragfähigkeit von 2-3 Tonnen ausgelegt.
Die 10x260 Tellerkopfschrauben halten ebenfalls extreme Kopfdurchzugskräfte aus

Nicht 100% sicher bin ich bei der Verbindung Scheibendübel zu Leimholzbinder, aufgrund der Faserrichtung bzw. des Aufbaus der Holzschichten.

Wenn ich auf den Stangen sitzen wippe, dann bringe ich durch die beschleunigte Masse ganz easy mehr als das Doppelte meines Körpergewicht als Belastung auf die Stange.
Ein statischer Test mit 150 kg pro Stange am freien Ende kann ich aber gleich auch nochmal unternehmen.

Aber was wird in deinen Augen als erstes versagen?
Ein Bruch der 10x12 Ständer in der Wand oder wird die Verbindung von Abstandshalter zur Wand lose?
 

Daniboy

ww-robinie
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....Ich kann aber nicht erkennen, was in deinen Augen exakt die Schwachstelle sein soll.

Hallo Florian,

da ich keinen Einblick habe, wie die Wand exakt ausgeführt ist, an die du Teile schraubst, an die du wieder Teile schraubst, bzw wie sich diese genau abstützt oder befestigt wird, und ob das nachher so ausgeführt wird, dass keine Feuchtigkeit zu tragenden Holzkonstruktionen kommt, die die Festigkeit über die nächsten 40 Jahre verändert, muss ich natürlich skeptisch sein.

Ich will nicht behauptet, dass die Konstruktion so nicht funktionieren kann, es ist halt irgendwie so:
"Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden" :emoji_slight_smile:

Üblicherweise ist ja die erste Sicherheits-Empfehlung immer die Hauptursache der Gefahr auszuschalten. Also zB ein leichtes Becken zu nehmen, oder zumindest kein schwebendes, Schweres. Nur wenn das nicht geht muss man halt Sicherheitsnetze für den Versagensfall einziehen bzw die Einzelrisiken irgendwie absichern, was ich aber im DIY-Bereich nicht empfehle, sondern eher die einfache erste Methode.

Wenn du selbst Techniker bzw Fachman bist, kannst du dich da natürlicher weiter herauslehnen, aber es übersteigt m.E. etwas was ein Forum leisten kann, um das konkret abzuklären, weil es da ja auch oft auf Details ankommt, die man am ehesten vor Ort ausreichend beurteilen kann.

Mein Fazit:
  • Wenn 1 Halterung ausfällt und die 2 anderen halten alles noch, wäre das eine gute Sicherheit, und
  • wenn ein ausreichend großes Prüfgewicht (s.u.) die Befestigungen erprobt, wäre das eine gute Sicherheit
  • Wenn die Gewindestangen in den Führungsrillen des Becken zuätzlich mit Silikon eingeklebt werden, kann verhindert werden, dass das Becken (im Fehlerfall) bei leichter Schräglage u.U. nach vorne (zum Anwender hin) rutscht (das wäre nämlich u.U. ein sich selbst verstärkender Effekt)
...Wenn ich auf den Stangen sitzen wippe, dann bringe ich durch die beschleunigte Masse ganz easy mehr als das Doppelte meines Körpergewicht als Belastung auf die Stange. Ein statischer Test mit 150 kg pro Stange am freien Ende kann ich aber gleich auch nochmal unternehmen....

Einen Belastungstest finde ich super. :emoji_thumbsup: Auch wenn du durch Wippen natürlich mehr Belastung bekommst, schlage ich trotzdem vor, eine statische Last aufzubringen, da du diese exakter bestimmen kannst und nicht schätzen musst. Gegebenenfalls einfach ein stabiles Rohr über die Gewindestange stecken um auf den entsprechnden Hebelabstand zu kommen.

Ich schlage vor, nicht gleich das volle Prüfmoment, mit zweifacher Sicherheit aufzubringen, sondern erstmal ohne Sicherheitfaktor zu belasten und dabei die Holzbefestigungen und die Wand optisch und akustisch zu beobachten und dann vorsichtig zu steigern (ohne Wippen).

Wie lange sind denn deine Gewindestangen, jetzt (und von wo aus gemessen)?
(Am Bild sehen die mir noch länger aus als notwendig, oder täuscht das?)
Welche Last würdest du wo ansetzen? Jetzt hast du ja noch die Gelegenheit das ordentlich zu testen um für die Zukunft von meinen Unkenrufen hier gefeit zu sein :emoji_slight_smile:
 
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thinkflou

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Neuss
Danke für deine Klarstellung.

Zugegeben, als Maschinenbauingenieur traue ich mir tatsächlich mehr zu, als andere DIYler. Erst Recht durch die letzten 18 Monate Umbauphase in 90%iger Eigenleistung. Vom Haus standen quasi nur noch die Grundmauern und das reine Dachgebälk.

Über ein zusätzliches Verkleben des Beckens habe ich heute ebenfalls nachgedacht. Ich denke ich werde die Wand hinter dem Becken doppelt mit Zementfaserplatten beplanken, sodass die gesamte rückseitige Stirnwand des Beckens mit der Wand verklebt werden kann.
Das Verkleben der Gewindestangen mit dem Becken ist auch eine gute Idee. Das nehme ich mit! Danke dir.
Ich hoffe vor dem Beplanken der Wand das Becken testweise auflegen zu können.

Die beiden äußeren Gewindestangen stehen derzeit 85 cm über. Die Mittlere ca. 55 cm.
Benötigt werden nur 45 cm, bei einer Tiefe des Beckens von 48 cm.

Belastet haben wir heute statisch mit 130 kg (Zwei Personen sitzend auf einer Stange).
Am freien Ende der 55cm Stange kommt es dabei zu einer Durchbiegung von 15mm.
Starke dynamische Belastungen führen zu keinerlei Geräuschen oder sichtbaren Veränderungen im Bereich der Aufnahmepunkte.
Egal wie stark man zieht/drückt/wippt...was auch immer. Und glaubt mir, solche "wippenden" Stangen verleiten zu einer super Ablenkung auf der Baustelle.

Kurz noch zur Wand an sich:
Die Holzständerwand ist vom Statiker berechnet und vom Zimmerer neu erstellt worden.
Bestehend aus 10x12er KVH.
Schwelle, Rähm und 7 Ständer, je im Abstand von 625 mm (Mitte-Mitte.

Über und unter der Wand verlaufen quer zur Wand die Holzbalken (8x18 cm) der Geschossdecken.
Schwelle und Rähm sind an diese quer verlaufenden Deckenbalken und die Mittelpfetten verschraubt.
Direkt unterhalb der unteren Deckenbalken verlaufen in der selben Flucht der Wand ein IPE 240 Stahlträger.
 

pedder

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Ich bin ja weit weg von solchen Berechnungen, aber da soll doch ein Schrank drunter, auch wenn das Becken nur schweben soll.
Wenn das Becken aufhören sollte zu schweben, staht da ja der Schrank und bremst den Fall.

EIne Holzwand scheint mir für sowas sogar besser geeignet als eine gemauerte.
 

inselino

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Wenn das Becken aufhören sollte zu schweben, staht da ja der Schrank und bremst den Fall
Könnte man auch anders sehen, wenn es nicht hält sorgt der SChrank dafür, dass das Ding nicht gerade nach unten fällt sondern Richtung Mensch nach vorne rutscht.

Ich finde das Unterfang auch eher schwierig und gehe davon aus, wenn was passiert wirds haarig. Da wird kein Nachweis eines fachgerechten Einbaus erfolgen können, weil er ziemlich sicher nicht fachgerecht ist. Wenn dann noch jemand auf die Idee kommt, dass soetwas
Zugegeben, als Maschinenbauingenieur traue ich mir tatsächlich mehr zu, als andere DIYler
dafür spricht, dass du es als Ingenieur besser wissen müsstest wird es noch hässlicher.
Warum macht man ein schwebendes Waschbecken, wenn man dann einen Schrank drunterstellt? Wirkt das nicht dem Sinn und Zweck entgegen?

Aus meiner Sicht ist der kritische Part nicht unbedingt der Bruch der Halter sondern das langsame Verbiegen. Und dann stürzt jemand, hält sich fest oder Kinder spielen wild und das WAschbecken rutscht nach vorne. Da fände ich eine richtige Verbidnung besser als "nur" silikon auf den Trägern.
 

pedder

ww-robinie
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Wie soll es denn nach vorn Rutschen?
Abriss der Gewindestangen?
Ausriss aus der Konstruktion?

Oder habe ich den Punkt zu wenig gewichtet:
Hi,

danke für deinen Beitrag.
Das Waschbecken hat ansonsten keinerlei Befestigungsmöglichkeiten. Es liegt nur auf.
Es wird nicht an den Gewindestangen festgeschraubt???

Warum nicht?
 

Da bin ich

ww-robinie
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Ich könnte mir vorstellen dass eine Halterung die man später noch leicht korrigieren kann hier von Vorteil gewesen wäre.
für mich sieht das Becken so aus als würde es kein ,,Gefälle,, zum Ablauf geben. Das kann je nach Wasser das im Becken stehen bleib zu kalkrändern führen . Ist aber nur so ein Bedenken von mir. Auch wenn die GewindeStangen sehr massiv aussehen hätte nach meine Meinung da was hingehört das weniger federt und sich nachträglich noch einstellen lässt .
 

thinkflou

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Es wird nicht an den Gewindestangen festgeschraubt???
Warum nicht?
Es hat auf der Unterseite halt lediglich Nuten. Es gibt keine Ausbuchtung für eine Kontermutter.
Wie gesagt, die Idee der Aufhängung stammt vom Händler. Der verkauft Dutzende im Monat. Im Lager liegen entsprechend viele M24 Gewindestangen.

Es kommt ein Unterschrank darunter, der soll aber ebenfalls schweben. Also keine Füße besitzen.
Sollte sich die ganze Konstruktion auf Dauer nicht beweisen können (Durchbiegung, Gefälle, Wippendes Becken,...), so kann ich im Zweifel immer noch zwei Füße unter den Schrank bauen.

Ich wollte zunächst ja auch Schwerlastkonsen nehmen. Aber selbst die HEBGO mit 250kg Tragkraft pro Halter haben an der Auflagefläche zur Wand nur eine Fläche von 8x17 cm für drei M8 Schrauben.
Da sehe ich jetzt beim Thema "Ausreißen" meine Konstruktion vorne. Das vermeintliche "Wippen" und fehlende Einstellen ist natürlich ein Punkt. Aber da hat der Händler hat entsprechende Erfahrung vorliegen. Denke ich muss das Becken einfach mal auflegen und den Praxistest machen.
 

pedder

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Nur Gravitation wäre mir auch zu wenig. Irgendwie muss das Becken doch an der Wand befestig werden können, oder?
 

Holzwerker1984

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Wenn sich das Becken nicht festschrauben lässt:
Wäre es denn denkbar auf der Rückseite des Beckens Bohrungen anzubringen und dort Gewindestangen einzukleben?
Die Gewindestangen dann durchs KVH durch und von der Rückseite kontern.

Ansonsten würde ich das Becken nicht nur auf Stangen auflegen, sondern eher durch ein Dreieck stützen. Das Dreieck lässt sich evtl. im Unterschrank verstecken.
 

methylase

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Ich würde die Gewindestangen mit Montagemörtel oder auch Montagekleber in den Nuten fixieren. Eine Raupe auf die Stangen und den Waschtisch auflegen. Dann wird sich dieser die nächsten 40 Jahre nicht bewegen. Dafür sollte die Wand dahinter aber fertig sein, inklusive Fliesen usw.
Nichts ist unmöglich aber man sollte auch realistisch an die Sache rangehen, und wenn ich die Vorbereitung sehe, bin ich sicher dass es sicher ist.
Grüße Matthias
 

brubu

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M24 sind ordentlich dick, ob sie irgendwann etwas nachgeben/ federn sieht man dann. Wenn, reisst es hinten immer wieder die Silikonfuge ab.
Ich hätte Konsolen erwartet die in die Nuten des Beckens passen. Die Konsolen hätten nach unten in der Wand versteckt sehr lang sein können.
In der Ecke wäre ev. trotzdem ein eingeschweisstes Verstärkungsdreieck nötig gewesen. ( Erfahrung haben wir aus rund 170 nochmals demontierten und verstärkten Konsolen) Nicht weil sie nicht gehalten hätten, sondern weil alles zu elastisch war.

Aber wenn der Händler es so verkauft wird es gut sein, einfach nachschauen ob es in der Montageanleitung auch so steht.
 

andama

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M24 werden wohl die 150kg tragen.
Was mir in der Zeichnung auffiel, ist dass die Nuten nicht bemaßt sind und möglicherweise zum Auflegen nicht bestimmt sind.
Kannst du sicherstellen, dass die Gewindestangen an den äußeren Punkten tatsächlich in einer Linie sind.
Hast du das Becken mal zur Probe auf die Gewindestangen gelegt und mit der Wasserwaage geprüft?
Wahrscheinlich sind 2 Gewindestangen zum Ausrichten besser.
Für mich wäre eine geschweißte Stahlkonstruktion, die in die drei Nuten greift die genauere und sichere Variante.
 

inselino

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Oder habe ich den Punkt zu wenig gewichtet:
Ja genau das war mein Punkt. Also es ist mir durchaus schon passiert, dass ich im nassen Bad mal ausgerutscht bin und mich am Waschbecken festgehalten habe. Und wenn ich da ungünstigerweise so dran ziehe, dass die Kraft horizontal nach vorne wirkt, ziehe ich mir das becken entgegen und nur die Reibung auf den Stangen wirkt dem entgegen. Und wenn sich dann die Stangen irgendwann etwas biegen (irgendwo gibt etwas ein bisschen nach, Materialermüdung, Quellung/SChwindung durch Feuchtigkeit was auch immer) dann liegt der 150kg Trumm vielleicht mit Minimalem Gefälle nach vorne, ohne, dass du es merkst. Und wenn dan so eine Kraft kommt rutscht er vielleicht und das hälst du nicht mehr auf.

Ich denke auch, dass das reine abbrechen der Träger nach unten recht unwahrscheinlich ist, aber das rutschen nach vorne ist aus meiner Sicht nicht komplett unwahrscheinlich und sau gefährlich. Das muss entweder mit der Wand oder mit den Trägern verbunden werden.
 

carsten

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Hallo

kenne Steinwaschbecken auch nur aufgelegt auf Konsolen. Der Casus knaxus ist für mich der Stein. Natürliches inhomogenes Material.
Gerade noch die Zeichnung in #8 gesehen. Never ever würde ich das Waschbecken an drei Gewindestäbe aufhängen bzw auflegen.
 
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