Abrechnung Werkstattnutzung für Kollegen

flo20xe

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Servus mitnand,

wir arbeiten immer mal wieder für einen Innenausbauer (Bau von Möbeln und Einrichtungsgegenständen, Lackieren von Oberflächen etc., Montage übernimmt der Betrieb dann selbst).
Hin und wieder kommts auch mal vor, dass ein Mitarbeiter unseres Kunden bei uns in der Werkstatt was für diesen Betrieb macht (Arbeiten an den Standardmaschinen, Lackieren, Bankraum).
Das wurde bisher immer so pi mal Daumen abgerechnet und war auch okay.
Wir würden das aber beidseitig künftig gerne nach fixen Stundenpreisen abrechenen.

Ich will da jetzt auch keine Mondpreise aufrufen, aber natürlich sollen die Kosten die mir entstehen gedeckt sein.

Das das ein individuelles Thema ist, ist mir völlig klar. Mich würden nur mal Vergleichswerte interessieren, was ihr in solchen Fällen verlangt.

Ich wäre jetzt mal grob bei 45€ für die Bankraumstunden und 55€ für Maschinenraum und Lackraum. Netto natürlich. Dabei bitte berücksichtigen, wir sind hier im Speckgürtel von München.....
 

chips

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Hmm, das darf man ja nicht verwechseln mit normalen Maschinenstunden!
Der Mitarbeiter ist ja von der "anderen" Firma.
Es geht ja allein um die Nutzung der Infrastruktur.

Ich schätze ganz grob so an die 40.- für die Maschinenraumnutzung - hängt halt stark davon ab wie der genutzte Maschinenpark aussieht.
Für die Nutzung des Bankraumes deutlich weniger.

Aber wie gesagt, das ist sehr individuell zu rechnen.
LG Harald
 

HolzandMore

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Du rechnest da nicht ganz korrekt.
Nimm mal die FKS, Wieviel Minuten/Stunden pro Arbeitstag sägst du damit gewerblich? Lass das mal 2h max pro Tag sein. Das wäre dann knapp 1,7k€ im Monat bei 40,- Euro.
Dafür hältest du die Maschine vor, die Werkstattfläche, Heizung, Srom, Verschleißmaterial und und und. Ich halte das nicht unbedingt zu viel für Personenfreie Maschinenstunde.
Das könnte bei einer alten F90 vieleicht zu viel sein, bei einer neuen Martin sicher zu wenig.
Gruß Andi
 

FredT

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Der Nutzer kann natürlich eine Rechnung nach genutzter Leistung erwarten, aber wie berechnet sich die? Die aufgerufene Summe muß ja nachvollziehbar sein.
 

HolzandMore

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Die Berechnung sollte eigentlich nicht so schwer sein, Anschaffungskosten, Laufzeit pro Tag, geplante Arbeitstage pro Jahr, jährliche AfA, Anschlussleistung, kalkulatorische Miete für Werkstatt pro qm, kalkulatorische Zinsen, Kosten für Versicherungen, Kosten für Heizung pro qm, Werkzeugkosten, kalkulatorischer Reparatursatz etc. Man muss halt die einzelnen Daten für die Kalkulation kennen, sonst wurstelt man m.E. nur vor sich hin.
Sind die Maschinen nur z.B. geleased, dann ist es etwas einfacher.
Im Netz gibts dazu gute Tabellen, Vorlagen, Rechner...
Gruß Andi
 

isso

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Stark abhängig ist das natürlich davon ob es immer mal kurz ist oder da wirklich mehrere Tage irgendwas gebaut wird.
Da ist der Faktor "stören" ja ungleich höher, also Montag um 11 kommt xy und braucht 1,5 Std die Säge ist ja ganz was anderes als die nächsten 14 Tage ist xy da und baut ne Küche.

Dann kann man das verschieden beurteilen. Ich habe die Maschinen eh und rechne zusätzliche Kosten pro Stunde oder halt die Ausnutzung aufs Jahr gerechnet als Basis.

Eine Beurteilung deines Preises ist mir einfach nicht möglich.
 

wirdelprumpft

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Vielleicht könnte man die Stundensätze von Mietwerkstätten zugrunde legen.
Ansonsten kommt es halt darauf an ob man Fremde in der Werkstatt haben will oder nicht
und wenn ja wie ist der versichert bei Betriebsunfall.
Also der eigene Mitarbeiter fährt den mit dem Stapler um.... oder so

Berechnen von Bankraum: Mietkosten pro m2 + Strom+ Kleinmaschinennutzung+Verbrauchsmaterial - da sind 45€ schon ne Ansage.
Maschinenraum wird schwieriger aber da 55 Euro rechnerisch darzulegen dürfte bei einfachen Maschinen schwierig werden.
Nutzungsdauer/Platzbedarf/Strom + Absaugung und ggf. Kompressor wenn die Maschine Luft benötigt.
 

HolzandMore

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Wir sind doch im Profi Thread, OK, ich bin in dem Bereich kein Profi aber hab eine Ahnung von Kalkulaton.
Als Profi sollte man von jeder seiner Maschinen - für die man einen Abschreibplan aufstellt - den Maschinenstundensatz kennen, wie kann man denn ansonsten ein Angebot einem Kunden abgeben??
 

Holzrad09

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brubu

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So kompliziert funktioniert es nicht. Dann eher die ganzen Kosten über ein Jahr rechnen und damit einen Stundensatz berechnen. Aber auch so wird es kaum passen.
 

isso

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Also ich weiß auch nicht was welche Maschine pro Stunde kostet. Ich weiß welche Gesamtkosten ich auf die Stunde umlegen muss.

Daher die Frage ob da auch CNC genutzt wird.
 

flo20xe

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Es geht hier ja nicht um regelmäßige Nutzung sondern im Monat vielleicht mal 5-10 Stunden.

CNC wird nicht mitgenutzt, nur Standardmaschinen. Und alle Handmaschinen und alles was man halt in der Schreinerei so hat.
Bankraum könnte ich sicher auch mit 40€/h leben.
Aber Maschinen- und Lackraum ist mit Luft, Strom, Absaugung, Heizkosten und kalkulatorischer Abschreibung sowie Werkzeugkosten schon was anderes. Da wir auch überwiegend neue und gut ausgestattete Maschinen haben finde ich 55€ eigentlich schon fair.
 

isso

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Ich finde das bei dem geringen Stundenpensum auch fair, bzw genau beurteilen kann ich es natürlich nicht, aber es ist nicht abwegig :emoji_wink:
 

Martin45

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Was kostet für einen Endkunden eine Maschinenstunde von dir und was eine Montagestunde von dir?
Letzteres von ersterem abziehen, dann bleibt die Summe für die Maschinen übrig. Dann überlegen ob du drüber/drunter sein willst. Z.B. was drüber, weil nur selten und sporadisch genutzt.
 

isso

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Klar. Und wenn ich eine große Baustelle habe, verdiene ich weniger. Weil ich die ungenutzten Maschinen von meinem Gewinn bezahle?
 

predatorklein

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Moin

45 € für den Bankraum halte ich für zu hoch .
50 - 60 € für die Maschinenstunde sind aber normal , diesen Wert kriegt man auch von der HWK .

Man sollte aber auch nicht vergessen , dass man sich in kleinen Schreinereien oft für eine Monatspauschale für 500 - 800 € einmieten kann .
Zahlt man mehr ( Kollege von uns zahlt 1200 € / Monat in einer größeren Schreinerei ) , muss der Maschinenpark auch deutlich besser ausfgestattet sein .
Für 1200 € hat der eine moderne liegende PS , eine moderne KAM , ein modernes BAZ , einen modernen Lackraum und eine moderne Breitband .

Zeitliche Probs gibt es kaum , der Kollege arbeitet gerne früh oder auch spät .


In meinem Lehrbetrieb gab´s vor weit über 30 Jahren schon ein Schild , dass die Maschinenminute 1 D-Mark pro Minute kostet .
Da wusste der Kunde immer gleich , was Sache ist .

Die Abrechnung über die " Kaffeetasse " war imo immer schon für den :emoji_poop: ,wenn man öfters gesehen hat , was Leute da reinwerfen .

Dann lieber 5 Minuten für lau an der PS gesägt und dem Kunden gesagt , dass er einen weiterempfehlen soll .
Auf die Weise sind bei uns über die Jahre einige EBS zusammengekommen :emoji_grin:

Gruß
 

wasmachen

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1200 im Monat durch 160 Stunden des MA gibts 7,50,-

Zu den Preisen sag ich nichts.
Wär mir n viel wichtigeres Thema, was ist wenn was passiert?
Maschine reisst die Hufen hoch, weil wg Unachtsamkeit/sonstiges?
 

predatorklein

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1200 im Monat durch 160 Stunden des MA gibts 7,50,-
Moin

Ist der Jung jeden Monat 160 Stunden im Betrieb ?
Und wenn er da ist , was macht er ?
Wie oft ist der Jung auf Montage ?
Wie oft steht er an einer Werkbank und arbeitet mit dem Akkuschrauber und anderen Handmaschinen ?

Das sind wie bei vielen anderen Dingen auch ganz normale Mischkalkulationen .

Wir hatten öfters schon einen Untermieter , hat sich mit 500 € pauschal so gut wie immer gerechnet .
Heizung läuft sowieso , meist war sowieso jemand in der Werkstatt , was juckt es da , wenn jemand 30 Minuten die FKS oder den Hobel nutzt .

2 mal gab´s in 30 Jahren Ärger , der war aber schnell vorbei .
Ein Jung war einsichtig , weiter ging´s .
Der andere Jung nicht , der wurde eben gegangen .

Alles keine große Sache :emoji_thumbsup:

Gruß
 

happyc

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Einen a.d. Waffel
Den 1-euro-pro-Minute-Hinweis hab ich auch schon in mehreren Schreinereien gesehen - das ging aber in Richtung Privatleute, die reinschneiten und „mal eben“ was gemacht bekommen haben wollten. Also MA + Maschine.
 

flo20xe

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Wobei auf akutelle Stundensätze runtergerechnet 1€/min für solche Arbeiten deutlich zu wenig ist. 1,50€/h ist deutlich passender zu den tatsächlichen Kosten die da entstehen. Und das ist, zumindest inkl. Steuer eigentlich noch zu wenig.
 

Lorenzo

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Wie stark ist deine Werkstatt denn ausgelastet wenn kein externer da ist, Flo?

Bei uns in der Werkstatt sind öfter Serienarbeiten eingerichtet, da muss ich dann schon mal kucken wo ich mich mal reinmogeln kann, bzw. es ist sinnvoll mehrere Dinge parallel zu machen um flexibel zu sein. Klar laufen nie alle Maschinen gleichzeitig, aber umrüsten würde oft den Ablauf zu sehr stören.

Materialtransport durch den Maschinenraum kann bei wenig Platz stören.

Lackierarbeiten im letzten Betrieb wurde zusammengelegt, wenn da ein externer dann den Lackraum nutzen wollte, was soll man sagen, der hätte Pech gehabt, oder er müsste seine Lackiersachen an den eigenen Mitarbeiter abgeben.

Wenn eine weitere Person problemlos mitschwimmen kann, dann würde sich das auch deutlich im Preis auswirken weil die eigene Produktivität nicht gestört wird.

Wie flexibel ist der Externe, wie gut kann er Dinge mit dir und deinen Mitarbeitern absprechen?
 
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RUMBA

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Moin,

mir wäre es zu kompliziert bei 5 bis 10 Stunden im Monat Maschinen- und Bankraumstunden zu trennen.
nimm einfach 50 € die Stunde. Ist meiner Meinung nach bei den Stunden am einfachsten.

Bei der CNC kannste ja was drauf schlagen, aber ich denke, da darf der Mitarbeiter eh nicht dran.
Kante dann eventuell auch nochmal pro m nen 1€ drauf.

Aber was Lorenzo in Post 24 geschrieben hat ist auch eine sehr sehr gute Anmerkung.

5 Stunden a 50 sind gerade mal 250 €. nicht viel.
160 Stunden a 50 sind dann 8000 €. das haut dann natürlich schon rein.

Es kommt wirklich drauf an, wie derjenige den normalen Arbeitsablauf beeinträchtigt.
Schwimmt er einfach mit und fällt fast nicht auf, leicht verdientes Geld.
Stört er den Arbeitsablauf ist es nur eine Entschädigung, da Ihr nicht so arbeiten konntet wie Ihr wollt.

Eventuell mit ner Versicherung und dem Kollegen abklären, wie es in einem Schadensfall aussieht.
(nicht nur Maschinenbruch, sondern auch, sollte er sich verletzen)
 
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