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Verbindung Pfosten-Pfette

: Frage im Forum Neuling fragt Profi auf woodworker.de ;
Hallo, ich habe vor, ein Carport zu bauen. Kann ich die Pfosten mit den Pfetten ...
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  #1  
Alt 17.09.2008, 15:24
ww-Pappel
 
Registriert seit: 09.2008
Beiträge: 4
Frage Verbindung Pfosten-Pfette

Hallo,
ich habe vor, ein Carport zu bauen. Kann ich die Pfosten mit den Pfetten verbinden, indem ich eine lange Schraube von oben durch die Pfette in den Pfosten schraube?
Sven
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  #2  
Alt 17.09.2008, 15:44
Benutzerbild von carsten
Moderator
 
Registriert seit: 08.2003
Ort: zwischen Koblenz und Wiesbaden
Beiträge: 7.550
Hallo

ja kannst du aber nur zum kurzfristigen halten. für eine Dauerhafte statisch belastbare Verbindung sind Schrauben ins Hirnholz absolut ungeeignet. Entweder eine traditionelle Holzverbindung Zapfung und Kopfbänder, denn erst diagonale Verstrebungen stabilisieren eine Konstruktion. Oder Balkenschuhe und Kopfbänder.
__________________
Ciao von now
Carsten
http://www.adac.de/rettungskarte/
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  #3  
Alt 17.09.2008, 16:57
ww-Pappel
 
Registriert seit: 07.2007
Ort: Cham
Beiträge: 1
hallo,

die idee mit der schraube ist nicht zu empfehlen,
1) stabilität ist nicht gewährleistet
2) hohe kosten der schrauben.

Lieber mit Stemmeisen und Hammer ein schönes Zapfenloch schlagen (kann man auch stemmen) oder mittels Winkel und anderen Blech.
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  #4  
Alt 17.09.2008, 19:18
ww-Robinie
 
Registriert seit: 09.2003
Ort: Markdorf
Beiträge: 610
Hallo Sven,

die für den Laien einfachste Methode ist die Verwendung von Lochblechen.

Wenn Pfosten und Pfette gleichstark sind, auf beiden Seiten je ein verzinktes 2 mm Lochblech mit verzinkten Kammnägeln annageln. Dabei müssen nicht alle Löcher ausgenagelt werden, es reicht ein Drittel bis die Hälfte.

Die Breite des Lochbleches sollte etwa 80% des Pfostens betragen, die Länge ungefähr das 3- bis 4-fache der Breite sein. Davon sollten dann 2/3 auf den Pfosten zu liegen kommen und 1/3 auf die Pfette.

Lochbleche haben den Vorteil, daß sie gleichzeitig die Dachkonstruktion gegen Abheben bei Sturm sichern. Sie sind bei weitem fester als ein Holznagel bei Zapfenverbindungen.

Die Sicherung ist natürlich nur dann wirksam, wenn auch die Sparren entsprechend auf den Pfetten befestigt sind (Sparrenpfettenanker, Holzbauschraube oder Nagel) und die Bedachung wiederum fest mit den Sparren verbunden ist.

Unabhängig davon braucht Du aber noch Diagonalverstrebungen, ausgeführt entweder als Bug (= Kopfband) oder durch Diagonalstreben von oben nach unten oder durch eine vollflächige Wandplatte.

Gruß

Norbert

P.S.: Auch die Pfosten sind an ihrer Unterseite gegen Herausziehen aus den Pfostenschuhen zu sichern.
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  #5  
Alt 18.09.2008, 00:51
Benutzerbild von hutch
ww-Esche
 
Registriert seit: 12.2007
Ort: Dresden
Beiträge: 471
Moin

Zitat:
Sie sind bei weitem fester als ein Holznagel bei Zapfenverbindungen.
Wo steht das???


Spass bei Seite.

Zapfen sind natürlich schick und absolut ausreichend(es sei denn du hast <10/10 Holz)
Mit 4 oder 6 Holzbauschrauben, 8er oder 10er (je nach Stärke) über Kreuz geschraubt hält das auch.
genauso gut wie diese bescheiden schönen Bleche.

hutch
__________________
1309 mal geändert von hutch (29.02.1879 um 24:09 Uhr)
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  #6  
Alt 18.09.2008, 01:33
ww-Robinie
 
Registriert seit: 09.2003
Ort: Markdorf
Beiträge: 610
Hallo hutch,

Zitat:
Zitat von hutch Beitrag anzeigen
Wo steht das???
Bei mir, denn ich habe die eingezapfte Pfette (16 x 16, 8m lang, 4 Pfosten) meiner Veranda mit mittig eingelassenen Flachmaterial aus Alu (Querschnitt 80 mm x 10 mm) und je 2 x 2 Stabdübeln versehen.

Der Tornado, der hier im Juni reihenweise Dächer abgedeckt und einige mitgenommen hat, hat die Konstruktion in keinster Weise beeindruckt.

Zitat:
Mit 4 oder 6 Holzbauschrauben, 8er oder 10er (je nach Stärke) über Kreuz geschraubt hält das auch.
Das ist aber nicht so recht klassisch, oder?

Zitat:
genauso gut wie diese bescheiden schönen Bleche.
Eine mangels Übung oder geigneten Werkzeugs vermurkste Zapfenverbindung ist auch nicht gerade als schön zu bezeichnen (wobei ich dem Frager Sven nicht zu nahe treten will)

Gruß

Norbert
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  #7  
Alt 19.09.2008, 01:34
Benutzerbild von hutch
ww-Esche
 
Registriert seit: 12.2007
Ort: Dresden
Beiträge: 471
@ Norbert
Zitat:
Bei mir, denn ich habe die eingezapfte Pfette (16 x 16, 8m lang, 4 Pfosten) meiner Veranda mit mittig eingelassenen Flachmaterial aus Alu (Querschnitt 80 mm x 10 mm) und je 2 x 2 Stabdübeln versehen.

Der Tornado, der hier im Juni reihenweise Dächer abgedeckt und einige mitgenommen hat, hat die Konstruktion in keinster Weise beeindruckt.
Frage nicht verstanden?

Zitat:
Das ist aber nicht so recht klassisch, oder?
Stimmt, das war ja die Frage von Sven: "Wie bekomm ich eine schöne klassische Verbindung hin?"

Jetzt ist mir auch klar, wie man zur Eiche wird.



hutch
__________________
1309 mal geändert von hutch (29.02.1879 um 24:09 Uhr)
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  #8  
Alt 20.09.2008, 22:25
ww-Robinie
 
Registriert seit: 09.2003
Ort: Markdorf
Beiträge: 610
@hutch

Zitat:
Zitat von hutch Beitrag anzeigen
Frage nicht verstanden?
Das schon, aber vielleicht hätte ich trotz Deiner Bemerkung "Spaß beiseite" Ironie-Tags beifügen sollen.

Wenn Du dagegen Wert auf Geschriebenes legst, hier gibt es die Grundlagen zum Nachrechnen:
http://www.gradst.hr/katedre/mdk/hr/...%202004-08.pdf
Damit kannst Du die Rechenaufgabe lösen, ab welcher Anzahl von Kammnägeln die Lochblech-Verbindung eine höhere Scherfestigkeit aufweist, als ein Holznagel.

Zitat:
Stimmt, das war ja die Frage von Sven: "Wie bekomm ich eine schöne klassische Verbindung hin?"
Da muß ich Dir recht geben, vor allem weil Du so präzise mit dem angeforderten "Ja" oder "Nein" geantwortet hast.

Zitat:
Jetzt ist mir auch klar, wie man zur Eiche wird.
Ich kann Dich trösten: bei Deinen durchschnittlich 15 Beiträgen pro Monat wirst Du diesen Weihegrad bereits im nächsten Juli erreicht haben und mich mit kapp 6/Monat ein Jahr später überholt haben.

Gruß

Norbert
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  #9  
Alt 21.09.2008, 03:33
Benutzerbild von hutch
ww-Esche
 
Registriert seit: 12.2007
Ort: Dresden
Beiträge: 471
Abend Norbert

Zitat:
Sie sind bei weitem fester als ein Holznagel bei Zapfenverbindungen
Zitat:
ab welcher Anzahl von Kammnägeln die Lochblech-Verbindung eine höhere Scherfestigkeit aufweist, als ein Holznagel.
Aha





Zitat:
vor allem weil Du so präzise mit dem angeforderten "Ja" oder "Nein" geantwortet hast.
Zitat:
Hallo Sven,

die für den Laien einfachste Methode ist die Verwendung von Lochblechen.

Wenn Pfosten und Pfette gleichstark sind, auf beiden Seiten je ein verzinktes 2 mm Lochblech mit verzinkten Kammnägeln annageln. Dabei müssen nicht alle Löcher ausgenagelt werden, es reicht ein Drittel bis die Hälfte.

Die Breite des Lochbleches sollte etwa 80% des Pfostens betragen, die Länge ungefähr das 3- bis 4-fache der Breite sein. Davon sollten dann 2/3 auf den Pfosten zu liegen kommen und 1/3 auf die Pfette.

Lochbleche haben den Vorteil, daß sie gleichzeitig die Dachkonstruktion gegen Abheben bei Sturm sichern. Sie sind bei weitem fester als ein Holznagel bei Zapfenverbindungen.

Die Sicherung ist natürlich nur dann wirksam, wenn auch die Sparren entsprechend auf den Pfetten befestigt sind (Sparrenpfettenanker, Holzbauschraube oder Nagel) und die Bedachung wiederum fest mit den Sparren verbunden ist.

Unabhängig davon braucht Du aber noch Diagonalverstrebungen, ausgeführt entweder als Bug (= Kopfband) oder durch Diagonalstreben von oben nach unten oder durch eine vollflächige Wandplatte.

Gruß

Norbert

P.S.: Auch die Pfosten sind an ihrer Unterseite gegen Herausziehen aus den Pfostenschuhen zu sichern.





Zitat:
wirst Du diesen Weihegrad bereits im nächsten Juli erreicht haben und mich mit kapp 6/Monat ein Jahr später überholt haben.
Der Seher Norbert?



hutch

Ps: Mag dich trotzdem.
__________________
1309 mal geändert von hutch (29.02.1879 um 24:09 Uhr)
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Stichworte
pfostenpfette, verbindung

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