: Frage im Forum Profi fragt Profi auf woodworker.de ; ...,soso, die kammer ffm weiß das also?
ich habe eine (bau)technikerschule nach langer selbstständiger praxis ...
...,soso, die kammer ffm weiß das also?
ich habe eine (bau)technikerschule nach langer selbstständiger praxis besucht und schon das war sehr ernüchternd. viele leute scheinen durch die bedrohung von arbeitslosigkeit in so manche schule gespült zu werden und sitzen dann zuweilen desinteressiert und erstaunt vor dem stoff und staunen bauklötze... das hebt weder das niveau noch die motivation der anderen, wenn alle, aber auch wirklich alle diese leute anschließend sowohl durch die techniker-, als auch durch die kammerprüfungen gehievt werden. mein schnack dazu. der meistertitel war reine dreingabe und klingt nach viel und hat mehr mit "wir nehmen uns raus zu bestimmen ob du auf den markt darfst" zu tun. gruß von herr bauleiterin
...ansonsten gibt es zum Thema Meisterzwang auch immer wieder im "Freibrief", dem Mitteilungsblatt des BUH e.V.= Berufsverband unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker herzerfrischende, erschreckende und amüsante Beiträge. Zu finden unter www.buhev.de, ansonsten schönen Feierabend und Gruß aus LiLaLippe von herr bauleiterin
Geändert von herr bauleiterin (17.02.2006 um 17:38 Uhr).
ich möchte mich den vielen Stimmen anschließen, die der Meinung sind, daß die Meisterprüfung mehr als überholt ist.
Ich selbst war 97/98 auf Schulen in Frankfurt/M und Bad Wildungen.
Die Inhalte wurden im Eiltempo vermittelt und viele Sachen unzureichend gelehrt: Treppenbau gab es nur auf bitten der Klasse!!!, nur 1 vormittag lang. Die heilige CNC durfte lediglich "besichtigt" werden, der Rest nur knappe CNC/CAD Theorie, Formverleimung oder Herstellung von Rundbögen kam überhaupt nicht vor.
Der Schwerpunkt Handarbeitsprobe offenbart die starre Haltung der Prüfungsordnung - hallo? Wir sind doch nicht mehr im Mittelalter, als es noch keine Maschinen gab!
Ich möchte die Schule nicht schlechter machen als sie ist, aber die Schwerpunkte sind total veraltert.
Am schlimmsten war für mich, zu erleben, wie die Vetternwirtschaft in der HWK oder dem Prüfungsausschuß blüht. Weniger gute Prüflinge bestanden wohl nur, weil der Vater einen Betrieb führte und oder/auch noch die guten "Connections" zu den Prüfern hatten.....
Oder das nach der Benotung des Meisterstückes Leute, mit der Begründung, es hätte nicht den Schwierigkeitgrad eines Meisterstückes erreicht, durchfallen, obwohl der Prüfungausschuß genau darauf bei Abgabe der Zeichnung zu achten hat und es ja auch Genehmigen muß !
Das ist eine ausgeklügelte, mächtige Geldmaschine!
Nach meiner Schulzeit, die ich leider nicht bestanden hatte, fing das Spießruten laufen erst richtig an. Sucht doch mal einen Betrieb, der euch erlaubt, den praktischen Teil zu beenden!? Null Chance !
Die HWK erzählt großkotzig davon, man könne ja eine Schule besuchen..... wie denn, wenn durch die erheblichen Kosten das angesparte weg ist...... (und wieder Lohnausfall)
Vor kurzem habe ich endlich meine Ausübungsberechtigung § 7B erhalten - nach 5 Monaten Mund fusselig reden, abzappeln, bücken und arschf..... ! Die Gestze hierfür sind mehr als lückenhaft - also aufpassen - soooo einfach ist das auch nicht.
Wenn ich die letzten Jahre so betrachte, welche Anstrengung und Geld das alles mich gekostet hat, frage ich mich, WAS ich alles hätte erreichen können, ohne diesen Meister Sch...
Das bestehnde System mit seinen Gesetzen ist mehr als eine Bremse, es ist eine Betonwand....
Armes Deutschland !!!
du hast da ganz recht mit mir geht es zureit genau so habe alle teile bestanden
aber finde zum verrecken keine werkstatt zum anfertigen meines stückes
habe mein meisterstück eigentlich schon zum 01.08.2005 beplant
cnc benutzen in der kammer wie beplant war auch nur fürn arsch erst die ausrede
habe urlaub dann will man nichts mehr davon wissen
frage mich nur warum ich soviel mücken für den praktichen teil bezahlen mußte
für klötzchen kurs wie in der lehre schwachsin
ihr müßt mal überlegen wie man mit 250 € zuschuß ein meisterstück herzaubern soll wenn man nichts auf der kante hat " haste reiche eltern und wohnst noch zu hause dann mach den meister" haste aber frau und kind und keine unterstüzung
............ viel spaß .............. die hwk will euch nur locken reden alles schön und
wenn ihr mitten drin seit kommt der hammer ... oder meint ihr wirklich die sagen die wahrheit wenn die das täten dann würde ganz sicher keiner mehr meister machen...
die h.r.n.ö.n.
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also last euch keinen scheiß erzählen
meister machen aufjedenfall aber unter besseren umständen
in 10 Jahren fehlen deutschland die fachkräfte und dann ist das geheule groß
aber bis dahin geht die hälfte ins ausland und kommt zum arbeiten nach deutschland anders gehts nicht mehr armes armes deutschland
noch ein tip für arbeitslose kollegen das amt muß euch eigentlich den meister bezahlen wovon die aber nichts wissen wohlen ein schulkollege
hat seinen meister vom amt bezahlt bekommen
aber wenn man von denen kohle will ..... bekommste keine
noch eine anmerkung zur meister schule
habt ihr euch mal gedanken darüber gemacht wie ihr euer meister stück bauen
wollt wenn ihr für die zeit von ca.2 monaten keine moppen bekommt
" wie will man da seine miete zahlen u.s.w."
bleibt nur eines zu tun bescheist das arbeitsamt
wenn ihr dann wieder arbeitet um kohle zu haben aber das meisterstück noch nicht gebaut habt
müst ihr wohl eure arbeit aufgeben um das meisterstück anzfertigen
oder etwa nicht ...........
schön sich mal aus zu kotzen adjö
kellox
Ich bin nur durch Zufall in eurem Forum gelandet, kann aber die Kritik an der Meisterausbildung zu gut verstehen. Ich mache gerade meinen Meister in Ffm und suche dringend Leute, die in den vergangenen Jahren auch dort waren. Wäre wichtig, mal zu wissen, welche Erfahrungen ihr dort mit der so genannten "Ausbildung" gemacht habt.
Ich würde mich freuen, von euch zu hören.
Meine Eine hat eben ein Studium als Informatik-Betriebswirtin (VWA) erfolgreich beendet. Nun überlege ich mehr als ernsthaft eine Lehre als Tischlerin zu beginnen oder irgendwo quereinzusteigen. Der Meister wird ebenso "gemacht":
Warum? Damit ich meinen eigenen Betrieb eröffnen kann. Da ich sonst keine Sachen verkaufen kann. Kenne zumindesten in den Bezug das Gesetz.
Aber Ihr raubt mir die Illusion, den Glauben an "es ist möglich". Nach Euren Worten kann ich mein Projekt in die Tonne kloppen und bei der deutschen Bank anfangen.
Frage: Habe ich überhaupt eine Chance? Wenn ja wie würde sie aussehen?
Gruß
Dani
P.S. Ja, ich weiß ich bin eine Frau 80% der Lehrstellen fallen weg
P.P.S. Ja, ich weiß ich werde nie eine Tischlerin, laut Handwerkskammer Ffm.
dieser Beitrag hat mich zu meiner Bemerkung über die Kammer in FFM verleitet...
Über manchen Stumpfsinn muß frau sich eben hinwegsetzen, nich so schnell aufgeben.. ne Überdosis an Bildung ist bestimmt auch ein Weg in die Arbeitslosigkeit... ein bisschen Nischen suchen, Ideen entwickeln, Wind-um die-Nase-wehen-lassen, muß es denn die Klassische -Wald -Und-Wiesen- Schreinerei sein? und wegen Was-Können sowas wie Stolz entstehen lassen darfs aber auch sein, oder?
Schönen Gruß vor dem 164. Kundenbesuch mit fraglichem Ausgang...
__________________ gruß aus lilalippe von herr bauleiterin
Geändert von herr bauleiterin (29.03.2006 um 15:33 Uhr).
Meine Eine hat eben ein Studium als Informatik-Betriebswirtin (VWA) erfolgreich beendet. Nun überlege ich mehr als ernsthaft eine Lehre als Tischlerin zu beginnen oder irgendwo quereinzusteigen. Der Meister wird ebenso "gemacht":
Warum? Damit ich meinen eigenen Betrieb eröffnen kann. Da ich sonst keine Sachen verkaufen kann. Kenne zumindesten in den Bezug das Gesetz.
Aber Ihr raubt mir die Illusion, den Glauben an "es ist möglich". Nach Euren Worten kann ich mein Projekt in die Tonne kloppen und bei der deutschen Bank anfangen.
Frage: Habe ich überhaupt eine Chance? Wenn ja wie würde sie aussehen?
Gruß
Dani
P.S. Ja, ich weiß ich bin eine Frau 80% der Lehrstellen fallen weg
P.P.S. Ja, ich weiß ich werde nie eine Tischlerin, laut Handwerkskammer Ffm.
Hi Dani,
ich bin auch Schreinerin und seit 10 Jahren als Geselling selbständig im Reisegewerbe. Es ist möglich und Du solltest die von diesen Strukturen im Althergebrachten Handwerk nicht entmutigen lassen. Eine gute Internetseite: www.buhev.de, da findest Du ne Menge Info zu dem Thema...
Sanne
Tja, ein interessantes Thema dieses!
Die Gewerbefreiheit hatten wir in Deutschland ja schon, bis Hitler den Meisterzwang wieder eingeführt hat. Die Situation heute ist ziemlich verfahren. Handwerker die ohne Meisterbrief selbständig sind, werden von den Behörden mit Hausdurchsuchungen und Gewerbeuntersagungen verfolgt. Ja ihr habt richtig gelesen es gibt sie die Handwerker die ohne Meisterbrief selbständig sind, auch in Gewerken die noch nicht Meisterfrei sind!!! Mehr dazu auf der Homepage: www.buhev.de
Was mich persönlich davon abhält sind unter Anderem die hohen Kosten. Eine Schreinerin geht 1,5 Jahre auf die Schule, Vollzeit und muß dann noch die Prüfungen ablegen. Wenn ich alles überschlage, mit Wohnen und Essen, Fahrtkosten evtl. Schulgeld und Material fürs Meisterstück bin ich bei ca. 30-50.000 € und zwanzig Monate Zeit. In anderen Gewerken ist die Prüfung in drei Monaten Abendschule getan.
Auch ich bin nicht für amerikanische Verhältnisse, aber ich habe eine dreijährige (gute!) Ausbildung, die von der Handwerkskammer für so schlecht befunden wird, daß sie mich nicht für fähig halten meine Arbeit selbst zu verkaufen. (Schwerer Satz)
Ehrlich gesagt gibt es den Meisterzwang in Anderen Ländern gar nicht und interessanterweise ist dort das Handwerk wesentlich innovativer, z.B. haben Autodidakten oft Ideen die uns Gelernten gar nicht in den Sinn kommen, weil wir nur noch quadratisch praktisch gut gelernt haben. Ich bin offen für die Gewerbefreiheit und hoffe baldigst darauf.
Sanne
- hmm, was ich hier so lese ist Überdruß, Wut - na, ÄRGER allgemein.
Geht mir auch so!
Aber mir reicht das auskotzen nicht mehr.
Ich habe meinen Bundestagabgeordneten besucht - sagt der zu mir:
Deine Kritik an der Handwerksordnung, der Kammer und dem Meisterzwang ist OK, verstehe ich und ist weitgehend auch meine Meinung.
Aber als ich mich in meiner Fraktion dafür stark gemacht habe, dass die Handwerksreform konsequent ausfällt (2003) stand ich weitgehend alleine.
Kollegen, die am alten System festhielten bekamen täglich dutzende, in der Heissen Phase gar HUNDERTE von Briefen von Friseur-, Fleischer-, und Malermeistern, die heulten "es darf sich nichts ändern".
Nur ich, ich hatte keine Briefe von Leuten, die meinen Einsatz für eine Reform gutfanden.
So konnte ich mich bei meinen Kollegen nicht durchsetzen.
Er riet mir: Mach Dampf, schreibe Leserbriefe, geh zu öffentlichen Diskussionen, schreibe den Abgeordneten aus Bund und Land und mache Ihnen Deine Sicht der Dinge klar - immer wieder, bleib dran!
Hallo alle zusammen,
nach diesen vielen Stimmen gegen den Brief möchte ich für diesen sprechen.
Sicher ist es oft so, dass der Meisterkurs Geld kostet und Meisterstellen nicht wie Sauerbier angeboten werden, doch wirkt es sich positiv auf den Meisterschüler aus, denn dieser erhält Kontakt zu anderen seines Faches die etwas erreichen möchten und bereit sind etwas dafür zu tun. Der Meisterschüler verbringt viel Zeit mit dem Lernstoff und Gleichgesinnten, was sein Denken im Arbeitsleben nachhaltig verändert. Er ist bereit Verantwortung zu übernehmen für das was er tut und lernt die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Der Titel an sich ist schön, aber es ist die veränderte Einstellung des Einzelnen und der Wunsch etwas zu bewegen / zu erreichen (Meisterstelle, Selbstständigkeit, Qualifizierung, bessere Chancen bei der Jobsuche, o.a.) die den Wert des Briefes ausmacht. Wer den Brief macht um Kenntnisse zu erwerben, Fortbildung im Beruf des Handwerkers allein, hier wurde der Treppenbau angesprochen, hierfür taugt die Ausbildung nicht. Wer dies möchte, sollte sich einen Job in einer Firma suchen, die genau dies tut, dann kann er dies erlernen (learning by doing), es ist aber für den zukünftigen Meister zwar wünschenswert jedoch nicht notwendig alles zu können, dafür gibt es genug Gesellen, die man dann einstellen kann, um die Arbeit tun zu lassen. Der Meister als zukünftiger Selbstständiger sollte sich auf das konzentrieren, womit er Geld verdienen kann und das sind max. drei Gebiete. Ziel wird es sein, sich zu spezialisieren auf das was er auf seinem Heimatmarkt auch vermarkten kann und nicht zu versuchen das gesamte Spektrum des Tischlers anzubieten, dies wird nicht gelingen, da der Aufwand (Maschinen, spezielle Werkzeuge, spezielle Vorrichtungen, Platz für die geordnete Aufbewahrung, Mitarbeiter die die Arbeit tun können und wollen) viel zu groß ist. Wer einmal erfolgreiche Betriebe ansieht und untersucht, stellt schnell fest, dass sich alle auf wenige Gebiete spezialisiert haben und wer alles macht (oder versucht zu machen) vom Markt verschwindet, weil es sich nicht rechnet.
Zurück zum Thema. Wer den Brief vorweisen kann, ist beim Kunden klar im Vorteil, gegenüber all denen die in unseren Jagdgründen wildern. (Wer kennt sie nicht, die Alleskönner, die ohne eine Ausbildung vorweisen zu können, sich selbstständig machen und nach kurzer Zeit den Ort wechseln müssen oder den Laden wieder schließen und dann wieder neu eröffnen).
Zu den Kosten, macht den Meisterkurs abends nach dem Job und nicht in Vollzeit, so bleibt euch das Gehalt und die Kurskosten werden nach und nach fällig. Für Rechner: 5000 verteilt auf 2Jahre während man Gehalt erhält, ist wesentlich weniger als 10000 plus Miete plus Lebenshaltungskosten ohne Einkommen. Dies dauert zwar zwei Jahre, gibt euch aber auch die Gelegenheit euch nachhaltig mit den Lerngebieten zu beschäftigen, bzw. sich mal 'ne Pause zu gönnen.
Was die Frauen angeht, kenne ich persönlich drei Meisterinnen die erfolgreich einen eigenen Betrieb leiten, eine davon tut dies nebenberuflich und kümmert sich ausschließlich um Angebotserstellung, Planung der Arbeiten und Kosten.
Die meisten Frauen bleiben nur wenige Jahre bei der körperlichen Arbeit in der Werkstatt, spezialisieren sich dann durch Studium, o.a. und nutzen die erworbenen Kenntnisse im weiteren Berufsleben. Also nur Mut und nicht bange machen lassen, wem die Arbeit mit Holz Spaß macht und dies ausüben möchte, sollte sich nicht durch andere davon abhalten lassen, es ist die Einstellung zur Arbeit die erfolgreiche von den anderen unterscheidet.
Grüße Nikwalla
sorry, das ist nicht so meine art, aber: WASN SCHEISS !
zu der teilzeitsache: da brauch man sehr, sehr viel disziplin und durchhaltevermögen zu, das ist vielleicht nicht jeder bereit zu geben (oder kann es nicht). es macht die sache auch nicht billiger, das ist unsinn. es bedeutet lediglich zusätzliche verpflichtung zu dem normalen alltag.
zitat:"5000 verteilt auf 2Jahre ..., ist wesentlich weniger als 10000 " - nee, iss klar.
zum thema normen im treppenbau: ICH muss das als betriebsinhaber wissen, denn im zweifel geh ICH bei fehlern in den knast, nicht mein geselle. oder ? und ich muss das auch fürs angebot bzw die kalkulation wissen, worauf ich zu achten habe.
ob gewerksfremde bzw gesellen ohne meisterbrief in unseren jagdgründen wildern, wie du es ausdrückst, ist eine frage der sichtweise. ich habe weder jagdgründe, noch halte ich mittelalterliche berufsbeschränkungen für sinnvoll.
und dann zitiere ich noch mal:
"...doch wirkt es sich positiv auf den Meisterschüler aus, denn dieser erhält Kontakt zu anderen seines Faches die etwas erreichen möchten und bereit sind etwas dafür zu tun. Der Meisterschüler verbringt viel Zeit mit dem Lernstoff und Gleichgesinnten, was sein Denken im Arbeitsleben nachhaltig verändert."
aha. die meisterschule ist deshalb toll und ihr geld wert, weil ich mit anderen leuten zusammen bin, die dafür auch viel geld bezahlen.
ich hab keine zeit mit neuem lernstoff verbracht( ich hab nicht mal was zum thema AV gehört).
und noch ein zitat:
"Wer den Brief macht um Kenntnisse zu erwerben, ..., hierfür taugt die Ausbildung nicht."
BITTE ??? für was dann ? im übrigen ein exakter widerspruch zu deiner vorher zitierten aussage- was jetzt: neuer lernstoff oder kein lernstoff ?
kopfschüttelnde grüsse, thomas
__________________ grüsse vom westzipfel, thomas
Geändert von raftinthomas (07.05.2006 um 22:49 Uhr).
Hallo Moderator,
Disziplin und Durchhaltevermögen joo, das braucht man, wenn man erfolgreich sein möchte. Hat nicht jeder? - Nicht jeder ist erfolgreich.
Es ist ein Unterschied, ob ich die Kursgebühr am Anfang zahle und in den kommenden Monaten von meinem Ersparten lebe oder ob ich von meinem Gehalt die Kosten trage, statt 500E aufs Konto zu schaffen, man schläft auch viel ruhiger... und wird nach Ende des Kurses nicht unruhig, wovon man im nächsten Monat leben möchte, wenn nach der Schröpfung das Ersparte sich dem Ende neigen sollte ...
Treppenbau ist Thema im Meisterkurs, Kalkulkation, Aufmaß und Zeichnung einer Treppe samt den Abmessungen ebenfalls, was fehlt ist die Praxis, mal ein solches Stück fertigen und dafür holt man sich einen der's schon kann.
Wer keine Jagdgründe hat, macht auch keine Beute und meldet Insolvenz an. Ich kenne auch einen Meister, der mit seinem Bruder zusammen alles tut, was gewünscht wird, heute Fliesen legen, morgen Regal bauen, übermorgen Wohnung entrümpeln, grüner Zweig - Fehlanzeige, Tischler bleib bei deinem Leisten.
Was ist bei Fortbildungen interessant, der Stoff der von einem Unbekannten als "das Richtige" vermittelt wird, oder die Gespräche mit den Kollegen, der Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Arbeit an einer Aufgabe? Nun ich bin Autodidakt und Stoff hole ich mir aus Büchern, Infos und Eindrücke aus anderen Zweigen der Handwerkskunst dagegen vermittelt doch am Besten der, der dort tätig ist oder war ...
Mit Kenntnissen sind selbstverständlich praktische Erfahrungen gemeint, die Schulung besteht ja fast nur aus Theorie. Meine Ausbildung umfasste damals anno 1993 noch andere Gebiete außer der Fachpraxis, hat sich das sosehr geändert?!? Ich hoffe doch nicht, und von Kalkulation und AV hat man doch in der Gesellenausbildung doch nur gehört, das es so etwas gibt.
Doch ich gebe Dir Recht, mir genügte das allein auch nicht und deshalb habe ich wieder in Abendschule (für weitere 2Jahre und weitere 5000Euronen) den Betriebswirt des H. drangehängt, alles natürlich nach dem Meisterjob in der Firma und gelernt- gelernt wurde am Wochenende.
Freundliche Grüße an den Kopfschüttelnden Thomas
und wie ein anderer im Forum zu schreiben pflegt,
lerne aus den Fehlern anderer, wenn Du nicht die Zeit hast, sie selbst zu machen.
ich vertrete hier natürlich meine eigene meinung, dass ich irgendwann mal zum mod auserkoren wurde, hat damit nix zu tun.
grundsätzlich (und betriebswirtschaftlich) sind 10000 eus erstmal 10000 eus, völlig egal, über welchen zeitraum die verdient oder ausgegeben werden. unabhängig davon --- das ist meine zentrale kritik --- ist das hwk-meisterkurs-preis/leistungsverhältnis desaströs.
ob vollzeit oder teilzeit-das muss jeder für sich selbst entscheiden, da gibts kein richtig und kein falsch. in teilzeit/abendschule ist aber sicherlich kein platz mehr für sonstige verpflichtungen oder betätigungen wie zb kindererziehung, pflege von angehörigen, partnerschaftspflege, sportlichen betätigungen usw.
zitat"Treppenbau ist Thema im Meisterkurs, Kalkulkation, Aufmaß und Zeichnung einer Treppe samt den Abmessungen ebenfalls" ist definitiv erst mal falsch. mancherorts ja, mancherorts nein. ich habe mein gesammtes treppenwissen autodidaktisch erarbeiten müssen.
das mit der AV hast du wohl auch nicht richtig verstanden, das ist bei uns in der meisterschule KEIN thema gewesen. ebenso wie praktisches kalkulieren-nada.
dafür aber der mikroskopische zellaufbau.
zur jagd: ich jage nicht, ich will keinen kunde erlegen, sondern geschäfte machen, von denen beide seiten profitieren. moral hat für mich nen hohen stellenwert, und insofern finde ich den analogismus "jagd" völlig unpassend. wenns mir nur um geldverdienen ginge, würd ich nen andere job machen.
bei fortbildungen finde ich interessant, von einem kompetenten vortragenden fachlich etwas neues zu hören und mich mit anderen auszutauschen. für letzteres muss ich aber keine 200km fahren, dafür habe ich mein eigenes kollegen-netzwerk und zb diese forum hier.
__________________ grüsse vom westzipfel, thomas
Geändert von raftinthomas (09.05.2006 um 00:02 Uhr).
Ich bin zwar auch ein HWK-Kritiker, bin aber dennoch der Meinung das gewisse Inhalte der Meisterausbildung zwingend notwendig sind!
Als Beispiele seien nur Dinge wie Arbeitsschutz, Buchführung und Arbeitspädagogik genannt.
Viele Handwerker gehen an mangelnden kaufmännischen Kenntnissen zu grunde!
Ob man diese Inhalte dann im Rahmen einer Meisterausbildung erwerben muss steht wieder auf einem anderen Blatt.
Da ich in letzter Zeit verstärkt an Geschäftskonzeptionen gearbeitet habe (die auch umgestzt wurden) weiß ich um die Notwendigkeit sich im kaufmännischen Bereich genauso sicher zu bewegen wie im Handwerk selbst.
Wenn ich bedenke wie blauäugig sich manche Leute selbstständig machen kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Keine Ahnung von VOB, Steuerrecht und ähnlichen.
Insofern sehe ich, solange kein paraleles Angebot besteht, keinen Weg um den Meister herum.
Gruß Ulf
__________________ Wissen ist das einzige Gut das sich vermehrt wenn man es teilt!
Hallo raftinthomas,
Der Kostenaufwand für eine Vollzeitschule betrug ca.10000E ohne Nebenkosten und für einen Kurs in Abendschulung 2 Abende die Woche a 5h plus Samstage 5000E (die Kursgebühr betrug allein 2750E, in der Kursgebühr enthalten ist der TSM für Meisteranwärter 1Woche Vollzeit) incl. aller Nebenkosten (jeweils plus der Kosten für das Meisterstück), darin besteht ein Unterschied von 5000E und der Tatsache, dass die Kosten bei Abendschule alle halbe Jahr anfallen.
Es scheint da große Abweichungen bei den Lerninhalten zu geben, die bei Deiner Ausbildung fehlenden Teile wurden bei uns in Hannover vermittelt, wobei wir damals ein forderndes Publikum waren.
Vor meiner Anmeldung habe ich die Themen und die Kosten abgefragt und mich dann für die Abendschule entschieden, auch um nach der Prüfung nicht erst eine neue Arbeitsstelle suchen zu müssen, teilte ich meinem damaligen Chef ein Jahr vor der Prüfung mit, dass ich nach bestandener Prüfung nur mit einer Meisterstelle weiter für Ihn arbeiten würde (ich war in der Firma schon fünf Jahre als Vorarbeiter tätig, als ich mit der Meisterschule begann, nachdem mein Vorgänger - ein Meister - den Betrieb verlassen hatte).
Vollzeitschule kostet 10000 €. WO ???
Also wir haben hier einen Semesterunkostenbeitrag (3 Semester = 1,5 Jahre) von 205 € bezahlt, und über 800 € an Prüfungsgebühren an die HWK. Allerdings staatliche Meisterschule nicht HWK.
Wir hatten alles in allem einen sehr guten Unterricht: Treppenbau bei einem Schreiner und Zimmerermeister der ein örtliches Treppenbauunternehmen führt.
Stilkunde usw. bei einer örtlichen Innenarchitektin. Arbeitsvorbereitung bei einem ehemaligen selbstständigen Schreinermeister ( jetzt Fachlehrer) mit sehr fundiertem Wissen aus der Praxis, der auch die Begabung hat das gut rüberzubringen ( kann nicht jeder Lehrer).
Deutsch und Arbeitspädagogik war ein und derselbe Lehrer der die beiden Fächer sehr gut und sinnvol gemixt hat. gerade das Thema Mitarbeiterführung bzw das Thema Miteinander war bzw ist ihm ein persönliches Anliegen, zudem ist er auch als Lehrer in der Berufsschuel tätig und hat so auch desöfteren die mgl Stories Bsp aus dem Leben der Lehrlinge mit einfleißen zu lassen. Defizitär war der Unterricht in Sachen CAD CNC, da hatte ich mir mehr versprochen. Aber hier liegt die Ursache relativ klar bei den Lehrern die beide nicht aus der Praxis kommen. Leider hat auch der Lehrer für AV die Schule zum Halbjahr verlassen so dass auch hier jetzt eine große Lücke entstanden ist.
Ich habe mich bewusst gegen Teilzeit entscheiden da mir der Streß usw über 3 -4 Jahre zu groß wäre. Das Behalten des Jobs mit anschließender Aufstiegsmgl in der selben Fa ist hier natürlich ein gewichtiger Grund pro Teilzeit. Ob das jdm liegt fast die gesamte Freizeit in den Meister zu stecken muss jeder für sich selbst entscheiden.