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Holzpreis

: Frage im Forum Profi fragt Profi auf woodworker.de ;
Ich habe auf meinem Grundstück einen Wildkirschenbaum stehen. Unterer Stammdurchmesser : 45 cm Oberer Stammdurchmesser ...
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  #1  
Alt 20.12.2010, 14:56
ww-Pappel
 
Registriert seit: 12.2010
Ort: 36269
Beiträge: 1
Holzpreis

Ich habe auf meinem Grundstück einen Wildkirschenbaum stehen.
Unterer Stammdurchmesser : 45 cm
Oberer Stammdurchmesser : 40 cm
Länge des Stammes ca. : 4 m
Frage : wo kann ich diesen Baum verkaufen und was wird der Baum
finanziel einbringen ?
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  #2  
Alt 20.12.2010, 17:40
Benutzerbild von Frankenholzwurm
ww-Robinie
 
Registriert seit: 04.2009
Ort: Spalt
Beiträge: 1.644
Hallo

Von vielen wird stark überschätzt, was den zu erzielenden Verkaufspreis betrifft.

Verkaufspreis hängt auch stark von der Qualität des Stammes ab, astfrei oder viele Äste, gerade oder krumm ect.

Für solche Stämme kommen meist nur Liebhaber oder vielleicht mal ein Drechsler infrage.

Die müssen aber auch mal erst gefunden werden.

Ich denke, wenn man für den Gegenwert vom Stamm einmal Auto volltanken kann, ist auch schon das obere Ende erreicht.

Reich wird man davon (leider) nicht.

Besser wird es erst, wenn der Stamm Furnierqualität hat, ist aber in 99% der Fälle nicht so und wegen einem Stamm kommt auch niemand mit einem LKW um den Abzuholen.

Da ist dann der Transport schon teuerer.
__________________
Grüße aus dem Frankenland
Dort, wo die Hasen Hosn, und die Hosen Huusn hasn

Dominik
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  #3  
Alt 20.12.2010, 23:43
ww-Robinie
 
Registriert seit: 01.2007
Beiträge: 766
Holzpreis

Zitat:
Zitat von WIMO Beitrag anzeigen
Frage : wo kann ich diesen Baum verkaufen und was wird der Baum finanziel einbringen ?
Mit etwas Glück entsorgt Dir jemand das gute Stück kostenlos. Lass ihn am besten stehen und freue Dich an dem Baum. Dann hast Du den besten Erlös dafür.
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  #4  
Alt 21.12.2010, 10:50
ww-Robinie
 
Registriert seit: 03.2004
Ort: Bei Heidelberg
Beiträge: 2.898
Obsthölzer leiden auch oft unter starkem Drehwuchs, was die Verwendung als Schnittholz stark einschränkt (habe selbst mal ein ca 3cm starkes und 120cm langes Brett aus einem Kirschenstamm geschnitten. Durch den Drehwuchs haben sich die Enden des Brettes dann beim Trocknen um ca 45° gegeneinander verdreht.)
Möglich wäre vielleicht noch die Verwendung als Drechselholz.
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  #5  
Alt 22.12.2010, 12:07
ww-Robinie
 
Registriert seit: 12.2009
Ort: aus dem Westen in den Osten, südlich von DD
Beiträge: 1.923
Hallo WIMO,
aus eigener Erfahrung weiß ich, dass in einigen Bundesländern die Landesforstverwaltungen Submissionen und Versteigerungen von Wertholz durchführen und dabei auch solche Stämme, wie Du ihn beschreibst, für gutes Geld an die richtige Firma bringen. Frage mal den für Phillipsthal zuständigen Revierförster. Hier der link: Rf. Hilmes . Ich weiß nicht, ob der Kollege was zum Thema sagen kann, aber fragen solltest Du ihn oder direkt mal im Forstamt. Bei uns in Sachsen werden jedes Jahr im Januar auf der durch Sachsenforst durchgeführten Submission auch solche Stämme von Privatleuten aus dem Vorgarten gut verkauft. In der Gesamtmasse natürlich ein sehr geringer Anteil, aber die Kundschaft ist eben da. Dein Stamm hat rund 0,5fm. Auf unserem Submissionsplatz lagen schon dünnere Knüppel. Die erzielten Preise hängen natürlich sehr von der aktuellen Marktlage, vom Bieterkreis und natürlich vom Holz ab. Wie die Hessen das managen, kann ich leider nicht sagen. Also, von wegen "kostenlos", "Transport zu teuer" usw. kann ich nicht bestätigen.
Thüringen ist für Dich ja auch nicht weit. Da kannst Du auch mal fragen.
Würde mich persönlich interessieren, wie das weiter geht, mit Deinem Kirschbaum. Kannst mir ja mal 'ne mail schreiben.
In einem muss ich Mister G allerdings zustimmen: "Lass ihn am besten stehen und freue Dich an dem Baum. Dann hast Du den besten Erlös dafür."
Grüße
Stefan
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  #6  
Alt 23.12.2010, 08:38
ww-Robinie
 
Registriert seit: 12.2006
Ort: Oberbayern
Beiträge: 795
@Stefan

Ich weiß nicht, ob sich das lohnt dafür bis nach Thüringen zu gondeln mit dem Stamm im Schlepptau.

Wenn ich mal schau, bei meinem Händler zahl ich für den Kubikmeter euro Kirsch etwa 1.500€. Natürlich geschnitten und KD.

Bei 0,5fm bekommt er je nach Einschnitt vielleicht 0,4m³verwertbare Ware wenns gut läuft. Muss dann noch getrocknet werden. Und der Säger mag ja auch noch was verdienen. Der Verkauft es dann an den Handel der auch wieder verdienen mag.

Also kann man sich ja in Relation zum o.a. m³ Preis ausrechnen dass da nicht mehr als ein paar Euro übrigbleiben können.....

Auch ich stimme Mister G mit seiner Aussage voll zu.

Wenn du den Baum partou loswerden magst, dann mach Hackschnitzel draus, da gibts momentan fast am meisten dafür

Gruß

Flo
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  #7  
Alt 23.12.2010, 14:26
ww-Nussbaum
 
Registriert seit: 10.2010
Ort: NRW
Beiträge: 95
Hallo WIMO,
ohne den Baum oder zumindest ein Foto gesehen zu haben ist es zwar schwer eine vernüpftige Angabe zu machen, aber da die Frage hier öfters auftaucht werde ich es mal versuchen.

Ich weiss, dass Dir meine Antwort nicht gefallen wird, vor allem weil hier schon der Preis von 1.500 Euro / m³ im Raum steht.
Bei einen mittleren Durchmesser von 42 cm und 4 m Länge hat der Stamm einen Rauminhalt von 0,555 Festmeter.
Bei einem Brennholzpreis von ca. 30 Euro / Festmeter macht das also 16,65 Euro.
Das ist der Stamm wert, wenn er gefällt bei Dir im Garten liegt.
Und keinen Cent mehr!
Rechnet man an Kronenholz nochmal die gleiche Menge dabei kommt man auf 33,30 Euro gesamten Brennholzwert, da Kirschbaum kein begehrtes Brennholz ist musst Du schon Glück haben, wenn Du jemanden findest, der ihn Dir fällt nur für das Brennholz.

Kommen wir zur Möglichkeit den Stamm auf einer Wertholzsubmisson zu verkaufen:
Ich hab gerade bei Onkel Google eine Preisliste dazu gefunden:
http://wbv-holzkirchen.de/resources/...isson+2010.pdf

Mittlerer Holzpreis 2009 288,-- Euro / m³ 2010 224,-- Euro / m³, macht also einen Schnitt von 256,-- Euro / m³.
256,-- Euro / m³ x 0,555 m³ = 142,-- Euro als realistsch erzielbaren Erlös für Deinen Stamm.
Dazu muss er aber gefällt werden und auf dem Submissionsplatz liegen.
Wenn Du ihn nicht selber fällen kannst, dann musst Du mit mind. 50 Euro für das Fällen rechnen.
Ein professioneller Holztransporter kostet pro Stunde ca. 70 – 75 Euro netto.
Damit dürften die Fäll- und Transportkosten den Wert des Holzes übersteigen.
Wenn Du ihn selber fällst und einen Bauern mit Trecker findest der in Dir für 50 Euro aufläd und hinfährt, dann könnest Du also 90 Euro ( eine Tankfüllung) Gewinn machen.

Dafür sollte der Stamm aber ein paar Mindestvorraussetzungen erfüllen:

Keine Nägel! Bei Gartenbäumen leider sehr selten
Der Stamm darf innen nicht faul sein, sieht man erst nach dem Fällen, kommt bei Kirschen leider häufig vor.
Gerader Stamm ohne (grosse) Äste von mind. 3 m Länge. Das Wertholz hört dort auf wo die Krone ansetzt, bei Gartenbäumen meistens schon bei 2-3m Höhe.

Wenn Du Pech hast, dann wird der Stamm bei der Submisson nicht verkauft, und Du musst ihn wieder Abholen, dass Risiko bleibt Dir.


Kommen wir zur Möglichkeit den Stamm als Schnittholz zu verkaufen.
Dann kommen neben Fäll- und Transportkosten noch die Kosten für Einschnitt. Lagern und Trocknen dazu.
Der Einschnitt kostet pro m³ ca 50 bis 70 Euro, wobei für Deine 0,555 m³ warscheinlich ein Mindestpreis von 50 Euro realistisch sein dürfte. Für das Kammertrocknen nochmal der gleiche Betrag.
Schnittverlust beim Einschneiden für Abschwarten, Kern, Fehlstellen, Trockenschwund liegen erfahrungsgemäss bei 30% bis 40%
0,555 Festmeter – 35% = 0,361 Kubikmeter Schnittholz
"Maximal erzielbarer Preis "1500,-- Euro / m³ x 0,361 m³ = 541,-- Euro
Diesen "maximal erzielbaren Preis" wirst Du aber wohl kaum bekommen, denn:
Du kannst dem Tischler als Privatman keine Rechnung schreiben
Du hast warscheinlich nicht genau die benötigte Menge und Holzstärke am Lager
Der Holzhändler bietet mehr Auswahl und liefert das Holz auch an für den Preis.
Dein Stamm hat warscheinlich keine Topqualität.
Also musst Du mit dem Preis runter, wenn der Tischler ihn bei Dir kaufen soll.
Bei einem Preis von 1000;-- Euro / m³ würdest Du für die 0,361 m³ 361,-- Euro bekommen.
Kosten hast Du dann mindestens 100 Euro für Sägen und Trocknen, 100 Euro für Fällen und Transport ( Rücktransport vom Sägewerk noch nicht eingerechnet)
Bleiben Dir also 161 Euro, an realistischem Gewinn.

Dafür trägst Du aber alle Risiken, die damit verbunden sind:
Welche Stärke lässt Du einschneiden? Ist das dann auch die Stärke die ein Tischler hinterher braucht?
Wie und Wo lagerst Du den Stamm? Wenn er zu lange gelagert wird, besteht das Risiko des Schädlingsbefalles, oder der Stamm nimmt wieder Feuchtigkeit auf und ist dann wieder zu feucht zum verarbeiten bzw muss wieder nachgetrocknet werden.
Wenn Du den Stamm im Sägewerk anlieferst, und dort wird mit einem Metalldetektor ein Nagel gefunden, dann kannst Du ihn wieder abholen und als Brennholz verkaufen.
Noch teurer wird es, wenn ein Nagel oder eingewachsenen Stein oder irgenetwas anderes im Stamm ist, was Du oder der Sägewerker vorher nicht findest. stumpfes oder zerstörtes Sägeblatt plus Maschienenausfallzeiten, dann kommen schnell mehrere hundert Euro zusammen.

.... ich hab dir doch gesagt, dass Dir meine Antwort nicht gefallen wird

Fazit: einen Baum verwerten lohnt nicht
oder: lass ihn stehen freu Dich über den schönen Baum und die leckeren Kirschen.

Gruß
Bernd

Geändert von Der Holzwurm (23.12.2010 um 14:31 Uhr).
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  #8  
Alt 23.12.2010, 16:49
ww-Robinie
 
Registriert seit: 03.2008
Ort: Dortmund
Beiträge: 16.436
Ob Wildkirschen schmecken? ;-)

Manchmal muss man Bäume auch einfach fällen, weil zu gefährlich bei Sturm und die Versicherung nicht mit einverstanden ist.

Geändert von WinfriedM (23.12.2010 um 16:52 Uhr).
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  #9  
Alt 23.12.2010, 17:06
ww-Nussbaum
 
Registriert seit: 10.2010
Ort: NRW
Beiträge: 95
Zitat:
Zitat von WinfriedM Beitrag anzeigen
Ob Wildkirschen schmecken? ;-)
... Wildschweine schmecken doch auch

Zitat:
Zitat von WinfriedM Beitrag anzeigen
Manchmal muss man Bäume auch einfach fällen, weil zu gefährlich bei Sturm und die Versicherung nicht mit einverstanden ist.
Bei solchen Bäumen kostet das Fällen aber meistens das mehrfache dessen was das Holz wert ist.

Gruß
Bernd

Geändert von Der Holzwurm (23.12.2010 um 17:08 Uhr).
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  #10  
Alt 24.12.2010, 12:14
ww-Robinie
 
Registriert seit: 12.2009
Ort: aus dem Westen in den Osten, südlich von DD
Beiträge: 1.923
Hallo Flo, hallo Bernd,
Ihr habt ja recht. Bei einem Baum bleibt unterm Strich absolut nicht viel übrig. Das ist ja richtig. Ich hab' ja auch nicht geschrieben, dass mit der Kirsche der Lebensabend gesichert ist. Und Erlöse habe ich bewußt nicht genannt. Deshalb habe ich WIMO den Kontakt zum Forstamt empfohlen. Als Rentner hat er möglicherweise auch mehr Zeit, sich um derlei Dinge zu kümmern. Obwohl Rentner ja nie Zeit haben
Habe grade mal nachgeschaut. Die Kollegen haben vorgestern das Submissionsverzeichnis für Sachsen für die anstehende Submission eingestellt: http://www.smul.sachsen.de/sbs/downl...erzeichnis.pdf . Kirsche ab Seite 63. Da gibt's Stämme, die noch "zarter" als WIMOs Kirsche sind, tlw. nur die halbe Masse. Mal beobachten, was draus wird.
Bernds Rechnungen passen schon. Und möglicherweise muss der Baum ja auch weg, wie Winfried anmerkt.
Grüße
Stefan
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  #11  
Alt 24.12.2010, 13:20
Benutzerbild von anobium60
ww-Esche
 
Registriert seit: 01.2009
Ort: Tauberbischofsheim
Beiträge: 409
@ Turin
Interesant wäre aber vor allem die erzielten Preise.
Vielleicht kannst du diese hier im Januar auch veröffentlichen?
Mit Zitat antworten
  #12  
Alt 25.12.2010, 11:12
ww-Robinie
 
Registriert seit: 12.2009
Ort: aus dem Westen in den Osten, südlich von DD
Beiträge: 1.923
Ja, gerne, wenn ich ran komme. Ich weiß nicht, ob die losweise veröffentlicht werden.
Eine Anmerkung hätte ich noch. Vielleicht sehen das die Profitischler anders, ich würde aber Leuten, die hier im Forum solche Fragen stellen, nicht gleich damit entmutigen, dass das sowieso nur Brennholzwert hat. Man soll natürlich auch niemandem das Blaue vom Himmel holen, aber als Förster, der sich naturgemäß mit Urproduktion beschäftigt und sich auch, wenn nur am Rande, mit betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten der Forstwirtschaft beschäftigt, hat man Interesse daran, dass jeder Sprickel Holz so teuer wie möglich verkauft wird. Das möge man mir nachsehen. Das hört natürlich die holzverarbeitende Industrie nicht so gerne, ist aber mal so. In den Staatsforsten stammen rund 90% der Erlöse aus dem Holzverkauf. So teuer wie möglich heißt so hochwertig wie möglich. Und das sollte wiederum im Interesse der Holzverarbeitungsbranche liegen, dass solche Hölzer eine entsprechende Veredelung erfahren, und nicht ein Paar Tage für wohlige Wärme sorgen.
Also, ein bisschen mehr Werbung auch in diesem Sinne für einen in jeglicher Hinsicht wertvollen und vielseitigen Rohstoff.
Grüße
Stefan
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  #13  
Alt 25.12.2010, 15:07
Benutzerbild von Frankenholzwurm
ww-Robinie
 
Registriert seit: 04.2009
Ort: Spalt
Beiträge: 1.644
Hallo Stefan

Zitat:
Zitat von Turin Beitrag anzeigen
Vielleicht sehen das die Profitischler anders, ich würde aber Leuten, die hier im Forum solche Fragen stellen, nicht gleich damit entmutigen, dass das sowieso nur Brennholzwert hat.
Dieser Satz ist sicherlich mehr als richtig.

Aber:

Wildkirsche ist zweifelsohne ein Wertholz, jedoch muss sich wirklich erstmal jemand finden, der das kauft.

Wenn ich einen einzelnen Stamm erst 150 - 200km zur nächsten Wertholzsubmission fahren muss (im schlechtesten Fall kann ich den Stamm nicht selber transportieren und muss jemand anderen dafür bezahlen), ist der wahrscheinlich erzielbare Preis schon fast alleine vom Sprit aufgefressen, von der Zeit rede ich noch nicht mal.

Wenn man allerdings im Bekanntenkreis z.B. einen Drechsler hat, könnte man ihm das Holz anbieten, dann hat man wahrscheinlich mehr davon, aber wie gesagt, muss so einer erst mal gefunden werden.

Beispielsweise hab ich mal vor einigen Jahren selbst Wildkirsche gekauft, der Verkäufer war dann endlich froh, die Stämme nicht mehr lagern zu müssen.

Damals hab ich ca. 70€ pro FM bezahlt. (War übrigens keine schlechte Qualität)

Als Vergleich kostet hier bei uns der Ster Brennholz Ofenfertig so zwischen 55 und 85 Euro.

Klar, ein klein wenig hinkt der Vergleich, aber wenn der Verkäufer damals recht viel mehr verlangt hätte, würde er die Stämme heute noch rumliegen haben, dazu gibts für sowas zu wenige Käufer.

Wenn du noch irgendwie an Verkaufspreise von Wildkirsche kommst, lass es uns wissen.

Würde mich interessieren, was andernorts dafür bezahlt wird.

So, und jetzt wieder Schneeschippen
__________________
Grüße aus dem Frankenland
Dort, wo die Hasen Hosn, und die Hosen Huusn hasn

Dominik
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  #14  
Alt 25.12.2010, 17:12
Benutzerbild von anobium60
ww-Esche
 
Registriert seit: 01.2009
Ort: Tauberbischofsheim
Beiträge: 409
Ich kaufe manchmal direkt von im Ort ansässigen Waldbesitzern, und bin auch bereit faire Preise zu bezahlen: So habe ich gerade einen schönen Nussbaum (ca. 550mm Durchmesser in der Mitte, 3000mm lang, astfrei, zu 2/3 verkernt) für 800 €/cm³ gekauft. Das Einschneiden kostet mich ca. 40 €, Transport entfällt, einen Tag Arbeit für schneiden,entrinden, etc.
Beim Sägewerk zahle ich 1400 €/cm³ für (eingeschnittenen,entrindeten) fällfrischen Nussbaum.
Warum nicht die "kleinen" Waldbesitzer unterstützen, für die ist der Wald oft genug ein Verlustgeschäft. Zumal ich selbst auch für meine Arbeit einen angemessenen Preis erwarte (leider nicht immer bekomme).

Habe schon super schöne Wildbirne für 600€/cm³ gekauft, jeder Holzhändler hätte das vierfache verlangt.
Nur bei Zwetschge zahle ich nur den doppelten Brennholzwert- wegen schlechter Erfahrungen....
Und komme mir jetzt keiner mit totem Kapital, welches jahrelang herumliegt- bei den mickrigen Zinsen zur Zeit.
Mit Zitat antworten
  #15  
Alt 26.12.2010, 19:54
ww-Nussbaum
 
Registriert seit: 10.2010
Ort: NRW
Beiträge: 95
Zitat:
Zitat von Turin Beitrag anzeigen
..., ich würde aber Leuten, die hier im Forum solche Fragen stellen, nicht gleich damit entmutigen, dass das sowieso nur Brennholzwert hat.
Hallo Turin,

ich wollte auch niemanden entmutigen seinen Stamm zu verkaufen, ich wollte nur mal vorrechnen was so ein Stamm wirklich wert ist bzw realistisch an Geld einbringen kann.
Es gibt nämlich genug Leute, die mal davon gehört haben, dass Kirschbaum 1.500,-- Euro kostet und sich dann ihren Gartenbaum so lange schön rechnen, bis sie der Überzeugung sind, dass sie ein Vermögen im Garten stehen haben.
Wenn dann z.B. der Frankenholzwurm ankommt und denen für ihren "wertvollen Baum" 70 Euro pro Festmeter anbietet, dann fallen die aus allen Wolken und denken: "Der will mich aber voll über den Tisch ziehen." Beim nächsten Stammtisch heisst es dann, der Frankenholzwurm verdient ein Vermögen als Tischler, denn er kauft sein Holz für 70 Euro ein und stellt es seinen Kunden mit 1.500 Euro wieder in Rechnung.
Dabei hat er nichts anderes gemacht, als dem Besitzer einen (wie ich denke) angemessenen Preis zu bezahlen.

@ anobium60:
Deine Einstellung die Bäume "am Ort" einzukaufen finde ich gut, und das mit dem "toten Kapital" sehe ich genauso wie Du.
Was aber Deine Einkaufspreise angeht kann ich die nicht nachvollziehen:
Der von Dir gekaufte Nußbaumstamm hat bei 0,55 m Durchmesser und 3m Länge ein Volumen von 0,712 Festmeter.
Bei einem Kaufpreis von 800 Euro pro Festmeter hat er also 569,60 Euro gekostet plus die 40 Euro fürs Sägen mussest Du also 609,60 Euro insgesamt bezahlen.
Da Du ja Rundholz eingekauft hast geht von dem Stamm aber noch der Schnittverlust (Abschwarten, Kern usw) runter. Bei Nußbaum sind das schätzungsweise mindestens 35%.
Also 0,712 Festmeter minus 35 % macht 0,463 m³ Schnittholz für 609,60 Euro.
609,60 Euro geteilt durch 0,463 m³ macht 1316,63 Euro / m³ Einkaufspreis für das Schnittholz.
Oder anders gerechnet hättest Du die 0,463 m³ Schnittholz bei Deimen Sägewerker für 648,20 Euro einkaufen können.
648,20 Euro (im Sägewerk) minus 609,60 Euro (Eigeneinschnitt) macht eine "Ersparniss" von 38, 60 Euro.
Jetzt schreibst Du noch, dass Du einen Tag für Einschneiden und Entrinden brauchst, wenn damit ein 8-Stunden-Tag gemeint ist, dann hast Du an dem Tag für 4,83 Euro pro Stunde gearbeitet!!!

Berichtige mich bitte, wenn ich da irgendwo einen Denk- oder Rechenfehler drin habe.

Gruß
Bernd
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