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Holzdecke heller machen?

: Frage im Forum Neuling fragt Profi auf woodworker.de ;
Hallo, wir haben einen Raum mit einer Holzdecke aus gebürstetem Oregon Pine (das gab es ...
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  #1  
Alt 20.03.2008, 15:25
ww-Pappel
 
Registriert seit: 03.2008
Beiträge: 3
Holzdecke heller machen?

Hallo,

wir haben einen Raum mit einer Holzdecke aus gebürstetem Oregon Pine (das gab es mal vor ca. 25 Jahren als ca. 12mm dicke Sperrholzplatte zu kaufen).

Nun ist uns diese Holzdecke - auch durch das Nachdunkeln - allmählich zu dunkel geworden. Die Maserung, noch verstärkt durch das Gebürstete, gefällt uns aber nach wie vor sehr gut. Mit welcher Farbe bekomme ich nun diese Decke heller bis weiß, so dass aber die Maserung noch durchschimmert?

Grüße aus dem feuchten Ruhrpott
Klaus
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  #2  
Alt 20.03.2008, 16:37
Benutzerbild von Rühl
Moderator
 
Registriert seit: 09.2004
Ort: Hildesheim- Bockenem
Beiträge: 2.044
Mit weisser Lasur.

Gibt es in jedem Baumarkt.

Viel Spaß!
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Wissen ist das einzige Gut das sich vermehrt wenn man es teilt!
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  #3  
Alt 20.03.2008, 18:48
ww-Pappel
 
Registriert seit: 03.2008
Beiträge: 3
Zitat:
Zitat von Rühl Beitrag anzeigen
Mit weisser Lasur..........
Hallo,
ja, soweit war ich auch schon. Nur war bei den Lasuren, die ich bislang im Aussenbereich angewendet habe, die Deckung wiederum nicht so toll. Das Aussehen war dann eher stumpf und teilweise ungleichmäßig......

Ich dachte, es gäbe da eine spezielle Farbe für den Zweck.

Und so ist es wohl auch, dies habe ich gerade hier im Forum in der Werbung gefunden:

FAXE Holzpflege Shop*-*Paneellaufhellung

Ob die besser oder schlechter ist, als Lasur (und auch die sind ja noch lange nicht alle gleich) sei dahingestellt.

Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen mit dem Thema.....

Grüße aus dem Ruhrpott
Klaus
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  #4  
Alt 21.03.2008, 08:39
Benutzerbild von Rühl
Moderator
 
Registriert seit: 09.2004
Ort: Hildesheim- Bockenem
Beiträge: 2.044
Da das von dir genannte Produkt eine Lauge ist musst du hinreichend Schutzkleidung tragen.
Bei roher Oberfläche wird es sehr gut funktionieren, bei lackierten Flächen hängt es sehr stark davon ab wie gründlich und gleichmäßig du vorher schleifst um ein einheitliches Ergebnis zu erzielen.
Das Schleifen ist auf einer gebürsteten Oberfläche aber nicht wirklich lustig.

Wenn sie im rohen Zustand ist vorher einfach mit einem fettlösenden Mittel abwaschen.



Gruß Ulf
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  #5  
Alt 22.04.2008, 23:34
Unregistriert
GAST
 
Beiträge: n/a
Decke aufhellen

Hallo,

ich stehe vor dem gleichen Problem.
von allem was ich im Internet bisher über Holzdeckenaufhellung gelesen habe, klingt diese Lauge aber am erfolgversprechendsten.

Hast Du Deine Decke schon gestrichen? Wenn ja, wäre Super, wenn Du kurz hier reinposten könntest, wie das Ergebnis so aussieht.

Gruß,

Martin
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  #6  
Alt 23.04.2008, 00:00
ww-Pappel
 
Registriert seit: 03.2008
Beiträge: 3
Zitat:
Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
Hallo,

........ Hast Du Deine Decke schon gestrichen?
Hallo,

die Decke noch nicht, aber ein Probebrett. Ein Stück davon mit Lasur, morgen folgt noch eine Probe mit einem anderen Mittel.

Ich werde das Ergebnis posten. Sieht aber schon gut aus, was ich bis jetzt habe.....

Grüße aus dem Ruhrpott
Klaus
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  #7  
Alt 24.04.2008, 10:40
Benutzerbild von frankundfrei
ww-Robinie
 
Registriert seit: 10.2007
Ort: Lichtenfels
Beiträge: 2.061
Decke aufhellen

wir hatten hier eine Wohnung zu einem Büro umfunktioniert und mussten eine alte Holzdecke aus normaler Fichtenverschalung aus dem Baumarkt verschönern.

Bestand: Fichte Nut- u. Feder Profilbretter mit glänzender Kunstharzlasur überstrichen. Farbton mittleres Braun. Alter ca. 15 Jahre.

Ohne irgend eine Vorbehandlung haben wir das mit Bienenwachsbalsam AQUA "altweiß" überstrichen.

Bei dem ersten Anstrich hatten wir noch leichte Abperlungen wegen der glatten Oberfläche. Nach dem zweiten war die Benetzung vollständig und mit dem dritten Anstrich hatten wir eine sehr zufriedenstellende, gleichmäßige geweißte Optik. Die Maßerung kommt noch zur Geltung.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
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  #8  
Alt 24.04.2008, 11:47
ww-Robinie
 
Registriert seit: 03.2008
Ort: Dortmund
Beiträge: 16.913
Ich würd da auch noch unterscheiden, ob man ein Holz durch Chemie aufhellen/bleichen will, oder ob man Pigmente/Farben aufbringt.

Das Faxe-Produkt scheint da ja eine Kombination von beidem zu sein: NaOH zum bleichen und Pigmente + Alkydharz als Farbe. Zusätzlich noch ein UV-Filter, damit es später vermindert nachdunkelt.

Lasuren bleichen nicht, sondern tragen eine Farbe auf. Von Osmo gibt es ein farbiges Produkt, was ganz ähnlich wie eine Lasur funktioniert: Dekorwachs. Gibt es in deckend oder transparent. Kann man ganz dünn mit Ballen auftragen und gut verreiben. Dann scheint das Holz gut durch. Man kann auch deckend mit farblos mischen, um den Durchscheinungsgrad selber einzustellen. Mitunter reicht schon ein Auftrag.

http://www.osmo.de/de/hilfeundtipps/...hs_deckend.pdf

Manche wasserbasierenden Produkte find ich in der Verarbeitung übrigens sehr merkwürdig, kann mich da nicht dran gewöhnen. Hatte z.B. mal eine Wasserlasur von Auro (Auro Aqua Nr. 160), womit ich gar nicht klar gekommen bin. Deckte zu wenig und hinterließ deutliche Pinselspuren. Ich hab das Gefühl, dass man überall mit Macht wasserbasierende Systeme einführen will, die aber in der Verarbeitung oder Haltbarkeit Probleme machen. Mit Acrylfarben hatte ich z.B. ähnlich schlechte Erfahrungen.

Wenn Lasur, würd ich also eher zu einer nicht-wasserbasierenden Lasur greifen.

@Frank: Wie ist das denn bei eurem Aqua Bienenwachsbalsam? Ist es unproblematisch in der Verarbeitung oder gibts auch Einschränkungen, wie man sie bei vielen Wassersystemen findet.
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  #9  
Alt 24.04.2008, 13:27
Benutzerbild von frankundfrei
ww-Robinie
 
Registriert seit: 10.2007
Ort: Lichtenfels
Beiträge: 2.061
wasserbasierte Systeme - warum solche???

Hallo Winfried,

ich lehn mich jetz hier mal etwas weiter aus dem Fenster. Ich bin kein Chemiker. Ich bin Händler (oder Krämer?!) - hier mal meine Sicht, die mir sicherlich Gegenwind bringen wird:

Der Druck, wasserbasierte Systeme auf den Markt zu bringen kommt von der Lösemitteldiskussion her. Die EU-VOC-Richtlinien zwingen die Hersteller zu lösemittelfreien Produkte.

Leider wird kein Unterschied zwischen natürlichen und künstlich geschaffenen Stoffen gemacht. Lösemittel ist Lösemittel ob Citrusterpene oder 2-Butanon, bzw. 2-Ethyl-1-hexanol.

Die Richtline fordert ab dem Jahr 2010 nochmal schärfere Grenzwerte. Gleichzeitig ist es "natürlich" schick, wenn man lösemittelfrei vermeindlich die Umwelt rettet.

Ein andere Lösungsansatz wegen dem Regelungsdruck ist es, die Öle immer mehr als "High Solid" anzubieten - also ohne oder nur mit sehr geringen Lösemittelanteilen. Auch dadurch erreicht man diese Grenzwerte.

Diese ganze Regelungswut hat aber gravierende Nachteile:

1. Naturharze lassen sich nicht im Wasser lösen. Es kommen verstärkt Alkydharze zum Einsatz (allein der Chemiemüll für die Herstellung läßt mich erschaudern).

2. Wasser braucht immer toxische Konservierer - oder die Farbe ist kaum lagerstabil.

3. Zweifelhafte Emulgatoren werden verwendet um Öl mit Wasser in Gleichmarsch zu bringen.

4. High Solid Öle werden verkauft .... und in den technischen Merkblättern dann darauf hingewiesen, dass es sich für eine ordentliche Anwendung doch dringend empfiehlt, noch den Terpentinverdünner (gerne auch auf Naturbasis) mit zu kaufen und das ganze für den Erstanstrich zu mischen. Der Kunde wird zum Chemielaborant verdonnert, weil es der Hersteller nicht mehr ordentlich vorbereitet liefern darf. Ein Verdünner ist kein Anstrichmittel und kann problemlos solo mit 100% VOC-Anteil unter die Leute gebracht werden.

5. Wasser läßt Holz quellen, sperrt ab und so werden die Beschichtungen immer oberflächlicher. Z.B. dringen die Pigmente kaum mehr in die Faser ein. Die Qualität der Anstriche bei Holz leidet.

So mal auf die Schnelle - da gibt es noch eine Reihe weiterer Gedanken...

Jetzt zur Sache:

Es macht durchaus Sinn, bei dieser Anwendung wassergebunden zu arbeiten. Öl feuert ja an, lässt also die weisse Farbe erst mal vergilben und macht das Holz vor dem Weißpigment noch dunkler als es (bei hellen Hölzern) eh recht ist. Insofern ist ein Anstrich ohne anfeuernde Öle eine bessere Lösung. Voraussetzung: keine beanspruchten Oberflächen. Das Bienenwachsbalsam Aqua ist so wischbeständig wie eine gute Wandfarbe - mehr eben nicht. Für eine Holzdecke geht das aber problemlos.

Wassergebunden läßt die Holzfasern aufstehen. Deshalb ist entweder ein sehr feiner Schliff vorher nötig oder aber man läßt den Altanstrich und rauht diesen allenfalls nur ein wenig an. Wenn der Schliff fein genug war, kann man den Anstrich nach der Trocknung sogar noch auf Glanz polieren.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
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  #10  
Alt 24.04.2008, 13:56
ww-Robinie
 
Registriert seit: 03.2008
Ort: Dortmund
Beiträge: 16.913
Bin froh, das zu hören. Wenn man nur die Werbung und Präsentationen sieht, dann bekommt man den Eindruck, mit Wasser ist die Welt der Farben und Wachse in allen Belangen besser geworden. Dann verarbeitet man es und ist verwundert, warum das alles nicht so recht funktioniert. Irgendwann zweifelt man gar an seinen handwerklichen Fähigkeiten.

Ich find das einen echten Missstand, dass immer mehr wasserbasierte Systeme verkauft werden, ohne klar auch die Nachteile zu benennen.

Ein Mitarbeiter eines Farbenherstellers erklärte mir mal, dass wasserbasierte Acrylfarbe mitunter sogar bedenklicher ist: Auch da sind Lösemittel außer Wasser drin. Und die dünsten dann mitunter jahrelang aus. Bei einem Lösemittel-Lack hingegen wären die viel schneller in ein paar Tagen raus.

Bezeichnend ist übrigens auch: Viele Hersteller von wasserbasierten Systemen haben eine sogenannte Classic-Produkt-Linie, wo die altbekannten und gut funktionierenden Systeme verkauft werden.
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  #11  
Alt 24.04.2008, 14:43
Benutzerbild von frankundfrei
ww-Robinie
 
Registriert seit: 10.2007
Ort: Lichtenfels
Beiträge: 2.061
wasserbasierte Acrylfarbe mitunter sogar bedenklicher

das gleiche Problem haben wir bei den Wandfarben. Über 10 Jahre haben wir bei Öko-Test die Natural Naturharzwandfarbe mit "sehr empfehlenswert" - später dann mit "sehr gut" bewertet bekommen.

Jetzt sind die "Öko-test-Prüfkriterien" wegen der VOC-Diskussion neu definiert worden und die Grenzwerte für flüchtige Stoffe so runtergesetzt, dass man kein Naturharz mehr ordentlich lösen kann, geschweige denn Orangenschalenöl als Konservierungsschicht oben auf geben kann.

Ergebnis: die langjährige Naturharzwandfarbe ist nun "mangelhaft".

Dafür sind die Alkydharzfarben mit toxischen Konservierern und zweifelhaften mehrverketteten x-, bi- und hex- Mittelchen als "sehr gut" eingestuft.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
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  #12  
Alt 24.04.2008, 15:52
ww-Robinie
 
Registriert seit: 03.2008
Ort: Dortmund
Beiträge: 16.913
Bei Biofa hab ich ähnliches gelesen, die sind auch sauer auf Ökotest:

http://www.biofa.de/objekte/aktuelles/Stellungnahme.pdf

Es wäre traurig, wenn gute Produkte, die ökologisch und verarbeitungstechnisch sinnvoll sind, bald nicht mehr produziert werden, weil ein zweifelhafter Anspruch durchgesetzt werden soll.

Geändert von WinfriedM (24.04.2008 um 15:55 Uhr).
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