| Hallo.
Ich habe letztens bei meinem Meisterstück jede Menge gebogen, sowohl den Korpus aus Werkstoffplatten als auch Massivholz.
Habe bei dem Massivholz trotz vorheriger gelungener Tests ein paar Überraschungen erlebt. Mit Wasserdampf ist sicherlich gut, ich habe es etwas einfacher gemacht. Habe den Querschnitt in max. 3mm dicke Massivholzlagen aufgeteilt. Die einzelnen Lagen unter den Wasserkran gehalten, etwas einziehen lassen, erneut drunter und dann "trocken" - ohne Leim - erstmal vorgebogen/in Pressmodelle gespannt und wenigsten 1 Tag sitzen lassen. Das nimmt die ersten Spannungen raus. Anschließend habe ich sie verleimt.
Habe zunächst Weißleim genommen, um einigermaßen transparente Leimfugen zu bekommen, und außerdem ist der ja noch etwas elastisch, um vielleicht ein klein bißchen das Arbeiten des Holzes zu erlauben. Aber bin nachher ganz dreist auf Pur-Kleber umgestiegen, hat eine wesentlich bessere Formstabilität.
Aber an einer Stelle meines Stückes reichte die Formstabiliät / -passgenauigkeit nicht aus und ich habe den Querschnitt an dieser Stelle in (extrem viele) Furnierschichten aufgeteilt...
Den Glasfalz kannst du nachher mit Anlaufring an der Tischfräse einfräsen. Da das Rahmenstück ja gebogen ist, kannst du es auch recht gut auf die Kante stellen und führen. Bei mir hats geklappt...
Müssen es denn unbedingt einzelne Riegel sein? Ich hatte in meinem runden Korpus auch nen Glasausschnitt. Korpus war furniert, außen HDF 3mm, innen Biegesperrholz. Habe Glasausschnitt mit Oberfräse eingefräst, Anleimer rein und dann mit Tischfräse und Oberfräse den Falz rein...
Allgemein würde ich drauf achten, dass der Radius nicht zu klein ist, ggf. mehr in Richtung Stichbogen gehen.
Vielleicht konnte ich ja helfen.
Frohes Schaffen. Gruß |