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gewehrschaft entölen

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hallo ich habe einen über 60 jahren alten gewehr schaft den möchte ich gerne fett/öl ...
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  #1  
Alt 06.02.2007, 13:10
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Beiträge: n/a
gewehrschaft entölen

hallo
ich habe einen über 60 jahren alten gewehr schaft
den möchte ich gerne fett/öl frei bekommen
kann mir wer ein mittelchen empfehlen das nicht nur die oberfläche sondern auch tiefenwirkung hat?

danke
michi
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  #2  
Alt 06.02.2007, 14:34
Benutzerbild von derdad
Moderator
 
Registriert seit: 07.2005
Ort: Wien/österreich
Beiträge: 2.227
Liebe/r Michi?
Möchtest du beim Schaft nur die mit der Zeit "gewachsenen" Fett- und Schmutzflecken entfernen, oder hast du vor einen "Ölschaft" komplett zu entfetten um evtl einen Lackschaft draus zu machen?

gerhard
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  #3  
Alt 06.02.2007, 14:50
Unregistriert
GAST
 
Beiträge: n/a
hallo
ich möchte den gerne kompl entfetten
dh auch eine tiefenreinigung vornehmen damit der schaft beim beschuss nicht wieder anfängt zu suppen,momentan ist es so das nach ca 10 schuss das öl tropfenweise runtertropft duch die erwärmung der laufes
um das weiterhin zu verhindern muss das öl kompl. raus
sonst bringt die schönste oberflächenbehandlung nix wenns immer wieder kommt

nach dem entfetten möchte ich ihn nur mit normalem schaft öl behandeln
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  #4  
Alt 06.02.2007, 15:04
Benutzerbild von derdad
Moderator
 
Registriert seit: 07.2005
Ort: Wien/österreich
Beiträge: 2.227
Hi!
Da dürfte es jemand beim Putzen zu gut gemeint haben und neben den Metallteilen auch den Schaft mitgeölt haben. Ich würde Spiritus verwenden. Feine Stahlwolle darin tränken und in Maserrichtung abreiben. Bei der Fischhaut es evtl mit einer Zahnbürste probieren und jeweils mit einem trockenen Baumwolllappen immer wieder gut abwischen. Aceton hat eine noch bessere entfettende Wirkung, ist aber auch aggressiver.
Anschließend gut trocknen lassen, mit 400er Schleifpapier nachschleifen und mit Schaftöl die Oberfläche wieder abbauen.
gerhard
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  #5  
Alt 06.02.2007, 15:11
Benutzerbild von derdad
Moderator
 
Registriert seit: 07.2005
Ort: Wien/österreich
Beiträge: 2.227
Hab noch was vergessen:
Du kannst vor der "Flüssigbehandlung" zuerst mit einem Fön den Schaft gut anwärmen und austretendes Öl gleich abwischen.

gerhard
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  #6  
Alt 06.02.2007, 15:41
Unregistriert
GAST
 
Beiträge: n/a
mit aceton,nitro verdünnung,backofenspray,bremsenreiniger hab ichs schon an kleinen stellen probiert ,aber keine zufriedenstellenden ergebnisse erziehlt

beim bootsbau hab ich gehört solls nen mittelchen geben
salmaik...samaik oder irgendwie so
hast du damit schon erfahrungen gesammelt?
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  #7  
Alt 06.02.2007, 15:44
Unregistriert
GAST
 
Beiträge: n/a
achaj das öl was im schaft drin ist ist arsenal öl aussem 2 wk zur einlagerung
riecht zwar schön aber nix für pinnellige leute
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  #8  
Alt 06.02.2007, 18:30
Moderator
 
Registriert seit: 11.2003
Ort: Redwood City, Kalifornien USA
Beiträge: 2.534
Holz entoelen

Hallo Gast,

Um Oel aus Holz porentief zu entfernen muss dieses verseift werden damit es wasserloeslich und damit auswaschbar wird. Ich vermute, dass der Gewehrschaft aus Nussbaumholz besteht, dieses Holz wird durch Laugeneinwirkung dunkel, kann durch Nachwaschen mit Eisessig wieder aufgehellt weden. Diese Prozedur sehe ich als fuer einen Laien als nicht empfehlenswert.

In deinem Fall wuerde ich fuer den Schaft einem chemischen Ablauger*, welcher kein Aetznatron (Natriumhydroxid) enthaelt verwenden, damit den gesamten Schaft satt einstreichen und nach 10 - 30 Minuten mit Lumpen den Abbeizer entfernen. Nachdem alle Abbeizerreste entfernt sind, den Schaft mit in Azeton oder Nitrolackverduennung getauchter Stahlwolle 3/000 abwaschen und mit Papierhandtuechern trocknen. Dies so lange wiederholen bis an den Papierhandtuechern keine Verfaerbungen mehr sichtbar sind. Eventuell einen Tag warten, und noch einmal das Abwaschen wiederholen, damit werden auch die letzten Reste des alten Finish entfernt.


*) Der Abbeizer wurde frueher Benzinlauge genannt, da er mit Testbenzin abgewaschen werden musste. Keinen Abbeizer waehlen bei welchem mit Wasser nachgewaschen weden muss/soll. In einem Farbenfachgeschaeft danach fragen und beraten lassen.

Den so gereinigten Schaft kannst du dann wieder Oelen.

mfg

Ottmar
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  #9  
Alt 06.02.2007, 21:35
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Moderator
 
Registriert seit: 07.2005
Ort: Wien/österreich
Beiträge: 2.227
Schönen Abend!
ist's ein K98?

gerhard
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  #10  
Alt 07.02.2007, 18:22
Unregistriert
GAST
 
Beiträge: n/a
jop k98
von sauer &sohn bj 1940

danke für den tipp werde es mal ausgiebig testen
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  #11  
Alt 07.02.2007, 19:39
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Moderator
 
Registriert seit: 07.2005
Ort: Wien/österreich
Beiträge: 2.227
Hallo Michi!
Ich nehme an der ist in den Jährchen auch schon durch so einige Hände (Militär, Polizei, Miliz..........) gegangen und zwischendurch immer wieder brav "konserviert" worden. Mit so richtig schön klebrigem Konservieröl. Stell dich also auf eine länger Prozedur ein, bis der Schaft wieder "Ölfrei" ist.
Wenn möglich versuch auch rund um den Lauf etwas mehr Luft in den Schaft und Staubdeckel zu machen. Die Verschlusshülse muss gut eingebettet sein, der Lauf kann ruhig etwas "klappern", dann kühlt der Lauf etwas besser und erwärmt sich nicht soooo schnell. Ist auch der Präzision zuträglich.
gerhard

Geändert von derdad (07.02.2007 um 19:46 Uhr).
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  #12  
Alt 06.06.2008, 19:14
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GAST
 
Beiträge: n/a
98k Schaft

Hallo!
Ich bin auch gerade dabei einen 98k den ich erst kürzlich erworben habe zu restaurieren. Ich weiß zwar noch nicht wie er schiesst aber erstmal den schaft runtergemacht also: Ich hab schon mehrere Schäfte gemacht und finde die schonendste Methode(man bedenke die Teile sind 60+ und werden definitiv nicht mehr) ist immer noch , Baumwolllappen tränken mit WAsser und dann auf das Holz legen und, ja richtig mit dem guten alten Bügeleisen drauf! Das saugt alles raus was drin ist in dem guten Stück! Sieht nachher richtig gut und frisch aus. Bei bedarf noch mit ganz feinem Papier abziehen und dann passts. Falls du anderweitige fragen zu Karabiner 98k Modellen hast, ich kann dir so ziemlich alle beantworten. email flo-bock@gmx.de

viel Spaß beim REstaurieren!

Gruß

Flo
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  #13  
Alt 26.10.2008, 18:25
Unregistriert
GAST
 
Beiträge: n/a
Daumen hoch schaft

Mit Laugenstein(Drogerie od.Apotheke)und etwas heisses wasser bekommst du deinen Schaft sauber!Mit Tiefenwirkung!Mfg.Fazer
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  #14  
Alt 25.12.2008, 17:48
Unregistriert
GAST
 
Beiträge: n/a
Ölschaft reinigen

Hallo, ich habe einige meiner alten Schäfte folgenderweise aufbereitet - erst mit Abbeizer 1-2 mal und lange einwirken lassen, dann mit einem guten Backofenspray das ebenfalls länger einwirken sollte einlassen und anschliesend gut mit Kernseife waschen - nach den trocknen mit Schleifpapier bearbeiten.
Gruß Peter
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  #15  
Alt 25.12.2008, 21:27
ww-Robinie
 
Registriert seit: 03.2008
Ort: Dortmund
Beiträge: 9.571
Ohne genaue Produktangaben machen solche Tipps wenig Sinn. Es gibt nicht DEN ABBEIZEER und nicht DAS BACKOFENSPRAY. Diese Begriffe bestimmen nur einen Anwendungszweck, was für Chemikalien verwendet werden, kann von Produkt zu Produkt völlig verschiedenartig sein.

Daneben gibt es noch das Problem, dass der Hersteller eines Backofensprays das morgen ganz anders zusammensetzt, damit es noch besser für den Backofen wirkt. Das kann dann wieder zur Folge haben, dass man sich damit seine Gewehrschäfte ruiniert.
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